Das nachhaltige Frühstücksei: Österreichs Legehennen bekommen 100% gentechnikfreies Donau Soja verfüttert

(Wien, 22.11.2013; Verein Donau Soja) Ab November sind in den heimischen Kühlregalen in einer Österreich-Premiere Frischeier von Hennen erhältlich, die ausschließlich mit gentechnikfreiem Soja aus der Donauregion gefüttert wurden. „Ab sofort können Konsumenten mit ihrer Kaufentscheidung für Donau Soja zertifizierte Frühstückseier aktiv einen Beitrag zur Stärkung der heimischen Landwirtschaft leisten, die europaweite Gentechnikfreiheit vorantreiben sowie den Regenwald schonen“, skizziert Matthias Krön, Obmann des Vereins Donau Soja, der das Projekt initiiert hat, die vielen Vorteile. Unmittelbar nach der ersten Ernte von zertifiziertem Soja aus dem Donauraum wurde dieses an heimische Legehennen verfüttert. Insgesamt werden rund 50.000 Tonnen Donau Soja als Futter für die heimische Legehennenhaltung herangezogen.

In diesen Tagen vollzieht sich eine stille Revolution in Österreichs Kühlregalen: Denn erstmals sind Frischeier bei BILLA, HOFER, INTERSPAR, MERKUR, SPAR und PENNY erhältlich, die mit dem Gütesiegel des Vereins Donau Soja zertifiziert sind. Schätzungen der heimischen Geflügelwirtschaft zufolge werden mit dieser Umstellung rund 70 % der Legehennen in Österreich mit Donau Soja gefüttert. Das Donau Soja Label stellt sicher, dass die Eier von Hühnern stammen, die ausschließlich mit gentechnikfreiem und zertifiziertem Soja aus der Donauregion gefüttert wurden. Mit dieser Umstellung sind die österreichischen Legehennenhalter europaweit Vorreiter. „Wir freuen uns, unmittelbar nach der ersten Ernte den Konsumenten die ersten Produkte anbieten zu können“, ergänzt Krön. „Durch den breiten Schulterschluss aller Beteiligten bis hin zum Handel wird aus einer Agrar-Initiative ein klar gekennzeichnetes Produkt des täglichen Bedarfs.“ Und: Wien wird zum Zentrum des Handels mit Soja.

Wie das Frühstücksei die Welt verbessert: Österreichische Agrar-Initiative mit europaweiter Ausstrahlung

In insgesamt 3.440 Supermärkten in ganz Österreich sind die zertifizierten Eier ab sofort oder in Kürze erhältlich. Konsumenten können daher sicher sein, dass bei Eiern auf deren Verpackung das Donau Soja Logo zu finden ist, auch tatsächlich zertifiziertes Futter aus dem Donau Soja Programm an die Hennen verfüttert wurde.

Mehr als 350 Millionen Eier werden jährlich bei den Handelsfirmen der REWE International AG und SPAR und INTERSPAR verkauft, zu den weiteren Kooperationspartnern zählt HOFER. Bei diesen Handelspartnern werden künftig ausschließlich nur mehr Eier, deren Hennen mit Soja aus dem Donauraum gefüttert wurden, in den Regalen zu finden sein.

Vorzeigerolle der heimischen Geflügelwirtschaft

DI Michael Wurzer, Geschäftsführer der ZAG Zentrale Arbeitsgemeinschaft der Österreichischen Geflügelwirtschaft erklärt: „Die Österreichische Geflügelwirtschaft hat in den letzten zehn Jahren enorm viel erreicht: im Sinn der Konsumenten aber auch im Sinn der Tiere. Der Ausstieg aus der Käfighaltung wurde erfolgreich gemeistert. Wir halten heute in Österreich deutlich mehr Legehennen als vor zehn Jahren. Die Legehennenhalter sind vor drei Jahren auch komplett aus der Verfütterung von gentechnikverändertem Futter ausgestiegen.“ Und weiter: „Die heimische Geflügelwirtschaft hat als Pionier und unter nicht immer leichten Bedindungen die Umstellung der Futtermittel als Branchenvorreiter umgesetzt. Die Umstellung auf europäisches Soja aus den Donau Soja Programm ist eine neue große Herausforderung, denn die Futtermischungen müssen so umgestellt werden, dass die Tiere weiterhin eine optimale Nährstoffversorgung vorfinden. Das in Europa erzeugte Soja hat zumeist einen niedrigeren Rohproteingehalt. Viel an Beratungsarbeit wurde bereits geleistet, vieles ist aber noch zu tun um die Tiere weiter ausgewogen zu ernähren und sicher zu stellen, dass die aus wirtschaftlicher Sicht wichtige Legeleistung der Hennen nicht leidet.“

