Urbanes Gärtnern: Hofer vergibt 50.000 Euro Preisgeld an kreative Stadtgärten

(Sattledt, 21. April 2017; Hofer) Im Februar hatte Hofer im Rahmen seiner Nachhaltigkeitsinitiative „Projekt 2020“ einen mit 50.000 Euro dotierten Ideenwettbewerb ausgerufen. Gesucht wurden kreative Urban Gardening-Projekte, die zum Nachmachen anregen.  Die zehn Gewinner-Initiativen zeigen: Mit Ideenreichtum, Engagement und Teamwork lässt sich auch auf kleinsten Flächen erfolgreich Obst und Gemüse großziehen. Hofer stellt drei Siegerprojekte vor.  

Immer mehr Stadtbewohner verwandeln ihren Lebensraum in grüne Oasen und bewirtschaften - immer häufiger als Gemeinschaft - kleinste landwirtschaftliche Flächen in Eigenregie. Obst und Gemüse aus eigenem Anbau schmeckt nicht nur besser, es vermittelt auch den Wert der Lebensmittelerzeugung. Um diese Entwicklung zu fördern, rief Hofer im Rahmen seines Landwirtschaftsprojekts „Genuss aus eigener Hand“ gemeinnützige Organisationen und Vereine in Österreich dazu auf, ihre Urban Gardening Projekte zu präsentieren. Zehn Bewerber wurden unter allen Teilnehmern ausgewählt, deren grüne Ideen die Fachjury besonders begeistert haben. Ihre Kreativität wird nun mit jeweils 5.000 Euro belohnt.

Grüne Paradiese gefunden: Drei Gewinner des Urban Gardening-Wettbewerbs

Öffentliche Gartenprojekte haben nicht nur einen positiven Einfluss auf die Artenvielfalt im urbanen Raum. Dass in Gemeinschaftsgärten mehr wächst als nur selbstherangezogenes Gemüse, beweisen Projekte wie der Wiener Verein „Gartenpolylog“, der Innsbrucker Gemeinschaftsgarten „innsGART'l“ und das „Forum Urbanes Gärtnern“ in Graz.

  • Sophiengarten Wien - Zusammenarbeit mit Verein Gartenpolylog, GärtnerInnen der Welt kooperieren

Mehr als zehn Jahre lag der Sophiengarten, ein ehemaliger Kinderspielplatz im dritten Wiener Gemeindebezirk, brach. Vom Bezirk beauftragt, unterstützt der Verein „Gartenpolylog“ die Gruppe rund um den Sophiengarten noch bis Ende Juni beim Anlauf des Projekts. Anschließend werden Konzept und Ideen von den ehrenamtlichen Mitgliedern der „Sophiengarten“-Initiative umgesetzt. Das Ziel: gemeinsam mit der Nachbarschaft einen öffentlichen Garten zu gestalten und wachsen zu lassen und damit der Fläche wieder eine Identität zu geben. Entstehen soll eine grüne Oase mit Infrastruktur, Aufenthaltsqualität und einer individuellen Note zwischen Bundesstraße und Donaukanal. „Politische Unterstützung haben wir, finanzielle jedoch kaum. 5.000 Euro von Hofer bedeuten für uns ein großes Stück gestalterische Freiheit. Denn Ideen haben wir viele: Hochbeete, eine Outdoor-Kochstelle, eine begrünte Pergola, flexible Gartenmöbel für Feste und natürlich allgemeine Infrastruktur“, so Clemens Kauffmann von der Initiative „Sophiengarten“.

  • Gemeinschaftsgarten innsGART'l - Verein freipflanzen

„innsGART'l“ wurde 2013 in insgesamt 2.000 Arbeitsstunden von dem gemeinnützigen Verein „freipflanzen“ errichtet. In Innsbrucks größtem Gemeinschaftsgarten bauen rund 115 Vereinsmitglieder - darunter eine  Waldorfschule, drei Restaurants, Sozialvereine und Asylwerber - auf Privat- und Gemeinschaftsbeeten Bio-Gemüse, Kräuter und Blumen an. Mitten in Tirols Landeshauptstadt verschmelzen dadurch urbane Selbstversorgung, soziale Begegnung, ein Veranstaltungsort für Workshops und eine Blütenoase für 50.000 Stadtbienen und zahllose Schmetterlinge. Christoph Klocker vom Verein „freipflanzen“ über das innovative Vorhaben für 2017 und die Verwendung der 5.000 Euro von Hofer: „Im Garten werden Pflanzenkohle sowie die besonders fruchtbare ‚Terra Preta‘ produziert - beides wertvolle CO2 Speicher. Dazu benötigen wir einen Häcksler und Stromanschluss. Im Herbst muss dann der Garten aufgrund eines Wohnbauprojekts leider komplett übersiedeln, was außerordentliche Ausgaben verursacht.“

  • Selbsterntegarten Am Steinfeld: Verein Forum Urbanes Gärtnern Graz

Auf einer von der Stadt Graz zur Verfügung gestellten 900 m² großen Brache errichtet das „Forum Urbanes Gärtnern“ in Graz einen Gemeinschaftsgarten. Damit soll Grazern, die nicht über einen Garten verfügen, Zugang zum Selbsternten ermöglicht werden. „Die ‚essbare Stadt‘, die es gilt, auch in Graz zu etablieren, soll hier ihren Anfang nehmen“, erklärt die ehrenamtliche Gärtnerin Anneliese Scherz. „Das Wissen um gärtnerische Kulturtechniken zur Lebensmittelproduktion geht im urbanen Umfeld leider immer mehr verloren. Wir wollen es Kindern und Erwachsenen ermöglichen, sich niederschwellig und offen an das Gärtnern heranführen zu lassen. Dazu werden wir Workshops und Seminare im Garten anbieten.“ Da die Fläche an einer stark befahrenen Durchzugsstraße liegt, kann der Boden nicht zum Gemüsegärtnern genutzt werden. Stattdessen kommen vorwiegend mobile Hochbeete zum Einsatz. Die 5.000 Euro Gewinnerprämie von Hofer kommen hier gerade recht, um Holz und Erden für den Bau der Hochbeete, Pflanzsubstrat zum Befüllen sowie die Gartenausstattung zu finanzieren.

Details zu allen zehn Gewinnerprojekten gibt es online unter www.projekt2020.at nachzulesen. 

 

Über Projekt 2020

Unter „Projekt 2020“ bündelt Hofer seit Frühjahr 2013 sämtliche Nachhaltigkeitsaktivitäten. Dazu gehören bestehende Umstellungs- und Optimierungsprozesse ebenso wie Leuchtturmprojekte, die sich durch aktive Kundeneinbindung auszeichnen. Inhaltlich konzentrieren sich die neuen Projekte auf die fünf Schwerpunkte Gesundheit, Klimaschutz, Ressourcen, Vertrauen und Miteinander. Großer Teilerfolg: Seit Jänner 2016 arbeitet Hofer zu 100 % CO2-neutral und wurde dafür beim weltweit bedeutendsten Umweltpreis, dem Energy Globe World Award, mit dem 1. Platz in der Kategorie „Luft“ ausgezeichnet. Die Initiative „Projekt 2020“ läuft mindestens bis zum Jahr 2020 und wird inhaltlich von einem Stakeholder-Beirat bestehend aus externen Experten aus dem Energie-, Gesundheits-, Umwelt- und Medienbereich begleitet. Weitere Informationen finden sich unter www.projekt2020.at.