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Lebensmittelverschwendung

Lebensmittelverschwendung belastet Umwelt und Klima erheblich1. Wir bei HOFER, haben in den vergangenen Jahren Initiativen ins Leben gerufen, um die Lebensmittelverschwendung in unseren eigenen Betriebsabläufen und Lieferketten zu reduzieren. Wir unterstützen Lebensmittelspenden in unseren HOFER Filialen und arbeiten an Projekten, um Lebensmittelüberschüsse entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu vermeiden, zu reduzieren und einer anderweitigen Verwertung zuzuführen.  

Kennzahlen:

  • Fast 40 Prozent der weltweit produzierten Lebensmittel gehen jedes Jahr verloren oder werden verschwendet.*
  • Rund 10 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen sind auf den Verlust und die Verschwendung von Lebensmitteln zurückzuführen.*
  • In allen ALDI SÜD Ländern wurden im Jahr 2025 insgesamt 98.000 Tonnen Lebensmittel an wohltätige Organisation gespendet.

Warum das Thema Lebensmittelverschwendung wichtig ist

Die Lebensmittelproduktion ist für 60 Prozent des weltweiten Süßwasserverbrauchs, 50 Prozent der Bodenerosion und ein Drittel aller Treibhausgasemissionen verantwortlich. Immer mehr natürliche Ökosysteme werden für die landwirtschaftliche Produktion genutzt. Das ist die Hauptursache für den Verlust von Lebensräumen und Biodiversität.

Laut dem UNEP Food Waste Index Report 2024 werden rund 19 Prozent der weltweit für Verbraucher:innen verfügbaren Lebensmittel verschwendet. Schätzungsweise weitere 13 Prozent gehen jedes Jahr in der Lieferkette verloren. Lebensmittelverluste und -verschwendung treten in jeder Phase des Lebensmittelsystem auf – von der Produktion und Verarbeitung bis hin zum Einzelhandel und Verbrauch. Überschüssige Lebensmittel landen oft auf Mülldeponien, in Verbrennungsanlagen, Abwassersystemen oder bleiben ungeerntet auf den Feldern liegen.    

Der Bericht stellt auch einen Zusammenhang zwischen Lebensmittelverschwendung und den allgemeinen Herausforderungen der Ernährungssicherheit her, da fast 30 Prozent der Weltbevölkerung nur einen begrenzten oder unsicheren Zugang zu nährstoffreichen Lebensmitteln haben. Der UNEP-Report betont, dass durch weniger Lebensmittelverschwendung mehr Nahrungsmittel für die Menschen verfügbar ist, die darauf angewiesen sind.

Deshalb betrachtet HOFER die Reduzierung von Lebensmittelverschwendung als einen wichtigen Schritt zur Transformation globaler Lebensmittelsysteme, bei dem Produzenten, Lieferanten, Lebensmitteleinzelhändler und Verbraucher:innen gleichermaßen eine Rolle spielen.  

Frau steht bei Gemüseregal

Umweltauswirkungen durch Lebensmittelverschwendung

Wenn Lebensmittel verschwendet werden, geht mehr als nur ihr Nährwert verloren. In jeder Phase der Wertschöpfungskette werden Ressourcen benötigt, um Lebensmittel anzubauen, zu verarbeiten, zu sortieren, zu verpacken, zu transportieren, zu verkaufen, zuzubereiten und zu konsumieren. Je später Lebensmittel in diesem Prozess verschwendet werden, desto größer ist der Verlust an Energie, Wasser, Materialien und anderen Ressourcen, die in ihre Herstellung investiert wurden.  

Durch die Reduzierung von Lebensmittelverschwendung, insbesondere in Bereichen, in denen wir den größten Einfluss haben, möchte HOFER die Ernährungssicherheit unterstützen, dazu beitragen, Klimaauswirkungen zu begrenzen und natürliche Ressourcen zu schonen.  

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Lebensmittelverschwendung in unserer Wertschöpfungskette

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Produzenten

Lebensmittelverluste und –überschüsse entstehen im gesamten Lebensmittelsystem und werden von verschiedenen Faktoren beeinflusst, darunter Wetterbedingungen, Produktionsschwankungen, Nachfrage von Verbraucher:innen und Marktanforderungen. Weltweit gehen jedes Jahr schätzungsweise 1,2 Milliarden Tonnen Lebensmittel in landwirtschaftlichen Betrieben verloren. Diese Daten verdeutlichen, wie wichtig es ist, Lebensmittelverluste und -verschwendung entlang der gesamten Wertschöpfungskette anzugehen.

Einkaufswagerl

HOFER Filialen und Betriebsabläufe

In unseren Filialen und Betriebsabläufen kann es aus verschiedenen Gründen zu Lebensmittelabfällen kommen. Produkte werden möglicherweise nicht rechtzeitig verkauft, beim Transport oder bei der Lagerung beschädigt, falsch gelagert oder entsprechen nicht den Qualitätsstandards.

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Haushalte

Die Gründe für Lebensmittelverschwendung in Haushalten können vielfältig sein. Dazu gehören der Kauf von mehr Lebensmitteln als benötigt, falsche Lagerung, mangelndes Bewusstsein für die Frische der Produkte oder Missverständnisse bei Datumsangaben wie dem Mindesthaltbarkeitsdatum.

Was unternimmt HOFER gegen Lebensmittelverschwendung?

