Kulturelle Vielfalt in der österreichischen Küche

So wie die regionalen Dialekte in ganz Österreich verschieden sind, unterscheidet sich auch die regionale Küche je nach Umgebung und Bundesland voneinander. Eine „österreichische“ Küche in diesem Sinne gibt es nicht, denn die Einflüsse sind historisch bedingt und durch die zentrale Lage in Mitteleuropa äußerst vielfältig. Vor allem die Länder Böhmen, Mähren, Bayern und Ungarn haben die heimische Küche nachhaltig geprägt, aber auch französische, italienische und kroatische Elemente lassen sich in der österreichischen Küche feststellen. Man mag es kaum glauben, aber der österreichische Rindfleisch Klassiker „Tafelspitz“ soll auf ein italienisches Siedefleischgericht zurückgehen. Eindeutig geklärt ist das allerdings nicht, denn einer anderen Quelle zufolge soll das „gesottene Rindfleisch“ im Hotel Sacher eigens für die Hohen Militärs von Kaiser Franz Joseph I. erfunden worden sein.** Böhmischer Herkunft ist vor allem die vielseitige Mehlspeisküche wie die Topfengolatschen, Mohnnudeln, Powidltascherln oder Buchteln beweisen. ***