Tierwohl
Fleisch, Milchprodukte und Eier gehören zum Kernsortiment von HOFER. Gemeinsam mit unseren Lieferanten arbeiten wir daran, Produkte anzubieten, die anerkannten Tierwohl-Standards entsprechen. Denn Tierwohl fördert die Tiergesundheit und kann dazu beitragen, wesentliche Nachhaltigkeitsherausforderungen zu bewältigen.
Wichtige Fakten:
- Weltweit wurden im Jahr 2024 über 87 Milliarden Landtiere für die Fleischproduktion geschlachtet*. Das entspricht einer produzierten Fleischmenge von 374 Millionen Tonnen** – ein Anstieg von mehr als 60 Prozent gegenüber dem Jahr 2000 (231 Millionen Tonnen).***
- Laut Prognosen der FAO wird der globale Fleischkonsum bis 2050 auf bis zu 446 Millionen Tonnen ansteigen.****
Warum Tierwohl wichtig ist
Die Lebensmittelproduktion steht in engem Zusammenhang mit vielen ökologischen und sozialen Herausforderungen für Ökosysteme und Gemeinschaft: Die weltweite Nachfrage und die Produktion von tierischen Produkten steigen rasant an und hat zur Ausbreitung intensiver Tierhaltungssysteme geführt. Das erhöht zwar die Verfügbarkeit tierischer Lebensmittel, kann allerdings auch Herausforderungen für das Tierwohl mit sich bringen, darunter eingeschränkte Bewegungsfreiheit, ein erhöhtes Krankheitsrisiko sowie Beeinträchtigungen durch Stress.
Auch Nutztiere können sowohl positive als auch negative Gefühle wie Wohlbehagen, Schmerz, Angst und Stress empfinden. Ihr Wohlergehen wird maßgeblich durch die Bedingungen beeinflusst, unter denen sie gezüchtet, gehalten und betreut werden. Tierwohl fördert gesündere Tiere und robustere landwirtschaftliche Systeme. Wenn Kühe beispielsweise unter Hitzestress leiden, kann dies ihre Gesundheit und Milchleistung beeinträchtigen. Dies wirkt sich sowohl auf den Lebensunterhalt von Landwirt:innen als auch auf die Verfügbarkeit von Milchprodukten aus.
Gleichzeitig hat die steigende Tierproduktion erhebliche negative Auswirkungen auf die Umwelt, darunter auf Luft, Land, Boden, Wasser und Biodiversität. Der Einsatz alternativer Proteine, z. B. aus pflanzlicher Herkunft, kann dazu beitragen, den Bedarf an intensiver Tierhaltung erheblich zu reduzieren. W zeigen zudem, dass eine Umstellung auf eine stärker pflanzlich geprägte Ernährung dazu beitragen kann, die Umweltbelastung langfristig zu senken. Studien zeigen zudem, dass eine Umstellung auf eine stärker pflanzlich geprägte Ernährung dazu beitragen kann, die Umweltbelastung langfristig zu senken.
Beschaffungsstandards, Zertifizierung und Transparenz
Gemeinsam mit unseren Lieferanten und Partnern setzen wir uns bei HOFER dafür ein, den Tierschutz im Einklang mit anerkannten Standards weiter voranzubringen.
2.1 Unsere Beschaffungsstandards im Tierwohl-Bereich:
In unserem gesamten Produktsortiment können wir Rohstoffe, die von exotischen oder gefährdeten Tierarten stammen, gänzlich ausschließen.
Wir untersagen unseren Lieferanten das Lebendrupfen sowie die Zwangsfütterung von Enten und Gänsen; wir produzieren und verkaufen weder Foie gras noch Fleisch von Tieren, die für die Foie-gras-Herstellung gehalten werden.
Unsere Gesundheits- und Kosmetikprodukte, Wasch- und Reinigungsmittel sind tierversuchsfrei.
Produkte mit Angorawolle oder Echtpelz sind aus unserem Sortiment ausgeschlossen; das Mulesing in der Merinowolle-Produktion ist verboten.
Zertifizierung als wichtiges Instrument
Wir unterstützen anerkannte Tierwohl-Zertifizierungen und -Kennzeichnungen für Produkte mit tierischen Inhaltsstoffen. Diese Zertifizierungen stärken die Transparenz in der Beschaffung und helfen Verbraucher:innen, auf Basis verlässlicher Tierwohl-Informationen, fundierte Kaufentscheidungen zu treffen. Da die Zertifizierungsanforderungen je nach Markt variieren, arbeiten HOFER und ALDI SÜD mit einer Reihe anerkannter nationaler und internationaler Standards zusammen.
Verbesserung des Tierwohls bei Legehennen und Masthähnchen
Der überwiegende Teil der weltweit 8 Milliarden Legehennen wird in Käfigen gehalten. HOFER in Österreich sowie ALDI SÜD Märkte in Deutschland der Schweiz, Italien, Slowenien und dem Vereinigten Königreich beziehen ausschließlich Eier aus käfigfreier Haltung, sodass die Hennen sich frei im Stall bewegen können. In vielen Fällen haben die Tiere zudem regelmäßigen Zugang zu Außenbereichen. Und auch bei Masthähnchen ist es uns ein Anliegen, das Tierwohl zu verbessern.
HOFER hat 2023 für verschiedene Hähnchen-Produkte robustere Rassen eingeführt. Diese Rassen wachsen in einem natürlicheren Tempo heran, bleiben trotz Gewichtszunahme agiler und sind weniger anfällig für gesundheitliche Probleme. Inzwischen konnten alle Hähnchen-Produkte der Marke "FairHOF" auf diese Rassen umgestellt werden.
Weitere Schwerpunkte
Zusammenarbeit und Engagement für Tierwohl
Partnerschaften in gemeinsamen Initiativen sowie der konstruktive Austausch mit relevanten Stakeholdern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sind unerlässlich, um systemische Herausforderungen anzugehen und branchenweite Lösungen für mehr Tierwohl voranzutreiben.
Wir bei HOFER engagieren uns in anerkannten Plattformen, die Stakeholder zusammenbringen, um Wissen zu teilen und Fortschritte im Bereich Tierwohl zu unterstützen.
Fußnoten:
* Animal Welfare - Our World in Data
** FAO. 2025. Agricultural production statistics – 2010–2024. FAOSTAT Analytical Briefs, No. 121. Rom. https://doi.org/10.4060/cd8035en
