Pflanzen für drinnen
Tipps für grüne Oasen und kreative Arrangements
Egal ob erst frisch umgezogen oder schon länger in den eigenen vier Wänden wohnhaft – so richtig gemütlich wird es erst mit der passenden Dekoration. Hier dürfen Blumen und Zimmerpflanzen für viele auf keinen Fall fehlen: Ab und zu ein paar schöne Schnittblumen auf dem Esstisch oder klassische Pflanzen für drinnen wie Orchideen, Kakteen und Co. verschönern jeden Raum und sorgen für ein angenehmes Ambiente.
Wer selbst noch keinen grünen Daumen hat, kann jedoch mit den richtigen Tipps und Tricks zur Pflanzenpflege über sich hinauswachsen und sich eine eigene grüne Oase schaffen.
Die passende Pflanze für jeden Anspruch
Wenn du auf der Suche nach den perfekten Zimmerpflanzen bist, solltest du nicht nur nach der Optik gehen. Damit sie dauerhaft gedeihen, ist es entscheidend, die Pflanze passend zu den Gegebenheiten deiner Wohnung und zu deinem eigenen Lebensstil zu wählen. Die folgende Einteilung hilft dir dabei, genau die Pflanzen für drinnen zu finden, die optimal zu deinem Zuhause passen.
Pflegeleichte Pflanzen für Anfänger:
Es gibt zahlreiche Pflanzen für drinnen, die besonders robust und pflegeleicht sind. Folgende Arten sind daher nur ein kleiner Auszug derer, die Ihnen fast jeden Fehler verzeihen und ideal sind für alle, die wenig Zeit für die Pflege haben:
- Bogenhanf: Eine der wohl robustesten Zimmerpflanzen. Er braucht kaum Wasser und filtert zudem nachts Schadstoffe aus der Luft.
- Aloe Vera: Ein Multitalent, das nicht nur dekorativ ist, sondern auch Heilkräfte besitzt. Sie speichert Wasser in ihren Blättern und muss daher selten gegossen werden.
- Elefantenfuß: Diese Zimmerpflanze kann große Mengen an Wasser in ihrem Stamm speichern und muss daher kaum gegossen werden. Ein sonniger Standort ist ideal, der kleine Baum kommt aber auch im Halbschatten gut zurecht.
- Grünlilie: Sie ist extrem anpassungsfähig, wächst schnell und bildet hübsche Ableger – perfekt, um die Wohnung kostengünstig zu begrünen.
- Yucca-Palme: Ob sonniger Standort oder ein Plätzchen im Halbschatten – die pflegeleichte Palme benötigt kaum Wasser und ist auch geeignet, wenn du nicht mit einem grünen Daumen gesegnet bist.
Pflanzen für dunkle Ecken
Grundsätzlich benötigen Pflanzen Licht für die Photosynthese. Aber nicht jeder hat lichtdurchflutete Räume zur Verfügung. Folgende Arten gedeihen beispielsweise auch im Halbschatten oder Nordzimmer:
- Efeutute: Diese Kletterpflanze für drinnen ist ein wahrer Überlebenskünstler und rankt auch an schattigeren Plätzen munter vor sich hin.
- Einblatt: Eine der beliebtesten blühenden Topfpflanzen, die auch mit weniger Licht elegante Blüten bildet.
- Bogenhanf und Grünlilien: Diese Pflanzen sind auch in dunklen Räumen wahre Gewinner, da sie in puncto Licht sehr flexibel sind.
Statement-Pflanzen & Palmen für drinnen
Wenn du eine Ecke im Raum optisch füllen möchtest, greifst du am besten zu großblättrigen Arten oder hohen Stämmen, wie zum Beispiel:
- Monstera Deliciosa oder Fensterblatt: Mit ihren riesigen, geschlitzten Blättern ist sie die ultimative Pflanze für einen grünen Ankerpunkt im Raum.
- Palmen: Goldfruchtpalmen oder Bergpalmen bringen sofort tropisches Flair und Struktur in große Flächen.
- Olivenbaum für drinnen: Er wirkt edel und sorgt für den mediterranen Touch. Sorge aber für einen hellen Platz und vermeide Staunässe.
Haustierfreundliche, ungiftige Zimmerpflanzen
Für Besitzer:innen von Hunden und Katzen ist die Auswahl der Pflanzen entscheidend, da viele Klassiker wie Monstera oder Efeu giftig sein können.
