Gemeinschaft fördern
Landwirt:innen, Lebensmittelproduzenten und Arbeiter:innen stehen vor sozialen Herausforderungen wie Armut, schlechten Arbeitsbedingungen und gesundheitlichen Ungleichheiten, die die Stabilität der Lieferkette und das allgemeine soziale Wohlbefinden gefährden können.
Wir investieren in die Verbesserung der Lebensgrundlagen der Menschen in unseren ausgewählten Lebensmittelproduktionsketten. Dies tun wir, indem wir Initiativen für existenzsichernde Einkommen fördern, regenerative Landwirtschaftspraktiken mitfinanzieren, die dazu beitragen, die finanziellen Risiken der Landwirt:innen zu mindern, und Projekte unterstützen, die den Zugang zu sicherem Trinkwasser verbessern.
Gleichzeitig engagieren wir uns für die Gemeinschaften durch die von uns verkauften Produkte und die Möglichkeiten, unseren Kund:innen gesündere Entscheidungen anzubieten. Wir formulieren Produkte neu, um Salz, Zucker und gesättigte Fette zu reduzieren, und unterstützen den Übergang zu einer bewussteren Ernährung, indem wir unser Angebot an pflanzlichen Optionen erweitern.
Menschrechte in unseren Lieferketten
Durch unseren Ansatz der Menschenrechte und Umwelt-Due-Diligence, unsere Bemühungen, verantwortungsvoll zu beschaffen, zusammenzuarbeiten und uns einzusetzen, sowie unsere Investitionen in Initiativen und Partnerschaften verpflichten wir uns, Menschenrechte zu respektieren und bessere Lebensgrundlagen in unseren Lieferketten zu unterstützen.
Sorgfaltspflichtansatz
Menschenrechte sind universell. Als nationales Unternehmen, dass Teil einer internationalen Unternehmensgruppe mit globalen Lieferketten ist, bekennen wir uns zur Achtung der Menschenrechte, wie in unserer Richtlinie zur menschenrechtlichen und umweltbezogenen Sorgfaltspflicht festgelegt.
Die ALDI SÜD Nachhaltigkeitsstandards für Geschäftspartner übersetzen dieses Bekenntnis in verbindliche Mindestanforderungen für alle unsere Geschäftspartner. Sie bilden unsere Erwartungen für eine Sorgfaltspflicht entlang unserer Lieferketten,wie der Verhinderung von Kinder- und Zwangsarbeit sowie dem verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt.
Ein strenger Sorgfaltspflichtprozess, der auf den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechtebasiert, bildet die Grundlage unserer Arbeit zur Verbesserung der Menschenrechte in den Lieferketten. Regelmäßige Risikoanalysen helfen uns, besonders relevante Risiken und die Lieferketten, in denen sie auftreten, zu priorisieren. Dadurch könnnen wir dort anzusetzen, wo zusätzliche Präventionsmechanismen erforderlich sind – etwa Audit- und Zertifizierungsanforderungen, Lieferantenbewertung und -entwicklung oder ein besonderer Fokus auf verantwortungsvolle Einkaufspraktiken.
→ Mehr erfahren: Menschenrechte
→ Mehr erfahren: Standards und Zertifizierungen
Initiativen und Partnerschaften zur Verbesserung der Lebensgrundlagen
HOFER als Teil der ALDI SÜD Gruppe hat Möglichkeiten identifiziert, in ausgewählten Lieferketten noch weiterzugehen und gemeinsam in Projekte zu investieren, die systemische Hindernisse abbauen und Lebensgrundlagen verbessern.
Wir streben an, in Initiativen zur Anbaudiversifizierung und Agroforstwirtschaft zu investieren – einer Landnutzungspraxis, die Bäume und Sträucher mit Acker- und Viehwirtschaft verbindet, um vielfältigere, produktivere und widerstandsfähigere Ökosysteme zu schaffen. Durch die Verbesserung ihrer Anbausysteme können Landwirt:innen Erträge nachhaltig steigern, Einkommensquellen diversifizieren und ihre langfristige finanzielle Widerstandsfähigkeit stärken. Zum Beispiel arbeiten wir mit den Partnern wie PUR um unser Engagement in breiteren Bestrebungen der regenerativen Landwirtschaft zu vertiefen, mit anfänglichem Fokus auf Kaffeeanbaulandschaften in Brasilien.
Darüber hinaus planen wir gemeinsam mit einem strategischen Schokoladenlieferanten auf den Erfahrungen aus dem Fairtrade West Africa Cocoa Programme (WACP) aufzubauen und gemeinsam zu investieren, um den Übergang von Kakaobetrieben hin zu existenzsichernden Einkommen und regenerativen Agroforstsystemen zu unterstützen.
Durch die Beteiligung an Multi-Stakeholder-Initiativen möchten wir Wissen teilen und gemeinsam Lösungen für unsere bedeutenden Lieferketten entwickeln. Dazu gehört auch unsere Arbeit mit Lieferanten und betroffenen Stakeholdern, um faire Löhne für Arbeitnehmer:innen und Landwirt:innen zu verbessern.
- So unterstützen wir beispielsweise durch unsere Kakaobeschaffung über Tony's Open Chain für unsere Choceur CHOCO CHANGER Schokolade höhere Einkommen für Landwirt:innen.
