Gartenkalender – quer durch das Gartenjahr
Mit unserem Gartenkalender begleiten wir dich durch das gesamte Jahr. Von der Gartenarbeit im Frühling bis zur Ernte im Herbst und den Möglichkeiten im Winter haben wir die wichtigsten Gartenarbeiten für jeden Monat zusammengefasst. Wir verraten, wann du aussähen, vorziehen und ernten kannst. Außerdem erfährst du, wie häufig du gießen solltest, ob ein Strauchschnitt erforderlich ist, die Blumen gedüngt werden müssen oder welche Pflege der Rasen benötigt. So hast du immer einen praktischen Gartenplan zur Hand und kannst jederzeit loslegen.
Übersichtlich und kompakt: Dein Gartenkalender von HOFER
Grundsätzlich gilt: Wer rechtzeitig plant, erspart sich Ärger, Stress und Geld. Besonders im Winter gibt es nicht viel im Garten zu tun, daher nutzen begeisterte Gartenfans diese Gelegenheit bereits, um in aller Ruhe die nächste Saison zu planen. Denn mit guter Vorbereitung ist selbst der Arbeitsaufwand für das Umgestalten oder Neuanlegen überschaubar. Außerdem solltest du auch ein paar Pflegeregeln für die kalte Jahreszeit beherzigen, bevor im März wieder das nächste Gartenjahr beginnt.
Damit du ganz genau weißt, was wann im Garten zu tun ist, haben wir hier alles Wissenswerte zu den wichtigsten Gartenarbeiten übersichtlich pro Monat zusammengefasst.
Jänner: Gartensaison planen und erste Aussaaten
- Im Jänner hält der Garten seinen Winterschlaf – doch ganz untätig musst du nicht sein. Nutze die ruhige Zeit, um die kommende Saison zu planen und erste Aussaaten zu starten.
- Säen, pflanzen und ernten:
- Auf der Fensterbank kannst du bereits Tomaten und Paprika vorziehen, sie brauchen eine lange Anzuchtzeit.
- Im Frühbeet lässt sich Salat aussäen, wenn die Temperaturen mild genug sind.
Pflegen:
- Im Winter haben die meisten Pflanzen einen niedrigeren Wasserbedarf. Ganz austrocknen sollten sie dennoch nicht. Gieße nur mäßig, dafür regelmäßig an frostfreien Tagen.
- Bei zu viel Schnee können sich Hecken aufgrund der Gewichtslast sehr schnell verbiegen oder brechen. Befreie daher deine Hecken regelmäßig von der Schneelast, wenn diese zu schwer wird.
- Wenn gar kein Schnee liegt, solltest du das letzte Laub vom Rasen entfernen. Bei der feuchten Witterung beginnt es sonst zu faulen und es schädigt den Rasen darunter.
Sonstige Arbeiten:
- Der Jänner ist ideal, um Saatgut zu sichten, Beete auf Papier zu planen und den Fruchtwechsel für die neue Saison festzulegen.
Februar: Erste Vorbereitungen auf den Frühling
Die ersten Sträucher beginnen bei milder Witterung auszutreiben. Noch ist es aber zu früh für große Aktionen im Freien. Doch mit den Vorbereitungen auf den Frühling kann jetzt begonnen werden.
Säen, pflanzen und ernten
- Im Freien kannst du bereits Vogerlsalat, Radieschen, Spinat und Karotten säen.
- Im Gewächshaus sind Kräuter, Knoblauch, Häuptelsalat, Rettich, Kohlrabi und Radieschen an der Reihe.
- Grünkohl und Kohlsprossen können noch geerntet werden.
Pflegen
- Befreie auch im Februar Sträucher und Hecken regelmäßig von dicken Schneedecken, damit keine Äste brechen.
- Nutze die Zeit, um die Gartengeräte gründlich zu reinigen: Roststellen entfernen, Klingen schleifen, alles ölen. Um Pilzsporen zu beseitigen, sollten Blumentöpfe und Gefäße am besten mit heißem Wasser und Essigreiniger gesäubert werden, bevor neue Pflanzen einziehen.
Sonstige Arbeiten
- Wer frühlingsblühende Pflanzen möchte, kann diese jetzt auf der Fensterbank oder im Gewächshaus vorziehen.
März: Auf in eine erfolgreiche Gartensaison
Im März erwacht der Garten langsam aus seinem Winterschlaf. Die ersten Arbeiten im Freien stehen an und wer jetzt gut vorbereitet ist, legt den Grundstein für eine erfolgreiche Gartensaison.
