Alles rund um den Frühling: Gartenkalender, Tipps zur Pflanzenwahl
Die ersten Frühblüher strecken ihre Köpfe aus der Erde, die Beete füllen sich wieder mit Leben und nach den langen Wintermonaten kann endlich wieder richtig gesät, gepflanzt und gepflegt werden. Egal, ob du einen großen Garten, eine Terrasse oder einen Balkon begrünen möchtest – der Frühling steht in den Startlöchern und mit ihm alle Fans der Gartenarbeit.
Damit du immer genau weißt, was konkret von Februar bis Mai zu erledigen ist, gibt dir unser Gartenkalender für den Frühling einen kompakten Überblick. Mit Informationen zur richtigen Pflege, Pflanzempfehlungen und viel Wissenswertem rund um den Garten im Frühling erhältst du wertvolle Gartentipps – passende Produkte von HOFER inklusive.
Frühlings-Gartenkalender von Februar bis Mai
Von den ersten Vorbereitungen im noch winterlichen Garten über das große Säen und Pflanzen im März und April bis zum geschäftigen Hochbetrieb rund um die Eisheiligen im Mai: Die Frühlingssaison bringt jeden Monat neue Aufgaben mit sich. Damit du stets den Überblick behältst, was wann zu tun ist, fasst unser Gartenkalender für den Frühling die wichtigsten Gartenarbeiten kompakt zusammen. Dabei bringen die vier Monate jeweils eigene Schwerpunkte mit sich.
Februar ist der Monat der Vorbereitung:
- Gartengeräte reinigen und schärfen
- Töpfe und Gefäße säubern und vorbereiten
- Anbauplan für Gemüse und Blumen erstellen
- Wärmeliebende Sorten wie Tomaten und Paprika auf der Fensterbank vorziehen
- Obstbäume an frostfreien Tagen zurückschneiden
März ist der erste richtig aktive Gartenmonat:
- Winterschutz von Stauden und Beeten entfernen
- Boden auflockern und Kompost einarbeiten
- Sträucher und die letzten Obstbäume erhalten einen abschließenden Winterschnitt
- Rosen zurückschneiden, sobald die Forsythie blüht
- Erste robuste Gemüsesorten wie Spinat und Erbsen direkt ins Frühbeet säen
- Beim Rasen das Laub entfernen und die erste Frühjahrsdüngung ab 8 °C Bodentemperatur ausbringen
April ist der Monat zum Durchstarten:
- Wetter beobachten und Beete vorbereiten
- Sträucher, Blütenstauden und Sommerblumen setzen oder mit Nährstoffen versorgen
- Rasen vertikutieren, ev. düngen, mähen und bei Bedarf nachsäen
- Vorgezogene Jungpflanzen schrittweise ans Freie gewöhnen
- Hochbeet befüllen und mit frühen Gemüsesorten bepflanzen
Mai ist der betriebsamste Frühlingsmonat:
- Erst nach den Eisheiligen Mitte Mai ist die Frostgefahr gebannt
- Empfindliche Pflanzen wie Tomaten, Zucchini und Balkonblumen können danach sicher ins Freie
- Regelmäßiges Gießen und Unkraut zupfen
- Wöchentlicher Rasenschnitt
Pflegetipps für den Garten im Frühling
Mit ein paar einfachen Handgriffen legst du im Frühling den Grundstein für einen blühenden sowie ertragreichen Garten. Folgende Pflegetipps sind einfach umsetzbar, haben jedoch eine erhebliche Wirkung auf deine Pflanzen:
Töpfe und Gefäße vorbereiten
Gebrauchte Töpfe vor dem Neubepflanzen gründlich mit einem Schuss Apfelessig und etwas Spülmittel reinigen. Das entfernt alte Kalkflecken und beseitigt mögliche Pilzsporen, die jungen Pflanzen schaden können. Um Staunässe zu vermeiden, legst du den Topfboden mit etwas altem Vlies, Tonscherben, Kies oder Granulat aus, bevor die Erde eingefüllt wird. Bohre außerdem Abflusslöcher, sofern noch keine vorhanden sind.
