Kakao
Zertifizierungen, Projekte vor Ort und langfristige Partnerschaften sind zentrale Bestandteile der Kakaostrategie von HOFER als Teil der ALDI SÜD Gruppe. Durch diese Ansätze unterstützen wir die Lebensgrundlage der Landwirt:innen, fördern die Einführung regenerativer landwirtschaftlicher Praktiken und zielen darauf ab, die Widerstandsfähigkeit in unserer gesamten Kakao-Lieferkette zu stärken.
Wichtige Fakten:
- Mehr als 90 Prozent des Kakaos wird von Kleinbäuer:innen angebaut*
- 40 bis 60 Prozent der weltweiten Kakaobohnen werden in der Elfenbeinküste und in Ghana angebaut**
- Knapp 100 Prozent unserer kakaohaltigen Eigenmarkenartikel mit einem Kakaoanteil von über 1 % sind zertifiziert***
Kakaobeschaffung und ihre Auswirkungen
Kakao ist die wichtigste Zutat in Schokolade – ein zeitloser Klassiker, der bei Menschen jeden Alters beliebt ist. In den letzten 40 Jahren ist die weltweite Kakaoproduktion stetig gestiegen. Da die Nachfrage weiterhin hoch ist, stehen die Kakao-Lieferketten vor großen Herausforderungen.
Eine dieser Herausforderungen ist die Entwaldung. Durch die Ausweitung des Kakaoanbaus sind große Flächen natürlicher Wälder verloren gegangen. Zwischen 1990 und 2020 hat die Elfenbeinküste, der weltweit größte Kakaoproduzent, rund 60 % ihrer Waldfläche verloren. Darüber hinaus haben nicht nachhaltige landwirtschaftliche Praktiken zur Bodendegradation, zum Verlust der Artenvielfalt und zum unsachgemäßen Einsatz von Pestiziden beigetragen.
Der Kakaoanbau ist auf stabile tropische Bedingungen angewiesen, darunter konstante Temperaturen, hohe Luftfeuchtigkeit und regelmäßige Niederschläge. Diese werden durch die Klimakrise und extreme Wetterereignisse zunehmend beeinträchtigt, wodurch Risiken für die Erträge und die Qualität der Ernte entstehen. Gleichzeitig sehen sich viele Landwirt:innen mit anhaltenden Herausforderungen wie starken Preisschwankungen, Preisunsicherheit und in einigen Regionen mit sinkenden Erträgen konfrontiert.
Dieser Druck hat gravierende Auswirkungen auf die landwirtschaftlichen Gemeinschaften und ihre Lebensgrundlagen. Etwa fünf bis sechs Millionen Kleinbäuer:innen produzieren den für die Schokoladenherstellung verwendeten Kakao, davon leben rund 2,5 Millionen in Westafrika. Viele dieser Landwirt:innen erzielen derzeit kein existenzsicherndes Einkommen, das ausreicht, um Grundbedürfnisse wie Nahrung, Bildung und Gesundheitsversorgung zu decken. Die Bewältigung dieser Herausforderungen ist von entscheidender Bedeutung, um die Widerstandsfähigkeit der Kakao-Lieferketten zu stärken und den Kakaoanbau als tragfähigere Existenzgrundlage für die Erzeugergemeinschaften zu fördern.
Wie können wir Kakao verantwortungsvoller beschaffen?
Wir arbeiten eng mit unseren Kakaolieferanten zusammen, um sicherzustellen, dass sie unsere Anforderungen an eine verantwortungsvolle Beschaffung erfüllen. Die ALDI SÜD Nachhaltigkeitsstandards für Geschäftspartner legen verbindliche Mindestanforderungen fest. Sie umfassen grundlegende Normen wie Sorgfaltspflichtprozesse, Umweltschutz, Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie eine Null-Toleranz-Regelung gegenüber Diskriminierung, Zwangs- und Kinderarbeit.
Zertifizierungen sind ein zusätzliches Instrument, um die Umsetzung von Nachhaltigkeitsstandards im Kakaoanbau zu unterstützen. Die HOFER und die ALDI SÜD Gruppe arbeiten daher mit anerkannten Zertifizierungsorganisationen zusammen, um strenge Anforderungen zu unterstützen und die kontinuierliche Verbesserung auf den Farmen zu fördern.