Säen, pflanzen und ernten
- Jene Blumen und Pflanzen vorbereiten, die bald ausgesetzt werden sollen.
- Du kannst bereits Gurken im Glashaus anbauen.
- Im Freien überleben Steckzwiebel und Knoblauch. Auch Kresse ist robust genug für die noch kühlen Temperaturen.
Pflegen
- Räume im März die Beete aus und jäte das Unkraut.
- In der ersten Monatshälfte können noch Obstbäume geschnitten und Austriebe vorbeugend gegen Schädlinge behandelt werden.
- Rosen zurückschneiden, Stauden und Ziergräser teilen.
- Weniger empfindliche Kübelpflanzen nach dem Umtopfen und Zurückschneiden aus dem Glashaus ins Freie bringen.
- Beerensträucher und Beete mit Kompost versorgen.
- Wein und Kräuter zurückschneiden.
- In der zweiten Monatshälfte ist das Vertikutieren und Düngen des Rasens angesagt.
Sonstige Arbeiten
- Winterschutz und Mulchdecken von Ziersträuchern entfernen
- Staudenbeete düngen.
Garten-Tipp: Fruchtwechsel
Um den Boden gesund und ertragreich zu halten, sollten die Beete immer abwechselnd bepflanzt werden. Dabei wird zwischen „Starkzehrer“, „Mittelzehrer“ und „Schwachzehrer“ unterschieden und so die Pflanzreihenfolge bestimmt:
1. Jahr – Starkzehrer:
- Pflanzen mit hohem Nährstoffbedarf
- alle Kohlsorten, Gurken, Erdäpfel, Erdbeeren, Zucchini, Lauch, Tomaten, Kürbis
2. Jahr – Mittelzehrer:
- Pflanzen mit mittlerem Nährstoffbedarf
- Spinat, Zwiebel, Karotten, Salat, Knoblauch, Radieschen, Kohlrabi, Rote Rüben, Paprika, Melonen, Fenchel, Schwarzwurzeln
3. Jahr – Schwachzehrer:
- Pflanzen mit geringem Nährstoffbedarf
- Bohnen, Erbsen, Kräuter
Tipp: Ein Gartentagebuch mit Skizze kann dir beim Erinnern helfen, was wann zuletzt gepflanzt wurde.
April: Frühling im Garten
Der April bringt Schwung in den Garten: Die Temperaturen steigen, die Beete füllen sich und die ersten Frühlingsboten belohnen die Arbeit der vergangenen Wochen.
Säen, pflanzen und ernten
- In der ersten Monatshälfte können Sie Sträucher und Blütenstauden setzen.
- In der zweiten Hälfte folgen Balkon- und Ampelblumen sowie Dahlien und Gladiolen, auch Sommerblumen können nun angebaut werden.
- Im Kräutergarten können Sie bereits Majoran, Bohnenkraut und Thymian ansetzen bzw. düngen, oder Petersilie, Kresse, Kerbel sowie Dill säen.
- Auch für Erbsen und Lauch ist es nun Zeit unter die Erde zu wandern.
- Im Glashaus wachsen bereits Gurken, Tomaten und Basilikum.
- Für den ersten frischen Vitaminschub sorgen Schnittlauch und Bärlauch.
Pflegen
- Der erste Rasenschnitt ist fällig.
- Stauden brauchen Dünger.
- Zimmerpflanzen können Sie umtopfen.
Sonstige Arbeiten
- Kakteen dürfen ins Freie, aber zunächst noch sonnengeschützt aufstellen, denn Sonnenbrandgefahr besteht auch für Pflanzen!
- Wer einen Teich hat, sollte Filter sowie Pumpe prüfen und in Betrieb nehmen.
- Es sind darüber hinaus nur mehr wenige Wochen bis zur Badesaison. Kontrollieren Sie am besten jetzt schon, ob noch ausreichend Reinigungs- und Zusatzmittel zum Befüllen vorhanden sind.
Mai: Gartenarbeit im Wonnemonat
Der Mai ist der betriebsamste Monat im Garten. Vieles darf jetzt ins Freie. Allerdings erst, wenn die Eisheiligen vorüber sind, denn Nachtfrost ist bis Mitte Mai möglich.
Säen, pflanzen und ernten
- Vorgezogene Sommerblumen können jetzt ins Freie.
- Rosen und Balkonblumen dürfen gesetzt werden.
- Bei Bedarf kann auch der Rasen neu gesät werden.
- An einem geschützten Platz lassen sich Tomaten, Paprika, Kürbisse, Zucchini, Melonen und Sprossenkohl auspflanzen.
- Außerdem ist der Mai ideal, um Kräuter zu vermehren.