Richtig düngen im Frühling
Reichere normale Blumenerde mit einem organischen Dünger an. So deckst du die Nährstoffbedürfnisse gleich zu Beginn ab und förderst ein kräftiges Wachstum. Bewährte organische Dünger sind beispielsweise Kompost, Pferdemist oder handelsübliche Bio-Dünger. Auch bei HOFER findest du immer wieder passende Produkte für die Frühjahrsdüngung.
Pflanzen vor dem Einsetzen wässern
Lasse deine Pflanzen vor dem Einsetzen mindestens 30–60 Minuten im Wasserbad stehen, damit die Wurzeln ausreichend Wasser aufnehmen können. Größere Stauden oder Bäume nach dem Einpflanzen mit Wasser einschlämmen. Das fördert das Anwachsen erheblich.
Jungpflanzen an die Sonne gewöhnen
Frisch eingepflanzte oder auf der Fensterbank vorgezogene Pflanzen sollten nicht sofort der vollen Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden. Gewöhne sie stattdessen schrittweise an den neuen Standort, um verbrannte Blätter zu vermeiden.
Die Eisheiligen beachten
Bis zu den Eisheiligen Mitte Mai musst du sensible Pflanzen über die Nacht noch vor zu tiefen Temperaturen schützen. Denn erst danach gilt die Frostgefahr in den meisten Regionen als gebannt. Greife daher zu Vlies, Folie oder einer Decke, um Pflanzen damit einzuwickeln.
Gemüse im Frühling: Vorziehen, säen und auspflanzen
Der Frühling ist die wichtigste Zeit für alle, die im Sommer frisches Gemüse aus dem eigenen Garten möchten. Wer jetzt die richtigen Weichen stellt, kann sich ab Juni über eine reiche Ernte freuen.
- Wärmeliebende Sorten wie Tomaten, Paprika, Zucchini und Gurken brauchen einen langen Vorlauf und sollten bereits ab Februar auf der Fensterbank vorgezogen werden.
- Robustere Gemüsesorten wie Spinat, Möhren, Radieschen und Erbsen können dagegen direkt ins Frühbeet oder ins Freie gesät werden, sobald der Boden nicht mehr gefroren ist und eine Temperatur von mindestens 8–10 °C erreicht hat.
- Ab April werden die vorgezogenen Jungpflanzen schrittweise ans Freie gewöhnt. Entweder stundenweise auf der Terrasse oder am geöffneten Fenster, damit sie widerstandsfähiger werden.
- Das endgültige Auspflanzen ins Beet erfolgt erst nach den Eisheiligen Mitte Mai, wenn kein Frost mehr droht.
Schnittarbeiten und Stauden im Frühling
Der Frühling ist auch die klassische Zeit für Schnitt- und Pflegearbeiten an Gehölzen, Rosen und Stauden.
- Rosen werden zurückgeschnitten, sobald die Forsythie blüht. Dieses Zeichen aus der Natur gilt als verlässlichster Hinweis für den richtigen Zeitpunkt.
- Obstbäume erhalten ihren letzten Winterschnitt idealerweise im Februar oder bis spätestens Mitte März, solange sie noch kein Laub tragen.
- Beerensträucher wie Himbeeren, Ribiseln und Stachelbeeren werden im zeitigen Frühjahr ausgelichtet, um die Ernte im Sommer zu verbessern.
- Stauden, die im Herbst nicht zurückgeschnitten wurden, können im März und April auf etwa 10 cm eingekürzt, geteilt und neu gepflanzt werden.
- Frühjahrsblüher wie Flieder und Forsythie werden hingegen erst nach der Blüte geschnitten, damit die Blütenansätze für das nächste Jahr erhalten bleiben.