→ Mehr erfahren: Mitgliedschaften und Partnerschaften
Initiativen und Partnerschaften zu Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene (WASH)
Wir möchten den Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen für Arbeitnehmer:innen und Gemeinschaften in unseren ausgewählten Lieferketten unterstützen - besonders in wasserarmen Risikogebieten. Erreichen möchten wir dies durch gemeinsame Investitionen in Lieferantenprogramme, Partnerschaften mit NGOs und internationalen Organisationen sowie die Beteiligung an Initiativen zur Landschafts- und Gemeinschaftsresilienz im Zusammenhang mit gemeinsam genutzten Wasserressourcen. Diese Arbeit befindet sich noch in einem frühen Stadium, und wir entwickeln unser Portfolio in den kommenden Monaten gemeinsam mit Partnern weiter.
Politisches Engagement für Regulierung und Standards
Wir sind überzeugt, dass die gesetzliche Verankerung unternehmerischer Sorgfaltspflicht ein wichtiger Baustein für die Verwirklichung von Menschenrechten entlang internationaler Lieferketten ist. Eine verbindliche Gesetzgebung schafft faire Wettbewerbsbedingungen und macht Menschenrechte in Lieferketten nicht verhandelbar. Wir unterstützen daher die Entwicklung wirksamer Menschenrechtssorgfaltspflichtgesetze und fördern einen offenen, inklusiven Dialog darüber, wie sie in der Praxis funktionieren können.
ALDI SÜD (darunter HOFER) hat die Einführung der EU-Richtlinie zur unternehmerischen Nachhaltigkeitssorgfaltspflicht (CSDDD) öffentlich unterstützt und sich während der Verhandlungen zum Sustainability Omnibus I konsequent dafür eingesetzt, die Kernprinzipien der Richtlinie zu schützen. Wir planen, weiterhin mit politischen Entscheidungsträgern und Partnern zusammenzuarbeiten, um gleiche Wettbewerbsbedingungen für menschenrechtliche Sorgfaltspflicht in unseren Märkten voranzutreiben.
Mehr über unseren Ansatz und unsere Initiativen erfahren:
Ausgewogene Ernährung für unsere Kund:innen
Unser Ziel ist es, eine ausgewogene Ernährung zu unterstützen und zu fördern: Durch Rezepturoptimierungen, ein attraktiveres Angebot an pflanzenbasierten Produkten, eine Nährwertkennzeichnung sowie durch Zusammenarbeit und politisches Engagement.
Rezepturoptimierung
Wir möchten klare Leitlinien einführen, um unsere Lieferanten bei der Rezepturoptimierung von Produkten zu unterstützen – durch die Senkung von Salz-, Zucker- und gesättigten Fetten. Um Nährwertprofile weiter zu verbessern, wollen wir den Ballaststoff-, Vollkorn- und Proteingehalt unserer Produkte steigern. Der Fokus liegt dabei auf ausgewählten Warengruppen mit dem größten Optimierungspotenzial und gesundheitlichen Nutzen, wie Frühstückscerealien, gesüßten Milchprodukten, Backwaren, Grundnahrungsmitteln, Kühl- und Tiefkühlprodukten sowie alkoholfreien Getränken.
Pflanzenbasierte Produkte
Wir möchten gesunde, erschwingliche pflanzliche Optionen anbieten, die mit unserem Produktsortiment und der Kundennachfrage übereinstimmen. Dazu zählen pflanzenbasierte Proteinquellen (wie Fleischalternativen, Hülsenfrüchte und Getreide), Milchalternativen, pflanzenbasierte Fette und Öle sowie Obst und Gemüse – gemäß der WWF Planet-Based Diets Retailer Methodology.
HOFER fördert eine stärker pflanzenbasierte Ernährung durch die Orientierung an der Planetary Health Diet und setzt Rezeptleitlinien für pflanzenbasierte Alternativen mit Anforderungen an Nährwertprofile, Zutaten und Zusatzstoffe um. Unsere pflanzenbasierten Produkte sind klar mit dem V-Label gekennzeichnet, damit Kund:innen bewusste Kaufentscheidungen treffen können.
Nährwertkennzeichnung
Um unseren HOFER Kund:innen fundierte Entscheidungen für eine gesunde Ernährung zu ermöglichen, planen wir eine klare und transparente Nährwertkennzeichnung auf unseren Verpackungen, die auf anerkannten Standards basiert, sobald in Österreich die gesetzliche Grundlage dafür geschaffen wurde.
Politisches Engagement für Regulierung und Standards
Gesetzgebung spielt eine wichtige Rolle dabei, sicherzustellen, dass Kund:innen den Zugang zu ausgewogener Ernährung haben. Wir setzen uns bei politischen Entscheidungsträger:innen dafür ein, den Konsum gesunder Lebensmittel zu fördern, eine verständliche und einheitliche Nährwertkennzeichnung voranzutreiben und Innovationen zu unterstützen. Dieses Engagement möchten wir künftig weiter intensivieren und auch unsere Zusammenarbeit mit renommierten Ernährungs- und Lebensmittelverbänden weiter ausbauen und stärken.
Als Mitunterzeichner der Erklärung Partners for Plant-based: A Declaration to strengthen Europe’s Value Chain fordern wir gemeinsam mit über 100 anderen Organisationen eine EU-weite Proteinstrategie und einen Aktionsplan, um innovative Lösungen voranzutreiben und ein widerstandsfähigeres pflanzenbasiertes Ernährungssystem in Europa zu schaffen. Über unsere Mitgliedschaft bei EuroCommerce tragen wir zum Branchendialog auf EU-Ebene zu Themen bei, die für den Handel und die Verbraucher:innen relevant sind, die den Zugang zu gesünderen Entscheidungen prägen.