Auch wenn sich nicht alle Lebensmittelabfälle vermeiden lassen, arbeiten wir konsequent daran, sie zu reduzieren. Da Lebensmittelverschwendung größtenteils außerhalb unserer eigenen Betriebsabläufe entsteht, arbeiten wir eng mit unseren Lieferanten und Partnern zusammen. Gemeinsam möchten wir besser verstehen, wie überschüssige Lebensmittel entlang der Lieferketten vermieden, umverteilt oder anderweitig verwertet werden können.

  • In unseren HOFER Filialen arbeiten wir daran, Lebensmittelverschwendung zu reduzieren, indem wir Bedarfsplanung und Lagerung verbessern. Dadurch stimmen wir das Angebot noch genauer auf die Nachfrage unserer Kund:innen ab.
  • Durch Produktinformationen und Aufklärungskampagnen unterstützen wir auch unsere Kund:innen dabei, Lebensmittelverschwendung im eigenen Haushalt zu verringern. Beispielsweise ermutigen Hinweise wie „Oft länger haltbar” Verbraucher:innen dazu, die Qualität und Frische der Produkte selbst zu prüfen, bevor sie diese entsorgen.
  • Zudem profitieren unsere HOFER Kund:innen von reduzierten Preisen bei Produkten, die sich dem Mindesthaltbarkeits- oder Verbrauchsdatum nähern, sowie von Überraschungskisterl, die über Too Good To Go angeboten werden. Darüber hinaus spenden 100 % der HOFER Filialen überschüssige Lebensmittel an karitative Einrichtungen.
  • Unter „Krumme Dinger“ bieten wir in unseren HOFER Filialen Obst und Gemüse mit kleinen Schönheitsfehlern an, die aber qualitativ makellos und bestens zum Verzehr geeignet sind.  
  • Wenn überschüssige Lebensmittel nicht mehr verkauft werden können, versuchen wir sie an soziale Organisationen zur Lebensmittelspende abzugeben und alternative Verwendungsmöglichkeiten zu prüfen, wie Tierfutter und Kompostierung.  
Krumme Dinger Gemüse
Oft länger haltbar Logo

Einbindung von Überschüssen aus der Lieferkette in HOFER Produkte

Lebensmittelüberschüsse können in verschiedenen Phasen der Lieferkette entstehen, unter anderem durch Ertragsschwankungen, Produktionsplanung, Schönheitsfehler oder größenbezogenen Vorgaben. In einigen Fällen kann es für Lieferanten schwierig sein, diese Produkte zu verkaufen oder zu spenden.

Eine Möglichkeit, wie wir helfen, dieser Herausforderung zu begegnen, ist die HOFER Eigenmarke „RETTENSWERT“. Für die Eigenmarke werden überschüssige Zutaten zu neuen Produkten verarbeitet, die unsere Kund:innen genießen können. So entstehen daraus beispielsweise Pesto Rosso, Sugo Karotte Linse, Bowls und Apfelmus. Für diese Produkte werden Zutaten verwendet, die andernfalls in der Tonne landen würden, wie etwa Gemüse mit kleinen Schönheitsfehlern oder Erzeugnisse, die während der Ernte oder Verarbeitung beschädigt wurden. Zwischen Oktober 2022 und August 2026 wurden für das „RETTENSWERT“-Sortiment rund 1.600 Tonnen Lebensmittel zu neuen Produkten verarbeitet.

Diese Erfahrungswerte nutzen wir, um zu prüfen, ob ähnliche Ansätze auch in anderen Märkten umsetzbar sind. Indem wir gerettete Lebensmittel in bestehende Produktlinien integrieren, möchten wir neue Verwertungswege für Lebensmittel schaffen, die andernfalls ungenutzt blieben. So leisten wir einen Beitrag zur Reduzierung von Lebensmittelverschwendung in der vorgelagerten Lieferkette.

-> Mehr  erfahren: Rettenswert

Rettenswert Logo

Gemeinsam Veränderungen vorantreiben

Als globaler Lebensmitteleinzelhändler arbeitet HOFER als Teil der ALDI SÜD Gruppe eng mit Produzenten, Vertriebspartnern, Regierungsbehörden und gesellschaftlichen Organisationen zusammen, um Lebensmittelverschwendung entlang der gesamten Lieferkette anzugehen.  

HOFER unterstützt die Initiative „Lebensmittel sind kostbar” vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft. Ziel der freiwilligen Vereinbarung ist es, dazu beizutragen, dass vermeidbare Überschüsse bis 2030 um die Hälfte verringert werden.

Wir arbeiten mit wohltätigen Partnerorganisationen zusammen, um überschüssige Lebensmittel umzuverteilen und zu spenden. Im Jahr 2021 ist HOFER eine Partnerschaft mit Too Good To Go eingegangen, um Kund:innen überschüssige Lebensmittel zu einem reduzierten Preis anzubieten. Hier werden Lebensmittel, die weiterhin zum Verzehr geeignet sind, aber ansonsten weggeworfen werden würden, in Überraschungskisterl verpackt. Diese können unsere Kund:innen über die Too Good To Go-App reservieren und vor Ladenschluss in den HOFER Filialen abholen. Bis 2025 wurden in Österreich mehr als 1,5 Millionen Too Good To Go-Überraschungskisterl verkauft.

→ Mehr erfahren: Mitgliedschaften und Partnerschaften

Too Good to Go Logo

Fußnoten:

* WWF