Bach

Umwelt

Das Ernährungssystem ist auf einen gesunden Planeten angewiesen. Doch der Verlust von Artenvielfalt, die Beeinträchtigung der Bodenqualität und Wasserknappheit gefährden seine Zukunft. HOFER als Teil der ALDI SÜD Gruppe arbeitet eng mit Lieferanten und Partnern zusammen, um gezielte Initiativen in Landschafts- und Wassereinzugsgebieten zu fördern, die zur Regeneration natürlicher Ressourcen beitragen.

Zahlen & Fakten:

  • 70 Prozent des weltweiten Süßwasservorkommens werden von der Landwirtschaft genutzt.*

  • 1,1 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu Wasser; 2,4 Milliarden verfügen nicht über ausreichende Sanitärversorgung.*

  • Über 33 Prozent der Emissionen könnten durch die Wiederherstellung von Wäldern, Mooren und Mangroven vermieden werden.**

  • Die Wiederherstellung von 15 Prozent der Ökosysteme könnte 60 Prozent des erwarteten Artensterbens verhindern.***

Wie unsere Geschäftsaktivitäten die Umwelt beeinflussen

Heute nehmen landwirtschaftliche Aktivitäten mehr als ein Drittel der bewohnbaren Landfläche der Erde in Anspruch und verbrauchen rund 70 Prozent des weltweiten Süßwassers. Die Landwirtschaft ist eine der Hauptursachen für steigende Treibhausgasemissionen, den Verlust von Artenvielfalt und Umweltverschmutzung. Sie trägt zur Klimakrise bei und beeinträchtigt die Widerstandsfähigkeit von Lieferketten. Da HOFER als Lebensmitteleinzelhändler direkt von der landwirtschaftlichen Produktion abhängig ist, z.B. durch extreme Wetterereignisse wie Dürren und Überschwemmungen, möchten wir aktiv an einem Wandel beteiligt sein.    

Denn gesunde und gut bewirtschaftete Ökosysteme leisten einen wesentlichen Beitrag zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen, zum Schutz sauberer Wasserressourcen, zur Ernährungssicherheit und zum menschlichen Wohlbefinden. Wir sind davon überzeugt, dass der Schutz und die Regeneration natürlicher Ressourcen, insbesondere von Landschaften und Wassereinzugsgebieten, entscheidend sind, um ein widerstandsfähigeres Ernährungssystem aufzubauen – vor allem in Lieferketten, bei denen wir den für uns größtmöglichen Hebel haben.  

Schutz und Wiederherstellung von Landschaften

Die Ausweitung landwirtschaftlicher Flächen ist eine der Hauptursachen für weltweite Walddegradierung und Entwaldung . HOFER als Teil der ALDI SÜD Gruppe unterstützt den Einsatz glaubwürdiger, unabhängiger Zertifizierungssysteme in Hochrisikolieferketten, zu denen unter anderem Rindfleisch, Milch, Palmöl, Soja, Holz, Kaffee und Kakao gehören. Mithilfe dieser Systeme kann sichergestellt werden, dass unsere Lieferanten strenge Standards einhalten, die Wälder und natürliche Ökosysteme schützen (-> Link Seite Waldschutz).  

Die Wiederherstellung von Landschaften geht noch einen Schritt weiter, indem sie die Regeneration von   Menschen umgewandelten oder zerstörten Landschaften unterstützt. Wir beabsichtigen, uns auf die Lieferketten für Obst & Gemüse, Kaffee, Kakao, Rindfleisch und Milcherzeugnisse (einschließlich des darin enthaltenen Sojas) zu konzentrieren, da der Druck auf die Landflächen dort besonders hoch ist. Innerhalb dieser ausgewählten Lieferketten prüfen wir derzeit gemeinsam mit Partnern mögliche Maßnahmen zur Landregeneration, zum Schutz natürlicher Lebensräume und zur Einrichtung von Wildtierkorridoren, um das Ökosystem zu regenerieren.

Wald

Förderung regenerativer Landwirtschaft

Bei der regenerativen Landwirtschaft handelt es sich um einen grundlegenden Wandel weg von den konventionellen, industriellen Bewirtschaftungsmodellen hin zu Praktiken, die mit der Natur im Einklang stehen, statt gegen sie zu wirken. Sie spielt eine wichtige Rolle bei der Wiederherstellung natürlicher Ökosysteme.  Wir sind der Plattform „Sustainable Agriculture Initiative“ (SAI) beigetreten, um die Zusammenarbeit im Hinblick auf eine weltweit einheitliche Definition und einen einheitlichen Ansatz für regenerative Landwirtschaft im Rahmen des „Regenerating Together“-Konzepts zu stärken.

