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Selectionsweine
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Die Philosophie der „Selections“-Weine

 

Für die „Selections“-Weine pflegen Winzer in Niederösterreich und dem Burgenland ihre Weingärten. Um die Individualität jedes Weines in diesem Sortiment zu bewahren, gibt es für jeden Wein ein „Pflichtenheft“, in dem Herkunft, Rebsorte, Qualität, Alkohol, Säure und Restsüße festgelegt sind. Dies gewährleistet, dass die „Selections“-Winzer über das Jahr hinweg bereits alle Maßnahmen im Weingarten so durchführen, dass der jeweilige Wein produziert werden kann. Diese partnerschaftliche Zusammenarbeit über das ganze Jahr stellt sicher, dass bei der Lese nur jene Trauben angeliefert werden, die für die „Selections“-Weine bestens geeignet sind.

Nach der Lese ist bekanntlich vor der Lese. Jeder Schritt, der nun im Weingarten  gesetzt wird, dient der Umsetzung des Menge-Güte-Gesetzes bei den „Selections“-Weinen. Der Rebschnitt im Winter gibt bereits die Richtung vor. Nun liegt es an der Natur, für optimale Bedingungen zu sorgen. Besonders wichtig ist die Rebblüte, diese beginnt Mitte Juni und dauert etwa 10 Tage. Nach der Rebblüte zeigt sich dann der Fruchtansatz, dieser wird dann auf das gewünschte Maß reduziert. Dies nennt man „ausdünnen“, hier wird das gewünschte Ziel der Traubenqualität noch weiter gefestigt. Nun sind im Weingarten Maßnahmen wie eine hohe Laubwand und das Freistellen der Trauben für die Zuckerbildung erforderlich. Es erfolgen Pflanzenschutzmaßnahmen und die Bodenpflege. Etwa 4 Wochen vor dem voraussichtlichen Lesetermin werden die Beeren weich, die Messung der Traubenqualität und die Beerenprobe (die Kerne sind hier besonders wichtig) beginnt.

Etwa 100 - 110 Tage nach der Blüte ist dann die Beere physiologisch reif, die Lese kann beginnen. Nun ist der Moment für den Winzer, die Arbeit des ganzen Jahres zu ernten. Es versteht sich, dass in diesem Moment höchste Konzentration bei allen an der Lese Beteiligten herrscht.

Eine Woche vor dem Lesetermin wird der Winzer zum Meterologen, es erfolgt das Studium von Wetterbericht, Beobachtung von Mond, Hoch- und Tiefdruck über dem Atlantik, des 100jährigen Bauernkalenders.

Im Sinne der Arbeitszeitverteilung werden die Erntetermine gestaffelt und richten sich nach der Rebsorte, dem Riedenpotenzial, Wasser, Sonne, Boden und nach dem gewünschten Alkoholgehalt.

Die Lese der Trauben für die „Selections“-Weine erfolgt selbstverständlich per Hand, denn nur dadurch ist die „Selection“, die Auswahl der allerbesten Trauben, gewährleistet.

Für den Transport der Trauben vom Weingarten in die nahegelegene Weinkellerei werden Kunststoffsteigen mit einem Fassungsvermögen von 350 Kilogramm verwendet. Dadurch ist gewährleistet, dass die Trauben unverletzt und rasch angeliefert werden. Vor der Übernahme erfolgt durch einen Önologen die Messung der Gradation und die Prüfung des Traubenzustandes. Erst danach erfolgt die Wiegung der Trauben und die Übernahme.

Unverwechselbar österreichisch – das sind nicht nur die Weingärten, sondern auch die Art und Weise, wie die Önologen mit dem Wein umzugehen pflegen. Oberste Maxime ist: „Die Qualität des Weines entsteht im Weingarten, im Weinkeller ist es die Aufgabe, diesen Schatz der Natur zu erhalten und zu bewahren!“ Modernste Kellertechnik und ein bestens geschultes Team von Önologen sind der Garant dafür, dass dieses Ziel auch erreicht wird.

Besonderer Wert wird bei den Weinen der „Selections“-Reihe auf die Frische, Frucht und auf die Bekömmlichkeit gelegt.

Bekömmlichkeit bedeutet in diesem Zusammenhang einfach besonders viel Trinkvergnügen und Wohlbefinden. Selbst dann, wenn der Genuss einmal etwas üppiger ausgefallen sein sollte. Um dies zu erreichen, haben die Kellermeister viel getüftelt. Sich ganz auf die Ursprünglichkeit der Weinwerdung besinnend, wurde mittels der positiven Eigenschaften der Hefe ein Weg gefunden, die Säure möglichst harmonisch in den Wein zu integrieren, ohne es dabei an Frische mangeln zu lassen. Um auch in Sachen SO2 den Wein mit extrem niedrigen Werten abfüllen zu können, wird der Faktor Zeit als natürliches Mittel eingesetzt. Das Önologen-Team geht dabei einen antizyklischen Weg in dem der Wein einfach langsam heranreifen darf und erst dann auf den Markt gebracht wird, wenn er sich ausreichend stabil zeigt. Dies stattet den Wein mit einer weiteren positiven Eigenschaft aus: er bleibt länger lagerfähig und man muss sich beim Kauf auch darüber keine Gedanken machen.

Und dass die Weine der „Selections“-Reihe in einer Weinkellerei mit dem „IFS-Zertifikat (International Food Standard) auf höherem Niveau“ ausgebaut werden, gibt zusätzlich Vertrauen und Sicherheit für jede Flasche.