Zu Besuch am Hof von Familie Schinnerl

Der Betrieb der Familie Schinnerl ist ein typisch österreichischer, konventioneller Grünlandbetrieb im Mühlviertel. Er wird in Erwerbskombination geführt, ist also auch ein Hof mit "Urlaub am Bauernhof". 20 Kühe und einige andere Tiere haben dort ihr Zuhause gefunden. Gemeinsam mit einem Foto-Team haben wir dem Partnerbetrieb von HOFER an einem normalen Arbeitstag über die Schulter geschaut.

Tierliebe liegt in der Familie

Bei Stefan und Elisabeth Schinnerl liegt die Tierliebe wohl im Blut. Beide wuchsen auf einem Bauernhof auf und lernten dort die Arbeit auf dem Bauernhof kennen und lieben. "Die Arbeit selber einteilen und in der Natur arbeiten, das ist schon etwas Schönes", so Herr Schinnerl. 1997, gleich nach ihrer Hochzeit, übernahmen die beiden dann den Betrieb von Stefans Eltern. Wie oft auf Bauernhöfen üblich, hilft bei der Bewirtschaftung die ganze Familie zusammen: Die Eltern von Stefan leben mit am Hof und unterstützen Sohn und Schwiegertochter tatkräfitg bei der Arbeit und auch die drei Kinder helfen schon fleißig am Betrieb mit. Schließlich wollen neben den 20 Milchkühen auch ein Esel, ein Pferd, eine Ziege und ein paar Hühner versorgt werden. Letztere allerdings nur für den Eigenbedarf.

Gemolken wird um 6 Uhr morgens

Der Tag startet für Familie Schinnerl und die Kühe bereits um 6 Uhr morgens mit dem Melken. Beim Melken wird besonders auf die Hygiene geachtet. Gleich nach dem Melken wird die Milch gefiltert und kommt in den Milchtank, wo sie auf 4° Celsius heruntergekühlt wird. Jeden zweiten Tag kommt dann der Milchwagen und holt die Milch ab, um sie zur Molkerei zu fahren, wo sie zu hochqualitativen österreichischen Milchprodukten weiterverarbeitet wird. Nach getaner Arbeit bekommen auch die Kühe ihr wohlverdientes Futter.

Qualität vom eigenen Hof

Qualität aus der Heimat, darauf ist Herr Schinnerl stolz. Besonders freut er sich, wenn er den Urlaubsgästen am Hof zeigen kann, woher alles kommt. "Viele wissen heute nicht mehr, wie eine Kuh eigentlich aussieht, wie sie lebt oder wie die Milch ins Packerl kommt. Manche Gäste haben mit 40 Jahren noch nie eine Kuh angefasst. Wenn sie dann eine Kuh anfassen und ein Glas frische Milch probieren dürfen, dann ist das etwas Besonderes." Die Gäste dürfen dabei nicht nur zusehen, sondern auch selbst mithelfen. Zum Frühstück gibt es dann die leckeren Früchte der harten Arbeit: frische Milch, schneeweißer Topfen und zartschmelzende Butter, alles aus hauseigener Produktion.

Fütterung: Grassilage und Heu aus eigener Produktion

Aber nicht nur die Gäste, sondern auch die  20 Milchkühe haben es am Hof von Familie Schinnerl wirklich gut. Gefüttert werden nur Grassilage und Heu von den eigenen Wiesen – so ist die Qualität gesichert. Dass kein frisches Gras verfüttert wird, stößt bei den Gästen häufig auf Verwunderung."Aber wenn man es ihnen dann erklärt, verstehen sie es", meint Herr Schinnerl. Das frische Gras enthält nämlich mehr Eiweiß und führt bei den Kühen zu Durchfall. Weil sich das negativ auf die Milchqualität auswirkt, bekommen die Kühe bei Familie Schinnerl ganzjährig Silage und Heu. So kann eine gleichbleibend hohe Qualität der Milch gewährleistet werden.

Gesunde Tiere dank tiergerechtem Stallbau

Der Laufstall für die Kühe wurde 2007 neu gebaut. "Frische Luft, Wasser und viel Licht sind für die Tiergesundheit am wichtigsten", erkärt Herr Schinnerl. "Die ganzen letzten Jahre war fast nie eines unserer Tiere krank."

Natürlich hat auch jede einzelne Kuh am Hof der Familie Schinnerl einen Namen. "Wir haben gerade zwei junge Burschen hier auf Urlaub. Kaum eine Woche ist vergangen, und schon kennen sie jede Kuh beim Namen." Besonders Kuh "Claudia" konnte es nicht lassen, ihre Neugierdsnase der Kamera entgegenzustrecken.