Die heimische Geflügelwirtschaft leistet mit dem Projekt einen sehr wesentlichen Beitrag zum Umweltschutz – schließlich werden nach vollständiger Umstellung auf europäisches Soja bei Legehennen rund 50.000 Tonnen Soja weniger über den Seeweg nach Europa transportiert. „Wir wünschen uns, dass diese Leistungen von den Konsumenten gesehen und auch honoriert werden. Wenn Österreicherinnen und Österreicher auf heimische Frischeier vertrauen, dann sind wir optimistisch, dass wir mit diesem partnerschaftlichen Angebot den richtigen Weg gegangen sind“, so Wurzer weiter.

Wie Sojaanbau die Welt verbessern kann

Sojaschrot ist das bedeutendste Eiweißfuttermittel in der Landwirtschaft und die Nachfrage wächst stetig. Donau Soja hat sich deshalb das Ziel gesetzt, den Anbau von gentechnikfreiem und nachhaltigem Soja in Österreich sowie in der gesamten Donauregion voranzutreiben und so Importe zu minimieren. Die Zugkraft des Vereins ist enorm: Die im Jahr 2012 in Wien gegründete Initiative vereint inzwischen knapp 100 Mitglieder aus insgesamt elf europäischen Donau-Ländern und umfasst Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaftsunternehmen aller Bereiche der Wertschöpfungskette – von Saatgutproduktion über Agrarhändler bis hin zu Lebensmittelerzeuger und dem Einzelhandel. Für heuer erwartet sich der Verein eine Ernte im Umfang von 70.000 Tonnen zertifiziertes, gentechnikfreies Donau Soja. 2014 sollen die Ernteerträge bereits bei 200.000 Tonnen liegen, Potenzial nach oben ist vorhanden.

„Durch die Initiative Donau Soja erzielen wir nicht nur Wertschöpfung in Österreich, sondern leisten auch wichtige wirtschaftliche Impulse für den gesamten Donauraum. Die Region wächst zunehmend zusammen und Österreich gilt als ein wesentlicher Motor in diesem Prozess“, sagt Matthias Krön, Gründer und Obmann des Vereins Donau Soja. Donau Soja stellt zweifelsohne die wesentlichste österreichische Initiative im Agrarbereich dar und findet europaweit Beachtung. Das Ziel der Initiative ist für Krön klar: „Ein gentechnikfreies Zentraleuropa zu schaffen und eine deutliche Reduktion der Einfuhr von Futtermittel-Soja aus Südamerika.“

Das Potenzial: Mit Donau Soja europäische, gentechnikfreie Eiweißversorgung sicherstellen

In der Donauregion – vor allem in Ländern wie Rumänien, Serbien oder Ungarn – besteht ein enormes Potential für den Sojaanbau. Eine Anbaufläche von 1,5 Millionen Hektar und ein Output von bis zu vier Millionen Tonnen Soja jährlich sind laut Schätzungen der Landwirtschaftskammer Oberösterreich mittelfristig realistisch. Mehr Sojaanbau in Europa würde zudem die Lebensmittelversorgung der EU unabhängiger von Importen machen. „Aktuell versorgen wir uns in Europa mit Soja aus Brasilien und Co von West nach Ost. Donau Soja wird hingegen in den nächsten Jahren Handelsströme von Ost nach West entwickeln“, so Krön. Wien wird dabei eine tragende Rolle einnehmen und zum Zentrum des Handels mit Soja werden. Die österreichische Initiative Donau Soja liefert neben wirtschaftlichen Impulsen für den gesamten Donauraum auch einen wichtigen Beitrag zu einer eigenständigen europäischen Eiweißversorgung.

Die Donauregion bietet ideale klimatische und landwirtschaftliche Bedingungen für den Soja-Anbau. Der Verein Donau Soja setzt auf eine Sojaproduktion, die von Beginn weg gentechnikfrei ist. Für eine Beschaffung aus der Donauregion spricht weiter, dass die Statuten des Vereins vorsehen, das der Anbau von zertifiziertem Donau Soja in der gesamten Region nur dann möglich ist, wenn die Ausdehnung von Sojaflächen nicht zu Lasten schützenswerter Gebiete geht.