Für jeden Topf gibt es eine Pflanze
Vor allem auf der Terrasse, am Balkon oder als Gestaltungselement im Garten werden die Pflanzen nicht im Beet, sondern in Töpfe und Kübel gesetzt. Mit Pflanzkübeln können Außenflächen optisch gegliedert, einen grünen Sichtschutz errichtet oder schlicht leere Ecken mit einem Stück Natur belebt werden.
Worauf du bei der Wahl der Töpfe achten solltest: Diese sollten witterungsbeständig und frostsicher sein, außerdem stabil und leicht genug, um sie bei Bedarf umzustellen. Pflegeleichtes Material und ein zeitloses Design sorgen dafür, dass die Kübel viele Gartensaisonen lang Freude bereiten. Bei HOFER findest du regelmäßig eine vielfältige Auswahl an Pflanzkübeln und Blumentöpfen, wie schöne Kubus-Säulentöpfe in Anthrazit und Steingrau oder innovative Treppentöpfen, welche sich auch hervorragend als kleines Kräuterbeet eignen.
Wer den Gemüseanbau auf der Terrasse oder im Garten unkompliziert umsetzen möchte, ist mit einem Hochbeet bestens beraten: Es wärmt sich im Frühling schneller auf als der Boden, bietet ideale Bedingungen für Jungpflanzen und lässt sich rückenfreundlich bewirtschaften. Bei HOFER erhältst du regelmäßig Hochbeete und passendes Zubehör für einen einfachen Einstieg in die Gartenarbeit.
Unsere Lieblingspflanzen für den Frühling im Garten
Wer möchte, dass der Garten auch außerhalb der Hauptsaison schön aussieht, setzt am besten auf winterharte, robuste sowie immergrüne Pflanzen, die das ganze Jahr über Freude bereiten. Drei Pflanzen, die sich dafür besonders eignen:
- Der Efeu: Efeu ist genügsam, winterhart und vielseitig. Er gedeiht im Schatten genauso gut wie in der Sonne, eignet sich als Kletterpflanze an Mauern und Zäunen, als Unterbepflanzung oder als grüner Sichtschutz auf der Terrasse. Er benötigt lediglich ein Rankgitter oder eine Unterlage, an der er sich festhalten kann. Dank seiner Winterhärte sorgt er auch in der kalten Jahreszeit für ein grünes Erscheinungsbild und seine Ranken eignen sich hervorragend für Herbst- und Weihnachtsdeko.
- Die Kamelie: Kamelien sind Winterblüher, die mit ihren prächtigen Farben den Frühling schon früh einläuten. Sie bevorzugen einen kühlen, halbschattigen Standort und reagieren empfindlich auf Staunässe. Die Erde sollte dabei gleichmäßig feucht, aber nie nass sein. Als Erde eignet sich spezielle Rhododendronerde, gedüngt wird ab Ende Mai mit einem organischen Rhododendrondünger. Nach der Blütezeit, etwa Ende August, wird die Kamelie bei Bedarf in Form geschnitten.
- Die Hortensie: Die Hortensie überzeugt mit üppigen Blüten in attraktiven Farben und ist dabei vergleichsweise pflegeleicht. Sie bevorzugen einen halbschattigen Standort im Pflanzkübel oder Beet, braucht jedoch vor allem bei Trockenheit und Hitze viel Wasser. Die Pflanze morgens und abends zu gießen, ist in solchen Phasen empfehlenswert. Gedüngt wird im Frühjahr und Frühsommer mit einem Langzeitdünger in fester Form. Beim Rückschnitt gilt: Weniger ist mehr. Zu starkes Schneiden kann die Blütenbildung im nächsten Jahr gefährden. Doch Achtung: Nicht alle Hortensien-Arten sind vollständig winterhart, daher empfiehlt es sich, empfindliche Sorten im Herbst mit Gartenvlies oder Reisig zu schützen.