- Der erste Salat, Rettich und Basilikum sollten nun bereits erntereif sein.
Pflegen
- Forsythien zurückschneiden.
- Tulpen, Märzenbecher, Narzissen und Hyazinthen düngen und in der ersten Monatshälfte Samenansätze entfernen.
- Die Blütenreste abschneiden, wenn Bartiris, Flieder und Rhododendron bereits verblüht sind.
Garten-Tipp: Tomaten ausgeizen
Unter Ausgeizen versteht man das regelmäßige Abknipsen der kleinen Seitentriebe, die aus den Blattachseln wachsen. Die Pflanze konzentriert sich dadurch auf den Haupttrieb und die Früchte werden größer. Der Haupttrieb muss dafür gestützt und hochgebunden werden. Achtung: Bei Strauchtomaten entfällt das Ausgeizen.
Juni: Volle Blüte und erste Ernte
Im Garten ist nun Hochsaison für Blüten. Zudem kann im Juni bereits das erste Obst und Gemüse geerntet werden. Jetzt heißt es: regelmäßig pflegen, damit die Pracht so lange wie möglich anhält.
Säen, pflanzen und ernten
- Die zweite Pflanzung von Salat und Kohlrabi beginnt.
- Späte Stangenbohnen, Karotten, Radieschen, Spinat, Radicchio, Wurzelpetersilie und Herbstrettich können nun gesät werden.
- In der zweiten Monatshälfte Karfiol, Brokkoli, Kopf-, Eis- oder Pflücksalat, Fenchel, Porree und Stangensellerie pflanzen.
- Im Glashaus: Karfiol, Romanesco und Eisbergsalat.
- Kirschen, Erdbeeren, frühe Himbeeren, Stachelbeeren und Ribisel sind reif.
- Beobachten Sie die Erdbeeren dabei genau: Pflanzen mit hohem Ertrag sollten Sie sich merken, um genau diese später zu vermehren.
- Rhabarber nur noch bis spätestens Anfang Juli ernten.
Pflegen
- Tomaten regelmäßig ausgeizen.
- Gurken entspitzen (Haupttrieb nach dem 5., Seitentriebe nach dem 4. Blatt).
- Kübelpflanzen düngen, verwelkte Blüten entfernen.
- Rosen nach der ersten Blüte behutsam zurückschneiden.
- Lavendel und Polsterstauden ebenfalls nach der Blüte großzügig schneiden.
- Regelmäßig Rasen mähen, gießen (am besten frühmorgens) und Pflanzen auf Schädlings- und Pilzbefall kontrollieren.
- Den Boden bei Trockenheit mit einer Hacke auflockern oder vorbeugend mulchen.
Sonstige Arbeiten
- Hecken vorsichtig in Form schneiden. Sie sind Nistplatz und Schutz für viele Tiere.
- Bei der Schädlingsbekämpfung, wenn möglich auf biologische Mittel und Hausmittel setzen, da Chemie auch Nützlinge schädigt. Schonende Alternativen sind Brennnesseljauche oder die manuelle Entfernung.
Garten-Tipp: Apfelwickler bekämpfen
Die Raupen dieses lästigen Falters verursachen den gefürchteten „Wurm im Apfel“. Mit einem ganz einfachen Mittel können Sie dem jedoch vorbeugen:
Ab ca. Mitte Juni bis Ende August binden Sie 10 cm breite Ringe aus Wellpappe 30-50 cm über dem Boden um den Baumstamm. Die Raupen verkriechen sich dann darin und lassen sich so gut entfernen. Die angebrachten Ringe sollten während dieser Zeit wöchentlich überprüft werden. Die angebrachten Streifen erst Ende Oktober abmontieren. Frühzeitig abgefallene Früchte am besten sofort sammeln und in Wasser legen, um die Raupen zu vernichten. Erst danach diese Früchte kompostieren.
Juli: Sommerliche Gartenzeit
Im Juli stehen die meisten Sommerblumen in voller Blüte und an den Obstbäumen sind die ersten Fruchtansätze zu erkennen. Gießen hat jetzt oberste Priorität.
Säen, pflanzen und ernten
- Im Freien können Chinakohl, Endiviensalat, Rote Rübe und verschiedene Salate gesät werden.
- Im Gewächshaus ist Fenchel an der Reihe.
- Erdbeeren, Himbeeren, Kirschen, Gurken und Karotten sind erntereif.
Pflegen
- Der Blütengarten sollte in heißen Perioden mindestens zweimal pro Woche ausgiebig gegossen werden, der Gemüsegarten täglich.
