Vom Frühling bis Herbst - Grillen hat (fast) immer Saison

Grillen – eines der liebsten Hobbys der Österreicher von Frühling bis Herbst. Rund 70% der heimischen Haushalte haben ein Grillgerät und nützen es auch regelmäßig. Gehören Sie noch nicht dazu oder überlegen Sie eine Neuanschaffung? Dann verraten wir Ihnen, worauf Sie beim Kauf achten sollten, damit Sie Ihre Gäste mit dem „perfekten Steak“ überraschen können. Dazu finden Sie hier einige Tipps.

Welches Grillgerät für Sie persönlich das optimale ist, hängt von mehreren Faktoren ab. Die erste Frage ist natürlich die nach der Grillmethode. Der Klassiker ist immer noch der Holzkohlegrill, gefolgt vom Gasgriller und (weit abgeschlagen) dem Elektrogriller.

Grillen für wenig „Kohle“

Der unverwechselbare, rauchige Geschmack des Grillguts ist das Hauptargument für den Kauf eines Holzkohlegrillers. Viele „Grillexperten“ vermissen ihn bei Gas- oder Elektrogrillern. Kohlegriller sind günstig zu erwerben. Bei den „Billigmodellen“ sollten Sie aber auf einige wichtige Faktoren achten: Die Bodenplatte sollte nicht aus zu dünnem Blech sein, sonst besitzt der Griller keine Standfestigkeit und fällt beim kleinsten Windstoß um. Außerdem erreicht die Kohle in einem Griller aus dünnem Blech nicht die nötige Temperatur, um erfolgreich Steaks zu grillen, dazu ist auch eine Luftzufuhr von unten nötig. Eine Fettauffangschale, ein Einsatz zum indirekten Grillen und ein Deckel sollten ebenfalls dabei sein. Wenn Sie nicht zu den exzessiven Grillanhängern gehören, reicht ein gutes Mittelklassemodell durchaus aus. Nach oben hin sind natürlich keine Preisgrenzen gesetzt.

Rauchfrei „angasen“

Wenn Sie am Balkon grillen möchten, ist Ihr Nachbar vermutlich über einen Kohlegriller wenig erfreut. Gasgriller haben den Vorteil, dass sie nicht rauchen. Sie haben auch eine kürzere Vorheizzeit als der Holzkohlegrill. Wer also erst startet, wenn er Hunger hat, ist mit dem Gasgriller besser dran. Er gewährleistet auch eine schonendere Zubereitung und ist zudem viel leichter zu reinigen als sein verkrusteter „Kohleverwandter“. Die Nachteile sind der höhere Wartungsaufwand (Ventile und Leitungen müssen zur Sicherheit regelmäßig überprüft werden) und der höhere Anschaffungspreis. Dafür ist das Gas für den Betrieb günstiger als gute Grillkohle.

Kotelett unter Strom

Elektrogriller sind eine Option für Leute, die selten und für wenige Personen grillen. Anstecken, aufheizen, grillen, fertig. Sogar im Winter, wenn es schneit – sie können auch problemlos im Zimmer verwendet werden. Das ursprüngliche Gefühl von Abenteuer, Freiheit und Romantik am Feuer, das wir mit Grillen assoziieren, geht hier allerdings fast zur Gänze verloren.

Die Königsklasse

Wer häufig und mit Hingabe grillt, für den bilden „Outdoorküchen“ bzw. große Gasgriller mit einem Leistungsspektrum ab ca. 20 kW den Traum schlechthin. Sie spielen alle Stücke, haben eine ausgereifte Technik, ein durchdachtes Design und praktische Extras. Auch Zusatzgeräte wie Spüle oder Infrarot-Heckbrenner bzw. Grillspieß mit Motor sind möglich. Von der Vorspeise bis zum Dessert lässt sich alles darauf zubereiten, und die „Köche“ sind stets Teil der fröhlichen Gesellschaft. Wenn Sie sich für ein solches (Luxus-)Modell entscheiden, achten Sie auf jeden Fall auf genug Ablagefläche und Stauraum. Rollen sind von Vorteil, wenn man die „Outdoorküche“ nicht immer am gleichen Platz stehen lassen kann oder will. Mit diesen Spitzengeräten kann die hauseigene Küche für mehrere Monate getrost verwaist bleiben, denn wer über ein solches verfügt, wird es wohl auch so intensiv wie möglich nützen.