- Bergpalme: Eine gute Wahl bei Haustieren, da sie für Katzen, Hunde sowie Vögel völlig unbedenklich ist. Sie kann sowohl in hellen Räumlichkeiten als auch auf schattigen Balkonen oder Terrassen stehen.
- Korbmarante: Sie ist bekannt für ihre schönen Blattmuster und garantiert ungiftig. Achte auf einen hellen Standort, aber ohne direkte Sonneneinstrahlung.
- Geldbaum: Auch als Glücksbaum bekannt fühlt sich diese ungiftige Pflanze vor einem Fenster besonders wohl. Heizungsluft soll aber vermieden werden.
- Grünlilie: Hier sind zwar die Blätter ungiftig, jedoch sind die Samen, die sich aus den Blüten bilden, leicht giftig. Daher ist sie nicht empfehlenswert, wenn du Haustiere besitzt.
Die richtige Pflege ist das A und O
Ob Schnittblumen aller Art, Bonsai oder Kaktus - jede Pflanze hat ihre ganz eigenen Bedürfnisse und muss individuell behandelt und gepflegt werden. Mit ein wenig Information zu den hauseigenen Zimmerpflanzen kann man sich jedoch lange an ihnen erfreuen.
Der ideale Standort: Licht und Temperatur
- Direkte Sonne: Ideal für Wüstenbewohner wie den Kaktus, Sukkulenten oder einen Olivenbaum für drinnen. Diese sollten direkt am Südfenster stehen.
- Indirektes Licht: Die meisten Grünpflanzen für drinnen (wie Monstera oder Philodendron) lieben es hell, aber ohne pralle Mittagssonne, die ihre Blätter verbrennen könnte.
- Schatten: Farne und die Glücksfeder gedeihen auch in dunkleren Zimmerecken.
- Temperatur: Achte auf Zugluft. Besonders tropische Pflanzen reagieren empfindlich auf kalte Luftzüge beim Lüften im Winter. Auch Fußbodenheizungen können die Erde zu schnell austrocknen – hier helfen Pflanzenhocker.
Bewässerung und Wasserqualität
- Die Fingerprobe: Stecke den Finger 2–3 cm tief in die Erde. Ist sie trocken? Dann gießen. Ist sie noch feucht? Dann noch warten.
- Staunässe vermeiden: Dies ist der größte Feind und weniger ist oft mehr. Achte auf Ablauflöcher im Topf und gieße überschüssiges Wasser im Übertopf nach 15 Minuten ab – besonders wichtig bei empfindlichen Palmen für drinnen.
- Wasserqualität: Viele Pflanzen wie Orchideen oder Farne bevorzugen kalkarmes Wasser.
Luftfeuchtigkeit und Blattpflege
- Mit Wasser besprühen: Viele tropische Pflanzen lieben es, gelegentlich mit kalkfreiem Wasser besprüht zu werden.
- Staub entfernen: Große Blätter (z. B. bei der Monstera) sollten regelmäßig mit einem feuchten Tuch abgewischt werden. Staub blockiert die Lichtaufnahme und die Atmung der Pflanze.
- Luftfeuchtigkeit erhöhen: Im Winter hilft eine Schale mit Wasser auf der Heizung oder ein Luftbefeuchter, um braune Blattspitzen zu vermeiden.
Nährstoffe und Wachstum: Düngen & Umtopfen
- Düngen: In der Hauptwachstumszeit von März bis Oktober solltest du, je nach Pflanzenart, alle zwei bis vier Wochen flüssigen Zimmerpflanzendünger ins Gießwasser mischen.
- Umtopfen: Alle 1–2 Jahre benötigen die meisten Pflanzen frisches Substrat und einen größeren Topf, damit die Wurzeln Platz haben. Der beste Zeitpunkt hierfür ist das zeitige Frühjahr.
DIY-Idee für ein grünes Zuhause: Ikebana-inspiriertes Blumenarrangement
Wenn du dich gerne kreativ auslebst, bieten Pflanzen zahlreiche Möglichkeiten. So bringt beispielsweise ein selbstgemachtes Blumenarrangement einen ganz besonderen Zauber in die eigenen vier Wände.