→ Mehr erfahren: Mitgliedschaften und Partnerschaften

Neben Maßnahmen zum Schutz und zur Wiederherstellung der Landschaft setzen wir uns dafür ein, die Entwicklung regenerativer Landwirtschaft voranzutreiben.Eine der größten Hürden für Landwirt:innen bei der Einführung neuer Praktiken sind die finanziellen Risiken, die mit den Startkosten verbunden sind, beispielsweise die Anschaffung anderer Maschinen oder die Überbrückung von Umstellungsphasen. Deshalb wollen wir Lieferanten durch Co-Finanzierung und die gemeinsame Umsetzung verschiedener, an die lokalen Bedingungen angepasster landwirtschaftlicher Praktiken unterstützen, die zur Förderung der Artenvielfalt beitragen, wie beispielsweise die Diversifizierung des Anbaus und das Management der Bodengesundheit..

Derzeit sind wir beispielsweise an folgendem Projekt beteiligt und streben an, ähnliche Initiativen in wichtigen Beschaffungsregionen auszuweiten:    :    

  • In Österreich kooperiert HOFER im Rahmen der Initiative Landwirtschaft der Zukunft mit rund 900 BIO-Heumilch- und Gemüsebetrieben aktiv daran Treibhausgase zu reduzieren, Klimawandelanpassungsmaßnahmen zu setzen und regenerative Landwirtschaft in die Betriebe einzugliedern. Es soll dabei u.a. die Bodengesundheit verbessert, klimafitte Wälder aufgebaut und Kohlenstoff auf landwirtschaftlichen Flächen gespeichert werden.  

Unser Engagement für ein verbessertes Wassermanagement

Ein verlässlicher Zugang zu Wasser ist grundlegend für die landwirtschaftliche Produktion und die Beschaffung alltäglicher Grundnahrungsmittel wie Kaffee, Obst und Gemüse. Veränderungen in der Wasserverfügbarkeit und -qualität wirken sich bereits auf wichtige Beschaffungsregionen aus und stellen Landwirt:innen sowie die Lebensmittelproduktion vor erhebliche Herausforderungen.

HOFER als Teil der ALDI SÜD Gruppe ist sich dieser Risiken bewusst und erkennt die Bedeutung eines verantwortungsvollen Umgangs mit Wasser entlang der Lieferketten an. Im Jahr 2025 haben wir erstmals eine internationale Analyse unseres Wasserfußabdrucks durchgeführt. Dabei wurden Lieferketten, Beschaffungsregionen und Gemeinschaften mit erhöhtem Wasserrisiko identifiziert, die gezielte Maßnahmen im Rahmen unseres Wassermanagements erfordern. Da die größten Wasserauswirkungen in der Landwirtschaft entstehen, konzentrieren wir unsere Maßnahmen auf ausgewählte Lieferketten und risikoreiche Wassereinzugsgebiete statt auf unseren vergleichsweisen geringen operativen Wasserverbrauch.  Zu den Schwerpunktländern zählen die Vereinigten Staaten, Mexiko, Chile, Peru, Spanien, Südafrika und Australien. Um die Auswirkungen unserer Aktivitäten zu verstehen und zu bewerten, überwachen und verfolgen wir diese gemäß dem Standard „Volumetric Benefit Accounting 2.0” und lassen sie von einer unabhängigen Organisation überprüfen.

Hand kühlt sich bei Wasserstrahl

Im Rahmen unseres Engagements zum Wassermanagement betrachten wir das wieder verfügbar machen von Wasser für Mensch und Umwelt als einen wichtigen Schwerpunkt. Darunter verstehen wir messbare und langfristige Verbesserungen der Wasserverfügbarkeit, Wasserqualität, des Zugangs zu Wasser sowie der Gesundheit von Ökosystemen innerhalb bestimmter Einzugsgebiete.Um dies zu erreichen, beabsichtigen wir gemeinsam mit Lieferant:innen, Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und weiteren Umsetzungspartner:innen bestehende Initiativen fortführen, ins Leben zu rufen oder uns daran zu beteiligen, die darauf abzielen natürliche Lebensräume zu schützen, Regenwasser zu nutzen sowie Feuchtgebiete und Gewässer zu renaturieren.  

Wir verstehen den Zugang zu sauberem Wasser und Sanitärversorgung als grundlegende Menschenrechte. Deshalb wollen wir unsere globale Reichweite nutzen, um den Zugang zu sicherem Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene (WASH) in ausgewählten, für uns wesentlichen Lieferketten, zu verbessern. Unser Schwerpunkt wird auf die Zusammenarbeit mit lokalen Organisationen gerichtet, um WASH-Projekte umzusetzen, die die Gesundheit, die Resilienz der Lieferketten und das Wohlbefinden der Menschen stärken. Dieser Prozess befindet sich noch in einem frühen Stadium, und wir werden unser Portfolio in den kommenden Monaten gemeinsam mit unseren Partnern weiter ausbauen.