- Am besten frühmorgens gießen. So kann das Wasser gut aufgenommen werden und auf Blättern abtrocknen, bevor die Hitze zunimmt.
- Mit einer Regenwassertonne sparen Sie Wasser und somit Geld. Zudem ist es besser verträglich für die Pflanzen.
- Unkraut regelmäßig jäten. Am besten funktioniert dies, solange die Triebe noch klein sind.
- Mulchen hilft gegen das Unkraut und schützt den Boden zusätzlich vor Austrocknung.
Sonstige Arbeiten
- Sommerblumen regelmäßig düngen und Verblühtes entfernen, um die weitere Blütenbildung zu fördern.
August: Erntezeit und Sommerausklang
Im August gilt ähnliches wie im Juli: Wer seinen Garten regelmäßig gießt und pflegt, wird bis in den Herbst hinein mit Ernte und Blütenpracht belohnt.
Säen, pflanzen und ernten
- Im Freien können Grünkohl, Spinat, Zwiebeln und Kohl gesät werden.
- Im Gewächshaus lassen sich noch Erbsen, Gurken und Erdäpfel anbauen.
- Brombeeren, Heidelbeeren, Himbeeren, Pfirsiche, Holunder, Zucchini, Mangold, Paprika, Zwiebeln, Knoblauch und Tomaten sind erntereif.
Pflegen
- Heckenpflanzen wie Thuje oder Hainbuche können bis Mitte August noch einmal in Form bringen.
- Stark von Schädlingen befallene Triebe entfernen – diese nicht kompostieren, da sich die Schädlinge sonst weiterverbreiten.
- Rasen regelmäßig mähen für kräftiges Wachstum. Aber nicht zu kurz, da er sonst leicht austrocknet.
- Sommerblumen stehen im August in voller Blüte. Regelmäßiges Gießen und Düngen verlängert diese Pracht bis in den Herbst hinein. Entferne regelmäßig Verblühtes und abgestorbene Triebe. Das fördert die Blütenbildung zusätzlich.
- Unkraut bei der Hitze zupfen. Auch robuste Pflanzen sind bei Wassermangel geschwächt und lassen sich leichter aus der Erde ziehen.
Sonstige Arbeiten – Erdbeeren pflanzen
- Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, um neue Erdbeerpflanzen zu setzen und damit den Grundstein für die Ernte im nächsten Frühjahr zu legen.
- Wurzeln dabei gut angießen, danach sparsamer wässern und gelegentlich düngen.
- Darauf achten, dass die Mittelknospe oberhalb der Erde liegt.
- Wo bereits Erdbeeren wuchsen, sollten mindestens vier Jahre lang keine mehr angebaut werden.
September: Ernte-Höhepunkt und Vorbereitungszeit
Die Temperaturen sinken allmählich, die Tage werden kürzer und die ersten Blätter verfärben sich. Der September ist die beste Erntezeit des Jahres – und gleichzeitig der Beginn der Wintervorbereitung.
Säen, pflanzen und ernten
- Im Freien können Endiviensalat, Knoblauch, Spinat, Winterrettich, Radieschen und Feldsalat für die Herbst- und Winterernte gesät werden.
- Kürbis, Mais, Tomaten, Zucchini, Bohnen, Zwetschken, Weintrauben, Brokkoli, Paprika, Chili, Äpfel, Birnen, Kiwis und Haselnüsse sind erntereif.
Pflegen
- Obstbäume bis zur Fruchtreifung ausreichend und regelmäßig gießen.
- In den Nächten kann es bereits sehr kalt werden. Empfindliche Pflanzen daher mit Vlies oder Folie schützen.
Sonstige Arbeiten
- Nicht winterharte Pflanzen allmählich ins Warme übersiedeln.
- Vorrat für den Winter anlegen: Obst und Gemüse einlagern oder verarbeiten.
Oktober: Garten winterfest machen
Im Oktober beginnt meist der erste Nachtfrost und in Ausnahmefällen kann es auch schon einmal schneien. Mache deinen Garten also rechtzeitig winterfest, bevor die Kälte endgültig Einzug hält.
Säen, pflanzen und ernten
- Tulpen, Narzissen, Krokusse und Co.: Spätestens jetzt sollten Zwiebelblumen für das nächste Jahr eingepflanzt werden. Die Stellen am besten markieren, um im Frühjahr den Austrieb zu kontrollieren.
- Melanzani, Brokkoli, Vogerlsalat, Tomaten, Radicchio, Äpfel, Birnen, Kiwis, Gurken, Paprika, Rettich, Schwarzwurzeln, Kohlrabi, Rote Rüben und Späthimbeeren können noch geerntet werden.