In Japan gibt es eine besonders kunstvolle Art Blumen zu arrangieren – sie nennt sich „Ikebana“ und heißt frei übersetzt so viel wie „Blumen zum Leben erwecken“. Klingt schön, oder? Und das ist es auch. Ikebana zeigt, wie detailverliebt und abwechslungsreich man verschiedenste Pflanzen in Szene setzen kann. Dabei wird besonders viel Wert auf ein reduziertes und harmonisches Gesamtbild gelegt und es muss nicht immer ein üppiger, bunter Blumenstrauß sein. Auch einzelne Blüten und Blätter können als Solisten sehr edel und schön aussehen. In einem Ikebana-Gesteck werden alle Pflanzen so angeordnet, dass sich die Schönheit jeder einzelnen entfalten kann.
Welche Blumen verwendet man am besten für Ikebana?
Besonders gut eignen sich einzelne Blüten und Blätter, am besten in unterschiedlichen Formen. Aber auch schlichte Gräser, knorrige Äste und Zweige und alles, was die Natur gerade bietet, kann man wunderbar dafür verwenden. Beim traditionellen Ikebana gibt es strenge Gestaltungsregeln, doch in der einfachsten Variante werden drei Hauptebenen gebildet:
- Die höchste, die für den Himmel steht.
- Die mittlere für die Erde.
- Und die unterste Ebene für den Menschen.
Wie bekommt man die Blumen in der Vase zum Stehen?
Damit die Blumen auch in Form bleiben, brauchst du einen Blumensteckigel, den sogenannten Kenzan. Er sieht ein bisschen wie ein Nadelkissen oder ein kleiner Igel aus. Darauf steckst du dann den jeweiligen Blumenstiel bzw. klemmst den Ast zwischen den Nadeln ein. Der Kenzan wird üblicherweise nur in die Schale gelegt. Da er meist aus Metall besteht, hält sein Gewicht ihn am Boden. Für besonders ausladende Gestecke gibt es aber auch Blumenigel mit einem Saugnapf, die du für einen besseren Halt am Boden der Schalen befestigen kannst.
Tipp: Alternativ kannst du auch einen biegsamen Aluminiumdraht verwenden. Diesen biegst du zu einem gröberen Knäuel zusammen und legst ihn in die Vase. In den so entstandenen Zwischenräumen kannst du genauso gut Pflanzen im luftigen Ikebana-Style anordnen.
Einfaches DIY-Ikebana – Schritt für Schritt
Benötigtes Material:
- Schale, Vase etc.
- Kenzan, Blumenigel
- Schnittblumen, Äste, Zweige etc.
- Blumenschere
So wird‘s gemacht:
Schritt 1:
Um den luftig-minimalistischen Ikebana-Stil zu erreichen, brauchst du als Erstes den Blumenigel, auch Kenzan genannt. diesen legst du mittig in deine Schale oder Vase.
Schritt 2:
Nun wählst du die erste Pflanze aus und kürzt den Stiel mit der Blumenschere auf die gewünschte Länge. Wenn nötig, entfernst du die Blätter, die in der Vase verschwinden würden, und steckst die Pflanze anschließend mit dem Stiel in den Kenzan. Im Beispiel als höchste Ebene: weiße Lilien.
Schritt 3:
Nimm nun die nächste Pflanze und lass sie immer wieder kurz auf dich wirken, bevor du sie in das Arrangement integrierst.
Schritt 4:
Als letzte Zugabe kannst du noch niedrige Blumen und Blätter kombinieren, die locker über den Schalenrand fallen. Am besten experimentierst du mit verschiedenen Pflanzen, die sich optisch ergänzen, und schaust, was Schönes daraus entsteht. Dabei gibt es kein Richtig oder Falsch – erlaubt ist, was gefällt.
Schritt 5:
Die Schale zum Schluss nur noch mit Wasser anfüllen und fertig ist dein eigenes Ikebana-Gesteck.
DIY-Ikebana mit deutlicheren Höhenunterschieden
Schritt 1:
Beginne mit einem großen, breiten Fächerblatt, das du schräg in den Kenzan steckst.
Schritt 2:
Auf die mittlere Ebene setzt du wieder die weißen, noch geschlossenen Lilien.
Schritt 3:
Um die unterste Ebene zu füllen, kannst du hier Blüten, zartes Füllgrün und Ahornblätter verwenden.
Häufig gestellte Fragen zum Trocknen von Kräutern