Sojaanbau als Chance für die heimische und europäische Landwirtschaft

Österreich ist bereits jetzt Vorreiter bei der Produktion von Speisesoja – daher ist die Idee gereift, über ein Qualitätsprogramm den Anbau von gentechnikfreiem Soja auch als Futtermittel im Donauraum voranzutreiben. Die heimischen Konsumenten legen großen Wert auf Gentechnikfreiheit – da jedoch aus Übersee gentechnisch verändertes Soja importiert wird, muss dieses klar von GVO-freiem Soja getrennt werden – und dadurch steigen die Kosten. „Daher ist der Anbau von Soja im Donauraum – neben all den anderen positiven Aspekten – eine Chance für die europäische Landwirtschaft: Denn europäische Landwirte sind wettbewerbsfähig, wenn es um die Produktion von gentechnikfreiem Soja geht und können Deckungsbeiträge erzielen, die mit anderen Ackerfrüchten vergleichbar sind“, erklärt DI Ernst Gauhs, Bereichsleiter bei der RWA und Vizeobmann des Vereins Donau Soja. Die RWA AG ist das Großhandelsunternehmen der österreichischen Lagerhäuser und über Tochterfirmen auch im zentral- und osteuropäischen Raum im Agrarhandel tätig. „Wir haben uns von der ersten Stunde an für das Projekt Donau Soja interessiert und mitgearbeitet“, erklärt Gauhs.

„Wir stehen immer noch am Anfang dieses Projekts. Dennoch freuen wir uns über die äußerst positive Reaktion des Marktes. Um die wachsende Nachfrage nach Soja aus dem Donauraum befriedigen zu können, muss nicht nur der Anbau kräftig ausgeweitet werden, sondern es muss auch die gesamte Lieferkette von Lagerstellen, Frächtern, Verarbeitern, Mischfutterwerken bis hin zu den Veredlungslandwirten aufgebaut und organisiert werden. Der Verein Donau Soja hat dafür klare Auflagen und Kontrollsysteme definiert. Damit die Konsumenten sichergehen können, dass Produkte mit dem Donau Soja Logo für Gentechnikfreiheit, Regionalität und Nachhaltigkeit stehen.“

Von weit zu nah, von anonym zu bekannt: Soja bekommt „ein Gesicht“

"Die wirtschaftliche Bedeutung der Sojabohne für die österreichische Tierhaltung und die heimische Lebensmittelproduktion ist sehr groß. Soja ist ein wertvolles Eiweißfuttermittel und enthält alle wesentlichen Aminosäuren, die unsere Nutztiere zum Aufbau von körpereigenem Eiweiß benötigen. Ein Ersatz durch andere Eiweißfuttermittel ist besonders in der Geflügel- und Schweinefütterung nur in beschränktem Ausmaß möglich. Unsere Landwirte produzieren rund 105.000 Tonnen Soja. Damit sind wir zwar der drittgrößte Sojaproduzent in der EU, können aber nur rund ein Sechstel unseres Bedarfes decken. 670.000 Tonnen Sojabohnen und Schrot muss Österreich jährlich aus Nordamerika und Brasilien importieren", erläutert der Präsident der Burgenländischen Landwirtschaftskammer, Franz Stefan Hautzinger.

Das Import-Soja stammt vor allem aus Nord- und Südamerika. Eines der Hauptexportländer ist Brasilien, wo der Sojaanbau mit zu den Hauptverursachern der Regenwaldrodung zählt. Denn der abgebrannte Urwald wird von großen Agrarkonzernen in Soja-Monokulturen umgewandelt. Hinter Donau Soja stehen hingegen europäische Bauernfamilien, die Soja in Fruchtfolge und auf bereits bestehenden Agrarflächen anbauen.

Hautzinger weiter: „Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich und die Landwirtschaftskammern haben bereits vor einigen Jahren bei den Bauern in Österreich eine Beratungsoffensive gestartet, die für einen höheren Anbau von Sojabohnen die Werbetrommel rührt. Da die österreichische Landwirtschaft aber in keinem Fall in der Lage ist, den heimischen Sojabedarf zu decken, war es wichtig und richtig, dass der Verein Donau Soja die Ausweitung der Sojaanbaufläche auf mehrere Länder des Donauraumes betrieben hat. In den Donau-Ländern sind sowohl die ausreichenden Flächen als auch die klimatischen Gegebenheiten für einen gentechnikfreien Sojabohnenanbau gegeben, der auch den Gesamtsojabohnenbedarf von Österreich mittel- bis langfristig abdecken kann.“

CO2 Einsparungspotenzial durch Umstellung der Legehennen-Fütterung von bis zu 250.000 Tonnen

