Champignonzeit

Während der Spätsommer und der Herbst die klassischen Saisonen für Wildpilze sind, ist das ganze Jahr* über Champignonzeit. Denn unser beliebtester Speisepilz ist ein Kulturpilz, der unabhängig von Witterung oder Jahreszeit in Gewächshäusern, Hallen, aber auch in Kellern und Tunneln gedeiht, sogar im Dunkeln oder Halbdunkeln, solange das Klima feucht und warm ist.

Champignons reifen auf einem Substrat, das in Europa zumeist aus Pferde- und Hühnermist, Stroh und Gips besteht. In Österreich gibt es zahlreiche Zuchtbetriebe, aber die großen Anbauländer Europas sind Polen, Ungarn und die Niederlande.“Champignon“ ist übrigens Französisch und heißt auf Deutsch nichts anderes als „Pilz“. Zu seinem Namen kam er, weil der weiße Champignon in Europa seine Wiege im Frankreich des 17. Jahrhunderts hat. Dort fand ihn ein Melonenbauer zufällig auf seinem Düngerabfall und begann mit dem Anbau.  Die ersten Zuchtanlagen waren in den Katakomben von Paris angesiedelt. Als „Champignon de Paris“ wurde er als Luxushäppchen serviert. Mit dem Bau der Pariser Metro zogen die Züchter in die Umgebung der Stadt und vergrößerten ihre Betriebe. So gewann der Champignon immer mehr an Bedeutung.**

Und heute ist er ein für jedermann leistbares, das ganze Jahr über verfügbares, Gemüse.

* saison- und witterungsabhängig
**Quelle: www.champignonidee.de