Knapp 100 Prozent unserer kakaohaltigen Eigenmarkenartikel mit einem Kakaoanteil von über 1 % sind nach Fairtrade, dem Fairtrade-Rohstoffprogramm Kakao oder Rainforest Alliance zertifiziert. Darüber hinaus haben wir für definierte Warengruppen eigene Fairtrade-Ziele definiert. Wir beteiligen uns am Fairtrade-Kakao-Programm, das Kakao-Bäuer:innen durch fairere Handelsbedingungen unterstützt, die soziale Entwicklung in den landwirtschaftlichen Gemeinschaften fördert und zu besseren Umweltpraktiken beiträgt. Weiters arbeiten wir mit der Rainforest Alliance zusammen, einer internationalen gemeinnützigen Organisation und einem Zertifizierungsprogramm, das Landwirt:innen, Unternehmen und Verbraucher:innen zusammenbringt, um den Schutz der Menschenrechte zu fördern, Wälder zu erhalten und eine verantwortungsvolle Landwirtschaft voranzutreiben.
CHOCEUR CHOCO CHANGER – unsere zertifizierte und transparente Schokolade
Die Kakaobohnen für den CHOCEUR CHOCO CHANGER sind Fairtrade-zertifiziert und werden über Tony’s Open Chain (TOC) bezogen – eine Initiative, die sich für einen systemischen Wandel einsetzt und landwirtschaftliche Genossenschaften in Ghana und der Elfenbeinküste stärkt. Durch den Bezug von Kakao über Tony’s Open Chain können wir die Rückverfolgbarkeit jeder einzelnen Bohne bis hin zu den Landwirt:innen sicherstellen. Als aktives Mitglied der TOC Mission Ally verpflichtet sich ALDI SÜD, eine zusätzliche Prämie zu zahlen, um die Landwirt:innen auf ihrem Weg zu einem existenzsichernden Einkommen zu unterstützen und ihre Betriebe durch landwirtschaftliche Programme zu stärken. Langfristige Partnerschaften fördern die Einkommensstabilität und ermöglichen es den Landwirt:innen, in ihre Zukunft zu investieren.
Seit dem Beitritt zu Tony’s Open Chain im Jahr 2021 als erster internationaler Discount-Lebensmitteleinzelhändler hat die ALDI SÜD Gruppe weltweit über 8,3 Millionen CHOCO CHANGER Tafeln verkauft. Jede einzelne trägt zur Unterstützung von Kakaoanbau-Gemeinschaften bei. Um diesen positiven Wandel weiter voranzutreiben, haben wir unsere Partnerschaft als TOC Mission Ally um weitere fünf Jahre bis 2031 verlängert.
Wie können wir Kakao verantwortungsvoller beschaffen?
Wir arbeiten eng mit unseren Kakaolieferanten zusammen, um sicherzustellen, dass sie unsere Anforderungen an eine verantwortungsvolle Beschaffung erfüllen. Die ALDI SÜD Nachhaltigkeitsstandards für Geschäftspartner legen verbindliche Mindestanforderungen fest. Sie umfassen grundlegende Normen wie Sorgfaltspflichtprozesse, Umweltschutz, Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie eine Null-Toleranz-Regelung gegenüber Diskriminierung, Zwangs- und Kinderarbeit.
Zertifizierungen sind ein zusätzliches Instrument, um die Umsetzung von Nachhaltigkeitsstandards im Kakaoanbau zu unterstützen. Die HOFER und die ALDI SÜD Gruppe arbeiten daher mit anerkannten Zertifizierungsorganisationen zusammen, um strenge Anforderungen zu unterstützen und die kontinuierliche Verbesserung auf den Farmen zu fördern.
Knapp 100 Prozent unserer kakaohaltigen Eigenmarkenartikel mit einem Kakaoanteil von über 1 % sind nach Fairtrade, dem Fairtrade-Rohstoffprogramm Kakao oder Rainforest Alliance zertifiziert. Darüber hinaus haben wir für definierte Warengruppen eigene Fairtrade-Ziele definiert. Wir beteiligen uns am Fairtrade-Kakao-Programm, das Kakao-Bäuer:innen durch fairere Handelsbedingungen unterstützt, die soziale Entwicklung in den landwirtschaftlichen Gemeinschaften fördert und zu besseren Umweltpraktiken beiträgt. Weiters arbeiten wir mit der Rainforest Alliance zusammen, einer internationalen gemeinnützigen Organisation und einem Zertifizierungsprogramm, das Landwirt:innen, Unternehmen und Verbraucher:innen zusammenbringt, um den Schutz der Menschenrechte zu fördern, Wälder zu erhalten und eine verantwortungsvolle Landwirtschaft voranzutreiben.