Heuer werden von den insgesamt 70.000 Tonnen zertifiziertem Donau Soja rund 50.000 Tonnen in den Legehennenbetrieben verfüttert. Das bedeutet eine jährliche CO2 Ersparnis von rund 250.000 Tonnen, die uns und unserer Umwelt zugutekommen. Das entspricht dem CO2 Ausstoß von über 100.000 Wien-New York-Wien Flügen. Bereits ab der Ernte 2014 wird mit weit höheren Ernteerträgen – nämlich rund 200.000 Tonnen – gerechnet, das bedeutet, das CO2 Einsparungspotenzial liegt ab dann noch wesentlich höher. Das Einsparungspotenzial wurde vom renommierten SERI Institut für die Handelsgruppe SPAR erhoben.

Gemeinsam mit dem Handel zum durchschlagenden Erfolg

„Es kommt nicht oft vor, dass der Handel so geschlossen agiert, was uns stolz macht und in der Sache bestärkt“, erklärt Matthias Krön.

Die gemeinsame Aktion begrüssen auch die Generaldirektoren der Hofer KG, Friedhelm Dold und Günther Helm. „Mit unserer Nachhaltigkeitsinitiative Projekt 2020 setzen wir gemeinsam mit unseren Kunden aktiv Schritte für die Schonung unserer Ressourcen und den Schutz unseres Klimas. Und das beginnt schon beim Frühstücksei. Längst ist es für Hofer selbstverständlich, dass die frischen Eier aus Boden- und Freilandhaltung kommen. Nun geht Hofer als Vorstandsmitglied der Initiative Donau Soja noch einen großen Schritt weiter. Ab sofort verzichten alle Eierlieferanten von Hofer auf Futterimporte aus Übersee. Stattdessen setzt Hofer auf Soja aus dem Donauraum als Futtermittel. Das ist natürlich garantiert gentechnikfrei und spart der Umwelt darüber hinaus durch kürzere Transportwege jede Menge CO2-Emissionen. Die „nachhaltigen“ Eier der Marke Goldland werden laufend an alle 440 Hofer-Filialen österreichweit ausgeliefert. Damit können Hofer-Kunden sicher sein: Alle Eier sind zu 100 % gentechnikfrei und die Futtermittel stammen entweder aus dem Donauraum oder sogar aus Österreich“, erklären Friedhelm Dold und Günther Helm von Hofer.

REWE International AG, Österreichs größter Lebensmittelhändler, setzt als Vorreiter auf Soja aus Europa und hat bereits im Juni 2013 entschieden, dass ab der ersten Ernte im Herbst 2013 sämtliche über BILLA, MERKUR und PENNY vermarkteten Eier von österreichischen Legehennen stammen, die ausschließlich mit gentechnikfreiem, zertifziertem Soja ernährt werden, das zu 100 % aus dem erweiterten Donauraum stammt. Für den Konsumenten bedeutet die Umstellung keine finanzielle Mehrbelastung.

Für REWE International AG ist die Gentechnikfreiheit von Lebensmitteln – aber auch Futtermitteln – seit jeher ein wesentliches Thema im Rahmen des Nachhaltigkeitsmanagements. Somit ist die logistisch aufwendige Umstellung auf Donau Soja ein wichtiger Meilenstein. Mit dieser weitsichtigen Beschaffungsmaßnahme wird sichergestellt, dass sämtliche Eier von österreichischen Legehennen stammen, die nur gentechnikfreies Futter aus Europa bekommen. Bereits seit 2002 werden Legehennen von Lieferanten der REWE International AG nur mehr mit gentechnikfreiem Futter gefüttert, seit letztem Jahr gilt dies auch für Masthühner. Nun wird die Fütterung auf Donau Soja aus Europa umgestellt. Das unterstützen wir selbstverständlich auch als Vorstandsmitglied des Vereins Donau Soja“, so Frank Hensel, Vorstandsvorsitzender der REWE International AG. „Es gibt daher ausschließlich nur mehr Eier von Hennen, die mit Donau Soja gefüttert wurden, in den Regalen von BILLA, MERKUR und PENNY. Die Eier sind bereits erhältlich.“ Alleine bei REWE International AG werden jährlich 200 Millionen Eier verkauft.

