Darum feiern wir Ostern!

Wissen Sie eigentlich ganz genau, weswegen wir Ostern feiern? Gerade in Zeiten des netten Beisammenseins und wenn die Osterjause aufgetischt wird, häufen sich oft die Fragen der Kinder nach den Hintergründen des Festes. Wir haben für Sie die wichtigsten Fakten zum Osterfest zusammengetragen!

Ostern bzw. die Karwoche ist das höchste Fest des Christentums. Die Karwoche ist die Trauerwoche vor Ostern und steht symbolisch für das Leiden, das Sterben und die Auferstehung Jesus Christus. Als sogenanntes „bewegliches Fest“ variiert das Datum des Osterfestes jedes Jahr aufs Neue. Der Ostersonntag ist stets der erste Sonntag nach dem Frühlingsvollmond, was bedeutet, dass er frühestens am 22. März und allerspätestens am 25. April stattfindet. Interessant dabei: Statistisch gesehen kommt der späteste Ostertermin nur alle 100 Jahre vor!

Die Karwoche beginnt mit dem Palmsonntag. An diesem Tag wird dem Einzug Jesus Christus in Jerusalem gedacht. Die Menschen streuten damals ihm zu Ehren Palmwedel aus, weswegen es heute in der Katholischen Kirche üblich ist, Palmkätzchen am Palmsonntag zu weihen.

Am Gründonnerstag fand laut Bibel das letzte Abendmahl von Jesus mit seinen Jüngern statt. Im Gespräch mit ihnen kündigte Jesus an, dass einer von ihnen ihn verraten wird und er sterben würde. Auch bat er sie, zum Gedenken an seinen Tod weiterhin das Abendmahl zu feiern. Wie Jesus es voraussagte, verriet Judas ihn noch am selben Abend. In vielen Familien kommen heute traditionell grüne Lebensmittel auf den Tisch (zum Beispiel Spinat).

Der Karfreitag ist der erste Tag der österlichen Dreitagefeier und der Sterbetag Jesus. An diesem Tag wurde Jesus in Jerusalem verurteilt und gekreuzigt, ehe er um drei Uhr nachmittags starb. Am Karfreitag widmen sich Christen dem Gebet, der Buße und dem Fasten. Der Name leitet sich vom althochdeutschen „Kara“ ab, was so viel wie „Klage“, „Kummer“ oder „Trauer“ bedeutet.

Der Ostersonntag ist der höchste Feiertag des Christentums. An diesem Tag wird die Auferstehung Jesus gefeiert und die vorangegangene Fastenzeit endet offiziell. 

Der Ostermontag ist in vielen Ländern, so auch in Österreich, ein gesetzlicher Feiertag. In der Katholischen Kirche markiert er ein Ereignis, das drei Tage nach Jesus Tod stattgefunden haben soll: Zwei Jünger trafen auf der Reise nach Emmaus einen Unbekannten, den sie als Jesus erkannten. Daraufhin kehren sie nach Jerusalem zurück und berichten alle von der Auferstehung Jesus.

Die Fastenzeit

Die christliche Fastenzeit dauert traditionell vom Aschermittwoch bis Ostersonntag. Ursprünglich fastete man in dieser Zeit Fleisch, Milchprodukte und Eier – heute nutzen viele Menschen die 40 Tage, um ganz bewusst auf bestimmte Dinge zu verzichten. Fastenzeiten gibt es übrigens nicht nur im Christentum, sondern in nahezu allen Religionen. Diese Zeit des Verzichts soll die Menschen wieder stärker auf ihren Glauben und auf Gott konzentrieren.

Das Osterei

Warum färben und essen wir eigentlich Eier zu Ostern? Das hat vielerlei Gründe: Das Ei ist in vielen Kulturen ein Symbol für neues Leben und Wiedergeburt, daher galt das Ei bei den Urchristen als Zeichen für die Auferstehung Jesus. Oft wurden die Eier rot gefärbt, um an das Blut und den Opfertod Jesus zu erinnern. Bunte und verschiedenfarbige Eier kamen erst sehr viel später auf – heute hat das gemeinsame Ostereier färben und bemalen in vielen Familien Tradition.

Gefärbte Eier hatten aber auch einen praktischen Nutzen: Um die Eier in der Fastenzeit und bis Ostern vor dem Verderben zu schützen, wurden sie gekocht. Die Farbe diente dann dazu, gekochte von rohen Eiern zu unterscheiden. 

Der Osterhase

Der Hase, der versteckt zwischen Büschen und Sträuchern herumhoppelt und seine bunten Eier in die Osternester legt, ist jedem Kind als DAS Ostersymbol schlechthin bekannt. Aber warum bringt eigentlich ein Hase zu Ostern die Geschenke? Grundsätzlich hat der Hase mit Eiern wenig zu tun, er gilt aber ebenso als Fruchtbarkeits- und Wiederauferstehungssymbol und ist ein Zeichen für den heranbrechenden Frühling. In der christlichen Symbolik steht der Hase auch für das Gute und Reine im Menschen, das vom Bösen (dem Jäger) gejagt wird.

Das Osterlamm

Das Lamm Gottes ist eines der ältesten christlichen Symbole. Es versinnbildlicht Jesus Christus – zu Ostern wird es auch mit Siegesfahne dargestellt und verkörpert damit die Wiederauferstehung und Jesus Triumph über den Tod. Die Tradition, Lamm zu Ostern zu essen, geht aber noch viel weiter zurück – schon in vorchristlicher Zeit war Lamm das traditionelle Essen zum Frühlingsbeginn. Heute stellen viele Familien statt Lammfleisch ein gebackenes, süßes Osterlamm aus Biskuit oder Rührteig auf den Ostertisch.