Blühende Nachhaltigkeit: HOFER veröffentlicht Einkaufspolitik für Blumen und Pflanzen

(Sattledt, 25. Oktober 2018; HOFER) Als erster österreichischer Lebensmittelhändler hat HOFER eine eigene Blumen- und Pflanzen-Einkaufspolitik veröffentlicht und setzt somit sein Nachhaltigkeitsengagement in dieser Produktgruppe fort. Ein Schwerpunkt liegt neben nachhaltigen Produktionsbedingungen und Transparenz auch beim Thema Bienenschutz, dem sich HOFER bereits seit mehreren Jahren intensiv widmet.

Eine nachhaltig gestaltete Beschaffung von Produkten in der globalen Lieferkette spielt eine wichtige Rolle für ein verantwortungsvolles Handeln gegenüber Kunden, Geschäftspartnern, der Natur und der Umwelt. Diesem Ziel hat sich HOFER mit der Nachhaltigkeitsinitiative „Projekt 2020“ klar verschrieben. Mit der Einkaufspolitik für Blumen und Pflanzen setzt der Lebensmittelhändler nun ein weiteres Zeichen.

Entlang der Lieferkette sind bei der Produktion von Blumen- und Pflanzenprodukten sowohl soziale und ökonomische als auch ökologische Herausforderungen gegeben. Während Topfpflanzen meist in Europa heranwachsen, werden Schnittblumen häufig in afrikanischen Ländern produziert, in denen geregelte Arbeits- und Sozialbedingungen keine Selbstverständlichkeit sind. HOFER hat im Rahmen der Corporate Responsibility-Grundsätze „Sozialstandards in der Produktion“ Mindestanforderungen festgelegt, die als Handlungsrahmen für sämtliche Lieferanten und Geschäftspartner dienen. In der Pflanzenproduktion spielt außerdem der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln eine bedeutende Rolle. Wir erwarten von unseren Lieferanten, dass alle Blumen- und Pflanzenerzeugnisse nach der guten landwirtschaftlichen Praxis (Good Agricultural Practice - GAP) produziert werden. Dies umfasst unter anderem Aspekte des integrierten Pflanzenschutzes, den Schutz des Grundwassers sowie eine nachhaltige Bodenbewirtschaftung.

Außerdem legt HOFER Wert darauf, dass viele Pflanzenprodukte von regionalen, österreichischen Familienbetrieben bezogen werden. Diese Betriebe setzen sich bereits seit längerem mit Nachhaltigkeitsgedanken auseinander und haben entsprechende Maßnahmen gesetzt, um möglichst ressourcenschonend in Österreich produzieren zu können. So hat beispielsweise die Gärtnerei Schacherl aus Pichling bei Stainz (Stmk) den Einsatz von synthetischen Düngemitteln um mehr als 60 Prozent reduziert und bewirtschaftet auf einer Fläche von rund 70.000 m2 eine Blumenwiese als wichtige Nahrungsquelle für Bienen. Weitere nachhaltige Maßnahmen der Lieferanten des Lebensmittelhändlers sind u. a. die Verwendung einer Hackschnitzelheizung zur Wärmeversorgung von Glashäusern, Photovoltaikanlagen zur Reduzierung des Strombedarfs sowie Ebbe-Flut-Systeme, die mit Dünger belastetes Wasser aufbereiten, sodass dieses nicht ins Grundwasser gelangt.

 

Schwerpunkte der Einkaufspolitik für Blumen und Pflanzen

Im Fokus der Einkaufspolitik stehen vier Bereiche, in denen Maßnahmen und Ziele festgelegt wurden, die bis Ende 2019 vollständig erfüllt werden sollen: Zertifizierungen und Standards, Sozialstandards, Transparenz und Rückverfolgbarkeit sowie Bienenschutz. Alle Blumen- und Pflanzenprodukte sollen bis spätestens Ende 2019 über eine Zertifizierung nach GLOBALG.A.P oder einem gleichwertig anerkannten Standard verfügen. Darüber hinaus ist auch eine Sozialevaluierung erforderlich, wie das GLOBALG.A.P. Modul GRASP oder ein anderer von HOFER anerkannter Standard wie zum Beispiel der FAIRTRADE Standard, welcher bereits jetzt bei vielen Schnittblumen zur Anwendung kommt. Für Transparenz und Rückverfolgbarkeit sorgt das GGN-Verbraucherlabel, mit dem seit Sommer 2017 Blumen und Zierpflanzen, die von GLOBALG.A.P. zertifizierten Farmen stammen, versehen werden können. Das Label wird sukzessive für Blumen und Zierpflanzen eingeführt.

„Wir freuen uns, dass HOFER seinen Kunden mit Einführung des GGN Labels künftig die Möglichkeit bieten möchte, den Ursprung ihrer Blumen transparent zurückverfolgen zu können“, sagt Kristian Möller, Geschäftsführer von GLOBALG.A.P., über die neuesten Bestrebungen von HOFER. „Zugleich eröffnet dies auch den GLOBALG.A.P. zertifizierten Erzeugern die direkte Kommunikation zum Endkunden für eine transparente Darstellung ihres verantwortungsvollen Umgangs mit natürlichen Ressourcen und Arbeitsschutz."

Im Bereich Bienenschutz setzt HOFER seit mehreren Jahren vielfältige Maßnahmen. So wurde bereits 2013 ein Bienenhotel in Sattledt, welches mittlerweile etwa 400.000 Bienen beheimatet und bio-zertifiziert ist, eröffnet. Außerdem wurde ein mit bisher 350.000 Euro dotierter Bienenschutzfonds gemeinsam mit dem Naturschutzbund gegründet, mit dem lokale Bienenprojekte unterstützt werden, die sich dem Schutz der Wildbienen und der Bewusstseinsbildung widmen. HOFER verfolgt darüber hinaus ein Pestizid-Monitoring-Programm bei Schnittblumen und ab 01.01.2019 auch bei Topfpflanzen, welches dem Schutz von Mensch und Umwelt, aber auch dem Schutz von Bienenpopulationen und anderen Bestäubern dient.

HOFER hat bereits für viele Rohstoff- und Produktgruppen eigene Einkaufspolitiken etabliert, beispielsweise für Kaffee, Kakao oder Fisch. Diese stellen einen verbindlichen Handlungsrahmen für Lieferanten und Geschäftspartner dar und helfen dabei, die Erwartungen und Ziele gegenüber den Akteuren entlang der Lieferkette zu formulieren.

 

Über Projekt 2020

Unter „Projekt 2020“ bündelt HOFER seit 2013 sein Engagement im Bereich Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung. Dazu gehören bestehende Umstellungs- und Optimierungsprozesse ebenso wie Leuchtturmprojekte, die sich durch aktive Kunden- und Mitarbeitereinbindung auszeichnen. Inhaltlich konzentrieren sich die Projekte auf die fünf Schwerpunkte Gesundheit, Klimaschutz, Ressourcen, Vertrauen und Miteinander. Großer Teilerfolg: Seit Jänner 2016 arbeitet HOFER zu 100 % CO2-neutral und wurde dafür beim weltweit bedeutendsten Umweltpreis, dem Energy Globe World Award, mit dem 1. Platz in der Kategorie „Luft“ ausgezeichnet. Die Initiative „Projekt 2020“ wird inhaltlich von einem Stakeholder-Beirat bestehend aus externen Experten aus dem Energie-, Gesundheits-, Umwelt- und Medienbereich begleitet. Weitere Informationen finden sich unter projekt2020.at.