Ayurveda Küche

Unter  Ayurveda  versteht man die traditionelle, indische Heilkunst, welche sich auf den gesamten Körper konzentriert. Ayurveda gilt als eine der ältesten Wissenschaften und  wird bereits  seit mehr als 5.000 Jahren praktiziert.  Der Begriff setzt sich aus den Begriffen  Ayus  (Leben) und Veda (Wissen) zusammen.  

Ein  Kernstück dieses ganzheitlichen Gesundheitssystems ist die Ernährungslehre.  Entgiften ist dabei ein Hauptthema. Wenn die Verdauung nicht rund läuft, dann können Teile der Nahrung nicht verstoffwechselt werden. Ist dies der Fall, bleiben Schlacken zurück, also unverdaute Substanzen. Diese Schlacken können sich dann in Hohlräumen ablagern und zu Verdauungsstörungen, Atemwegserkrankungen, Allergien, Übergewicht und Rheuma führen. Reinigungskuren sollen dabei helfen den Körper zu entgiften.  

Die ayurvedische Ernährung basiert auf Konstitutionstypen, von denen es insgesamt 7 unterschiedliche gibt. Jeder Mensch kann sich bei  einem  dieser 7 Konstitutionstypen einordnen.  Auf  den jeweiligen Konstitutionstypen abgestimmte Lebensmittel sorgen für einen  fitten  Körper und ausgeglichenen Geist.  Je nach Konstitutionstyp gibt es dann Empfehlungen hinsichtlich der Auswahl und Zubereitung von Lebensmitteln.  Wenn das sogenannte  Agni, das  Verdauungsfeuer,  einwandfrei funktioniert, dann stehen dem Körper alle benötigten Nährstoffe zur Verfügung, Toxine werden ausgeschieden, der Geist wird klar und der Körper strahlt von innen.  

 

 

Was darf man laut der ayurvedischen Ernährung essen? 

Welche Speisen bzw. Lebensmittel man am besten zu sich nehmen sollte, hängt stark vom eigenen Konstitutionstypen ab. Die Zutaten sollen zur Jahreszeit passen und möglichst regional und in BIO-Qualität sein. 

Grundsätzlich spielen folgende Zutaten eine große Rolle:

  • Getreide
  • Gewürze
  • frisches Obst und Gemüse 

Tipps zur ayurvedischen Ernährung

  • ruhig und entspannt das Essen genießen
  • sich beim Essen nicht ablenken lassen - sich auf das Essen konzentrieren
  • warme Speisen zu sich nehmen
  • den größten Teil der Nahrung gekocht verzehren
  • zum Braten und Kochen als Fettquelle reines Butterfett (Ghee) verwenden
  • eher spät Frühstücken (ab 08:30 Uhr, da dann das Verdauungsfeuer schon groß genug ist) 
  • zwischen den Hauptmahlzeiten 4 bis 5 Stunden vergehen lassen - die vorherige Mahlzeit sollte bereits verdaut sein
  • auf das Naschen zwischendurch verzichten
  • kleine Mengen zu sich nehmen - der Magen sollte nur zu ca. ¾ gefüllt sein
  • während dem Essen nichts trinken
  • ayurvedische Kräuter zum Würzen verwenden, z. B. Kümmel, Kurkuma, Koriander, Kreuzkümmel, Chili, Ingwer

 

 

Doshas: Vata - Pitta - Kapha

Drei unterschiedliche Temperamente bilden die Grundlage - die sogenannten Doshas. Jeder Typ neigt zu bestimmten Beschwerden und hat ganz spezifische Eigenschaften, die sich auch im Lebensstil widerspiegeln. 

Vata steht für die Elemente Luft und Raum. Es steuert die Klarheit, Wachheit und die Bewegung. Bei einer Unausgewogenheit kann es zu Nervosität, unruhigem Schlaf und Appetitlosigkeit führen.

Pitta präsentiert das Feuer. Dies stellt die Basis des Verdauungssystems und des Stoffwechsels und sorgt für Energie. Bei einer Unausgewogenheit kann es zu Gereiztheit und Verdauungsstörungen führen. 

Kapha gilt als stabilisierendes Erdelement, welches Kraft und Ruhe vermittelt. Zu viel davon kann zu Übergewicht und Trägheit führen.

Hier findest du noch eine kleine Übersicht über Obst- und Getreidesorten, welche sich beispielsweise für dein jeweiliges Dosha eignen bzw. nicht eignen: 

Obst

Vata

Geeignet

Nicht geeignet

Marillen, Avocados, Kirschen, Bananen, Mangos, süße Melonen, Orangen, Pfirsiche

Äpfel, Preiselbeeren, Wassermelonen, Birnen

Pitta

Geeignet

Nicht geeignet

Süße Orangen, Äpfel, Avocados, Kokosnuss, Feigen, dunkle Trauben, Mangos, Melonen, Granatäpfel, Rosinen

Grüne Trauben, Marillen, Bananen, Kirschen, Preiselbeeren, Grapefruit, Zitronen, Papaya, Pfirsiche, Ananas

Kapha

Geeignet

Nicht geeignet

Äpfel, Marillen, Kirschen, Preiselbeeren, Mangos, Pfirsiche, Granatapfel, Rosinen

Avocados, Bananen, Papaya, Kokosnuss, Grapefruit, Trauben, Zitronen, Melonen, Orangen

 

 

Getreide

Vata

Geeignet  

Nicht geeignet  

Weizen und Reis

Mais,  Gerste,  Buchweizen, Hirse, Hafer,  Roggen  

Pitta

Geeignet    

Nicht geeignet

Gerste, gekochter Hafer, Basmati-Reis, weißer Reis,  Weizen  

Buchweizen, Mais, Hirse, Hafer, brauner Reis,  Roggen

Kapha

Geeignet  

Nicht geeignet  

Basmati-Reis in kleinen Mengen, Gerste, Mais, Hirse, Roggen

Gekochter  Hafer, brauner und weißer Reis, Weizen  

 

 

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