Pflegen
- Regelmäßig herabfallendes Laub vom Rasen entfernen, damit dieser darunter nicht fault. Das Laub eignet sich besser als wärmende Mulchschicht in den Gartenbeeten, denn über den Winter wird es zu wertvollem Humus.
November: Die letzte Runde vor dem Winter
Die letzten Arbeiten stehen noch an, bevor die Gartensaison endgültig zu Ende ist. Alles, was noch nicht winterfest gemacht wurde, sollte jetzt erledigt werden.
Säen, pflanzen und ernten
- Im Gewächshaus lassen sich noch Kopfsalat, Rettich und Radieschen aussäen.
- Lauch, Spinat, Kohlsprossen, Rote Rübe, Nüsse, Wurzelgemüse und Kopfkohl können noch geerntet werden.
Pflegen – Pflanzen überwintern
- Frostempfindliche Pflanzen, die du im Freien überwintern möchtest, solltest du gut mit Vlies, Folie oder Sisalmatten einwickeln und auf Styropor-Platten stellen.
- Eine Extraportion Erde oder eine Schicht trockenes Laub isoliert zusätzlich und schützt die Wurzelballen.
- Die nicht winterharten Pflanzen sollten spätestens vor dem ersten Frost ins Haus oder in den Wintergarten geholt werden.
Sonstige Arbeiten
- Reinige die Gartengeräte vor dem Winter noch einmal und verstaue diese anschließend an einem trockenen und windgeschützten Platz, z.B. im Keller oder im Gartenhäuschen.
- Auch der Rasenmäher sollte gründlich gereinigt und, falls vorhanden, die Batterie abgeklemmt werden.
Garten-Tipp: Hochbeet bauen
Solltest du noch kein Hochbeet haben, bietet sich im November eine gute Gelegenheit, eines zu bauen. Die Gartenabfälle werden für den Kompost fast zu viel, lassen sich aber im Hochbeet als unterste Schicht gut unterbringen. Der klassische Aufbau von unten nach oben folgt dabei einem einfachen Prinzip:
- Grobe Äste und Zweige als Drainage
- Darüber Laub und Grasschnitt
- Dann eine Schicht Kompost
- Abschließend gute Gartenerde
So entsteht über den Winter eine nährstoffreiche Basis, die im Frühjahr sofort bepflanzt werden kann.
Dezember: Ruhe, Rückblick und Vorausplanung
Im Dezember kehrt endlich Ruhe im Garten ein, es gibt kaum aktive Gartenarbeit. Genieße die Auszeit mit gemütlichen Momenten und plane deine nächste Gartensaison. Ein paar Dinge kannst du aber dennoch berücksichtigen:
Säen, pflanzen und ernten
- Im Gewächshaus können Sie für eine kleine, frische Ernte im Winter Kresse und Schnittlauch aussäen.
- Karfiol, Grünkohl, Kohlsprossen, Spinat, Winteräpfel, Winterrettich und Hagebutten lassen sich noch ernten.
Sonstige Arbeiten
- Bei zu großer Schneelast Sträucher und Bäume gelegentlich vom Gewicht befreien.
- Auch das Dach des Gartenhauses oder Geräteschuppens kontrollieren.
- Halten Sie die Gehwege im Garten so gut wie möglich frei und streuen Sie bei Bedarf Kies oder Hackgut, um die Rutschgefahr zu minimieren.
Garten-Tipp: Futterplätze für Vögel
Vogelhäuschen im Garten sind nicht nur dekorativ, sondern auch sehr nützlich. Wenn die heimischen Singvögel im Schnee und an den Sträuchern kein Futter mehr finden, sind sie dankbar für jeden Futterplatz. Achte darauf, auch geeignetes Futter zu verwenden. Kuchenbrösel oder alte Semmeln sind nicht das Richtige, da sie gefrieren können und so die Organe der Vögel schädigen.
Mit dem Dezember schließt sich der Kreis des Gartenjahres und schon wartet der Jänner mit den ersten Aussaaten auf der Fensterbank. So ist Gartenarbeit immer auch ein Blick nach vorne: Wer die ruhigen Wintermonate für die Planung nutzt, startet entspannt und gut vorbereitet in die neue Saison. Ob du einen großen Nutzgarten pflegen, einen kleinen Balkon begrünen oder gerade erst mit dem Gärtnern beginnst – mit dem richtigen Timing, ein bisschen Geduld und dem Rhythmus der Natur im Blick wird aus jedem Garten ein Ort, der das ganze Jahr über Freude bereitet.
