Auf dem grünen Teppich

Was der „rote Teppich“ für Hollywoodstars ist, ist der „grüne Teppich“ für Gartenbesitzer: Rasen zum Repräsentieren. Entsprechend gepflegt soll er auch aussehen – egal, ob er als Spielrasen für die Kinder, als „Freiluft-Partyraum“ für Grillfeste oder als Gartengestaltungselement dient. Solange die Wiese dicht und saftig grün ist, genügen eventuelles Belüften und Vertikutieren im Frühling, Bewässern bei Trockenheit sowie regelmäßiges Mähen. Übrigens: Kürzer als 4 cm sollten Sie ihn nicht mähen, denn dann gelangt zu viel Licht an die Unkrautsamen, die nur darauf warten, Ihren Rasen zu erobern! Ist dies schon passiert oder zeigt er kahle, bleiche Stellen, wird es Zeit zum Düngen, da durch das Mähen viele Nährstoffe verloren gehen.

Je stärker er strapaziert wird, desto häufiger braucht er eine Düngung – allerdings stets unter dem Aspekt: Allzu viel ist ungesund! Bei Zierrasen genügen zwei, stark genutzter Spielrasen kann bis zu vier jährliche Düngergaben benötigen, beginnend mit Mitte März/April. Etwa Mitte Mai bis Juni erfolgt die zweite Gabe, im Juli eine weitere und etwa Mitte September die letzte. Gedüngt werden soll vor angekündigtem Regen, nie bei Sonne oder Trockenheit, sonst kommt es zu Verbrennungen. Notfalls müssen Sie mit dem Schlauch nachhelfen. Die Natur dankt Ihnen die behutsame, möglichst biologische Behandlung! Hofer hat auch dafür die richtigen Produkte.

Düngen & Vertikutieren

Damit der Rasen eine dichte, robuste Oberfläche und starke Wurzeln ausbildet, muss er regelmäßig gemäht, vertikutiert und belüftet werden. Aber auch die Nährstoffversorgung muss stimmen und diese funktioniert am besten mit einem speziellen Rasendünger. Dieser sollte am besten nach dem Vertikutieren im Frühjahr in den Rasen eingebracht werden. Optimal wären insgesamt zwei bis drei Rasendüngungen pro Jahr.

Rasen düngen

Rasen hat je nach Nutzung, Beanspruchung und Standortbedingungen unterschiedlichen Nährstoffbedarf. Ein reiner Zierrasen, der auch nicht so oft betreten wird, braucht nur zwei Mal im Jahr eine Düngung – zunächst im Frühling, wenn der Rasen zu wachsen beginnt und im Sommer, wenn er starker Hitze und Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist. Spiel- und Sportrasen muss dagegen noch viel höheren Belastungen standhalten und benötigt deshalb drei Mal jährlich eine Düngung, im Frühling, im Frühsommer und im Spätsommer. Auch schattig gelegene Rasenflächen müssen häufiger gedüngt werden. In diesen Fällen eignet sich auch Langzeitdünger sehr gut, da er seine Nährstoffe konstant über einen längeren Zeitraum abgibt.

Kalium, Phosphor und Stickstoff sind die wichtigsten Nährstoffe für den Rasen. Kalium oder auch Kalidünger – nicht zu verwechseln mit Kalzium oder Rasenkalk – stärkt die Pflanzen, sodass der Rasen gesund und belastbar bleibt. Phosphor fördert die Ausbildung und das Wachstum von kräftigen Wurzeln und Stickstoff ist dafür verantwortlich, dass das Gras kräftig wächst und eine sattgrüne Farbe erhält.

Bei sehr niedrigem pH-Wert, also sehr saurem Boden kann Rasenkalk mit Kalzium eingesetzt werden. Allerdings sollte dieser mit Vorsicht und nicht bei jedem Boden verwendet werden. Bei basischen Böden mit hohem pH-Wert führt Rasenkalk sehr leicht zur Vermoosung des Rasens. Zu viel Kalzium beschleunigt die Moosbildung. Ein pH-Test kann Klarheit bringen über die genaue Beschaffenheit Ihres Bodens. Diesen erhalten Sie in der Apotheke oder im Gartenhandel. Sorgen Sie vor der Messung dafür, dass die betreffende Stelle im Rasen gut befeuchtet ist und drücken Sie anschließend den Teststreifen oder das Teststäbchen möglichst tief in den Boden. Das Ergebnis können Sie bereits nach wenigen Minuten anhand der aufgedruckten pH-Wert-Skala ablesen. Je nach Verfärbung ergibt sich der zugehörige pH-Wert, über 7 ist der Boden basisch, unter 7 ist er sauer. Ab einem Wert von 5,5 oder darunter empfiehlt sich eine genau dosierte Düngung mit Rasenkalk.

Spezielle Rasendünger und Rasenlangzeitdünger enthalten bereits eine bestens abgestimmte Nährstoffmischung. Das verhindert ein Überdüngen des Rasens und die Gefahr der Verbrennung durch zu hohe Nährstoffkonzentration. Da das Ausstreuen des Düngers per Hand eher ungleichmäßig erfolgt, ist es ratsam, dafür einen akkubetriebenen Streuer zu verwenden. Für besonders große Rasenflächen verwenden Sie am besten einen Düngewagen mit einer Wanne auf Rädern.

Eine natürliche Art zu düngen

Bio-Pferdedung ist ein abgelagerter Stallmist in Pelletform. Durch die natürliche Düngewirkung und eine hohe Konzentration an organischen Substanzen eignet sich Pferdedung sehr gut zur Bodenverbesserung in bereits angelegten Beeten und zur Vorbereitung von neuen Beetanlagen. Für die Rasendüngung die Pellets gleichmäßig auf der Fläche verteilen, gut eingießen und ca. 1 Woche nicht mähen.

Den Rasen lüften

Aus liegengebliebenem Rasenschnitt, Pflanzenresten und Moosen sowie durch zunehmende Bodenverdichtung entwickelt sich Rasenfilz an der Oberfläche. Der Rasen kann nicht mehr richtig atmen und vermoost zunehmend. Damit er wieder Luft bekommt, sollte er bei trockenem Wetter im Frühjahr und, falls notwendig, ein zweites Mal im Spätsommer vertikutiert werden. Kleine Messer schneiden dabei senkrecht in die Oberfläche und lösen den Rasenfilz, der anschließend entfernt werden muss. Wichtig ist dabei, dass die Messer nicht zu tief schneiden und die Graswurzeln verletzen. Vorübergehend kann der Rasen danach etwas gerupft aussehen. Durch den Vertikutiervorgang wird der Boden aufgelockert und nimmt wieder mehr Nährstoffe und Wasser auf. Dadurch wächst der Rasen besser und bildet innerhalb kürzester Zeit wieder einen geschlossenen Teppich. Unterstützend können Sie nach dem Vertikutieren auch Dünger zuführen.