CHOCEUR CHOCO CHANGER – unsere zertifizierte und transparente Schokolade
Die Kakaobohnen für den CHOCEUR CHOCO CHANGER sind Fairtrade-zertifiziert und werden über Tony’s Open Chain (TOC) bezogen – eine Initiative, die sich für einen systemischen Wandel einsetzt und landwirtschaftliche Genossenschaften in Ghana und der Elfenbeinküste stärkt. Durch den Bezug von Kakao über Tony’s Open Chain können wir die Rückverfolgbarkeit jeder einzelnen Bohne bis hin zu den Landwirt:innen sicherstellen. Als aktives Mitglied der TOC Mission Ally verpflichtet sich ALDI SÜD, eine zusätzliche Prämie zu zahlen, um die Landwirt:innen auf ihrem Weg zu einem existenzsichernden Einkommen zu unterstützen und ihre Betriebe durch landwirtschaftliche Programme zu stärken. Langfristige Partnerschaften fördern die Einkommensstabilität und ermöglichen es den Landwirt:innen, in ihre Zukunft zu investieren.
Seit dem Beitritt zu Tony’s Open Chain im Jahr 2021 als erster internationaler Discount-Lebensmitteleinzelhändler hat die ALDI SÜD Gruppe weltweit über 8,3 Millionen CHOCO CHANGER Tafeln verkauft. Jede einzelne trägt zur Unterstützung von Kakaoanbau-Gemeinschaften bei. Um diesen positiven Wandel weiter voranzutreiben, haben wir unsere Partnerschaft als TOC Mission Ally um weitere fünf Jahre bis 2031 verlängert.
Projekte, die positive Veränderungen bewirken
Unsere Partnerschaft mit Tony’s Open Chain ist eine von mehreren Initiativen, die darauf abzielen, systemische Veränderungen in der Kakao-Lieferkette zu unterstützen. In Zusammenarbeit mit ausgewählten Lieferanten und Branchenpartnern fördern wir Projekte, die darauf ausgerichtet sind, zukunftsfähige landwirtschaftliche Praktiken zu stärken und die Lebensbedingungen in den Kakaoanbauregionen zu verbessern.
Darüber hinaus beziehen wir derzeit Kakao für ausgewählte Schokoladenprodukte von der Genossenschaft ECAMOM in der Elfenbeinküste. Unsere Partnerschaft mit ECAMOM begann 2020 in Zusammenarbeit mit Fairtrade und dem Schokoladenhersteller Storck mit dem Ziel, einen skalierbaren Ansatz für langfristige Wirkungen in den Ursprungsländern zu entwickeln.
Vier Jahre später wurde diese Zusammenarbeit durch ein Folgeprojekt verlängert, das sich auf die Etablierung langfristigerer Beschaffungsvereinbarungen konzentriert. Diese Initiative zielt darauf ab, die Widerstandsfähigkeit der Kakao-Genossenschaften zu stärken und gleichzeitig Investitionen in nachhaltige Anbaumethoden sowie die Verbesserung der Lebensbedingungen der Landwirt:innen zu unterstützen.
Zusammenarbeit und Interessenvertretung für den Wandel
Wir streben den Aufbau langfristiger Partnerschaften mit Produzenten, Lieferanten, Partnern, zivilgesellschaftlichen Organisationen und der Politik an, um gemeinsam branchenweite Lösungen zu entwickeln, die eine verbesserte Kakaoproduktion unterstützen.
Freiwillige und regulatorische Rahmenbedingungen spielen eine wichtige Rolle bei der Förderung von Praktiken, die eine nachhaltige Lebensmittelproduktion ermöglichen.
Wir sind davon überzeugt, dass gesetzliche Maßnahmen gegen Entwaldung, wie die EU-Verordnung für entwaldungsfreie Lieferketten (EUDR), dazu beitragen können, importbedingte Entwaldung zu reduzieren und die Anforderungen an entwaldungsfreie Produkte zu stärken.
ALDI SÜD hat sich öffentlich für die Einführung der EU-Richtlinie zur Sorgfaltspflicht von Unternehmen im Bereich der Nachhaltigkeit (Corporate Sustainability Due Diligence Directive, CSDDD) ausgesprochen und ist während der Verhandlungen zum „Sustainability Omnibus I“ konsequent dafür eingetreten, die Kernprinzipien der Richtlinie zu wahren.
Wir arbeiten zusammen mit:
Organisationen wie der Rainforest Alliance und Fairtrade, die Standards für fairen Handel festlegen, um Zertifizierungskriterien zu stärken und zusätzliche regenerative Ansätze bei ausgewählten Rohstoffen zu integrieren, die den Fortschritt voranzutreiben.
Multi-Stakeholder-Initiativen wie dem Forum Nachhaltiger Kakao in Deutschland, um die Etablierung verantwortungsvollerer Praktiken in der gesamten Branche zu fördern.