Als eines der ersten Mitglieder bei Donau Soja arbeitet SPAR seit längerem an der Umstellung der Fütterung auf gentechnikfreies Donau Soja. Erste Hühnerbauern in Niederösterreich sind bereits nach den Richtlinien von Donau Soja und AGROVET zertifiziert und füttern mit Sojabohnen aus dem Donauraum. Auf den Packungen aller Golddotter-Eier in Bodenhaltung, aller SPAR Golddotter-Eier aus Boden- und Freilandhaltung sowie der Gutshof-Freilandeier, wird die Fütterung mit Donau Soja für Kunden klar ersichtlich sein, sobald alle Legebetriebe die entsprechende Qualität liefern. Bereits nächstes Jahr werden alle 150 Millionen Eier, die bei SPAR jährlich verkauft werden, aus Donau Soja Fütterung stammen.

„Als Gründungsmitglieder der ARGE Gentechnikfrei haben wir die 100 Prozent gentechnikfreie Fütterung von Legehennen bereits vor Jahren in unser umfassendes 5-Punkte-Eierprogramm aufgenommen“, sagt Dr. Gerhard Drexel, SPAR-Vorstandsvorsitzender. Nun wird auch die Fütterung mit gentechnikfreiem Donau Soja in das, über die gesetzlich vorgeschriebenen Richtlinien hinaus gehende, SPAR-Kontrollsystem aufgenommen. Darin enthalten ist unter anderem die ausnahmslose österreichische Herkunft der bei SPAR angebotenen Eier. Ebenso wie strenge Richtlinien der gesamten Produktionskette – vom Landwirt über die Packstelle bis in die Supermärkte. Neben Herkunft und Futter sind die neuesten Standards in Produktqualität, Hygiene und Tierschutz zentrale Punkte.

„Soja ist für die Tierfütterung aufgrund des hohen Eiweißanteils unverzichtbar. Mit der Umstellung tragen wir nicht nur dazu bei, lange Transportwege zu vermeiden, sondern wir stellen uns auch gegen die für den Sojaanbau betriebene Abholzung des brasilianischen Regenwaldes“, sagt Dr. Gerhard Drexel, SPAR-Vorstandsvorsitzender. Mit der Mitgliedschaft bei Donau Soja stärkt SPAR nicht zuletzt die heimische Landwirtschaft.

Wissensvermittlung: Österreichisches Know-how für Europa

Donau Soja wird im Frühjahr 2014 mithilfe der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) – vorbehaltlich der endgültigen Genehmigung des BMZ - ein Sojakompetenzzentrum im serbischen Novi Sad errichten. Hier sollen in weiterer Folge Schulungen für Landwirte stattfinden, um ökologisch nachhaltigen Sojaanbau und die Vorteile von Soja im Rahmen der Fruchtfolge zu vermitteln.

Mit Forschung zum Erfolg

„Sojaexperten aus Zentral- und Osteuropa, die sehr viel praktische Erfahrung mit dem Anbau von Soja – allerdings wenig finanzielle und technische Mittel haben – treffen auf mitteleuropäische Institutionen mit sehr guter technischer Ausstattung und züchterischem Know-how. In der Zusammenarbeit der beiden Seiten liegt deshalb eine große Chance“, sagt Krön.

Der Ausblick: Umstellung der Schweinefütterung als nächster Schritt

Donau Soja als Zertifizierer des gentechnikfreien Anbaus gibt den Konsumenten die Möglichkeit, sich zu entscheiden. Der Verein verbindet Konsumenten und Produzenten mit einer gemeinsamen Marke – für Sojabohnen, Sojaprodukte und tierische Lebensmittel aus der Fütterung mit Donau Soja. „Eier sind nur der Anfang – der Handel denkt bei entsprechender Verfügbarkeit der Futtermittel in ausreichender Menge und Qualität laut über die Umstellung der Schweinefütterung nach“, ist Krön zu recht stolz. Die Marke Donau Soja kann von jenen Mitgliedern geführt werden, die strenge Richtlinien und mehrstufige Kontrollen einhalten.

Über Donau Soja:

Der Verein Donau Soja ist ein gemeinnütziger, unabhängiger Verein, und stellt die wesentlichste österreichische Initiative im Agrarbereich dar. Der Verein Donau Soja vereint Zivilgesellschaft, Politik und wesentliche Wirtschaftsunternehmen aller Bereiche der Wertschöpfungskette von der gentechnikfreien Saatgutproduktion bis zum tierischen und pflanzlichen Lebensmittel. Donau Soja steht für gentechnikfreies, herkunftsgesichertes Qualitätssoja aus der Donau Region und umfasst knapp 100 Mitglieder aus ganz Europa. Der Verein Donau Soja hat sich zur Aufgabe gesetzt, die Bedingungen für erfolgreichen Sojaanbau in Europa zu verbessern und den Soja-Import zu minimieren.

Weiter Informationen über Donau Soja finden Sie unter www.donausoja.org.