Unser Beitrag zu gemeinschaftlichem Handeln in wasserkritischen Einzugsgebieten

Wir engagieren uns in internationalen Initiativen, um unseren Ansatz für ein optimiertes Wassermanagement weiterzuentwickeln und gemeinschaftliche Projekte zum Schutz von Landschaften in Einzugsgebieten mit hohem Wasserrisiko zu unterstützen. Als Teilnehmer des UN Global Compact CEO Water Mandate orientieren wir uns an einem anerkannten Rahmenwerk, um wasserbezogene Risiken entlang unserer Geschäftstätigkeit, Lieferketten und Beschaffungsregionen zu adressieren. Gleichzeitig fördern wir gemeinschaftliche Maßnahmen in prioritären Flusseinzugsgebieten, beispielsweise im Rio-Grande-Becken.

Zudem engagieren wir uns in globalen Plattformen wie der UN Global Compact’s Water Resilience Coalition. Die Plattform ermöglicht ein koordiniertes Handeln auf Ebene ganzer Einzugsgebiete und bringt Unternehmen sowie weitere Anspruchsgruppen zusammen, um gemeinsame Wasserherausforderungen anzugehen.

Kiste mit Erdbeeren

Zusammenarbeit und Engagement, um Veränderungen voranzutreiben  

Durch den Austausch mit politischen Entscheidungsträger:innen und aktive Mitarbeit an der Entwicklung branchenweiter Standards unterstützt HOFER als Teil der ALDI SÜD Gruppe die Entwicklung freiwilliger und regulatorischer Rahmenbedingungen, die eine zukunftsfähige landwirtschaftliche Produktion ermöglichen.  

So sind wir beispielsweise der Überzeugung, dass gesetzliche Maßnahmen gegen Entwaldung, wie die EU-Entwaldungsverordnung, maßgeblich dazu beitragen können, Entwaldung zu verhindern. Das kann erreicht werden, indem importbedingte Entwaldung unterbunden und die Regulierung entwaldungsfreier Produkte verbessert wird. Wir haben uns öffentlich für eine fristgerechte Umsetzung dieser Verordnung ausgesprochen.  

Aktuell prüfen wir, wie wir uns für eine stärkere Regulierung, staatliche Unterstützung und finanzielle Anreize für naturfördernde Lösungen einsetzen können. Darüber hinaus planen wir, uns an den Diskussionen zur EU-Wasserrahmenrichtlinie zu beteiligen

Wald mit Palmen

Unsere Zusammenarbeit mit:

  • Gremien, um Zertifizierungskriterien zu stärken, wie etwa Food Biodiversity und zusätzliche regenerative Ergebnisse in unsere ausgewählten Lieferketten* zu integrieren und so Fortschritte zu erzielen.  
  • wichtigen Branchenplattformen, die sich mit Wasserrisiken befassen und zum Handeln aufrufen, darunter die Sustainability Initiative Fruit and Vegetables (SIFAV), in der wir branchenübergreifend mit unseren Lieferanten zusammenarbeiten, um den Wasserverbrauch in der Landwirtschaft zu optimieren.
  • der Alliance for Water Stewardship (AWS), um einen verbesserten Umgang mit Wasser in unseren ausgewählten Lieferketten zu fördern und den International Water Stewardship Standard zu verbreiten.
  • dem CEO Water Mandate und der UN Water Resilience Coalition, um kollektives Handeln und systemischen Wandel voranzutreiben.

Erfahren Sie mehr über unseren Ansatz und unsere Initiativen:

Gemüse in Mehrwegsackerl

Optimierte Verpackungslösungen

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Kühe fressen heu

Mehr Tierwohl

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Familie bereitet Essen zu

Ausgewogene und pflanzliche Ernährung

inklusive Optimierung unserer Eigenmarkenrezepturen

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Fußnoten:

*  WWF

**  UN Environment programme (UNEP)

***  UNEP - Becoming #GenerationRestoration

Disclaimer zu den Zielen:

Unsere Klima-, Umwelt- und Mensch-Ziele sind an die unternehmensweiten Ziele auf Ebene des Vorstands geknüpft und sind fest in unseren Geschäftsfunktionen verankert. Fortschritte bei der Zielerreichung werden regelmäßig überwacht und berichtet.  

Wir sind uns bewusst, dass wir diese Ziele nicht allein erreichen können. Die Ergebnisse hängen von einer Vielzahl von Faktoren ab, darunter das Engagement der Lieferanten, die Zusammenarbeit in der Branche und sich weiterentwickelnde regulatorische Rahmenbedingungen. Wir beabsichtigen, mit anderen Partnern zusammenzuarbeiten und gemeinsam vorzugehen, um diese Fortschritte zu unterstützen.