Kaffee

Kaffee

HOFER als Teil der ALDI SÜD Gruppe setzt sich aktiv mit menschenrechtlichen und umweltbezogenen Risiken in der Kaffee-Lieferkette auseinander. Wir arbeiten eng mit unseren Lieferanten und Partnern zusammen, um die regenerative Landwirtschaft und die Lebensgrundlagen der Kleinbäuer:innen zu fördern. So stellen wir sicher, dass unsere Kund:innen ihre Tasse Kaffee nicht nur heute, sondern auch noch in vielen Jahren genießen können.

Wichtige Kennzahlen:

  • Weltweit werden jährlich etwa 170 Millionen Säcke Kaffee konsumiert*
  • Bis zu 25 Millionen landwirtschaftliche Haushalte weltweit sind für 80 Prozent der globalen Produktion verantwortlich**
  • 100 % unseres Kaffee-Eigenmarkensortiments sind seit Ende 2023 zertifiziert (Fairtrade, Rainforest Alliance, 4C oder Bio).
  • Zusammen mit unserem Partner NewCoffee bieten wir mehr als 100 verschiedene zertifiziere Kaffeeprodukte an

Wer liebt nicht eine gute Tasse Kaffee?

Kaffee ist eines der weltweit am häufigsten konsumierten Getränke. Die jährliche globale Produktion liegt bei etwa 170 Millionen Säcken mit einem Gewicht von jeweils rund 60 kg. Die weltweite Nachfrage steigt kontinuierlich und wird sich bis 2050 voraussichtlich verdreifachen. Allerdings sind die Produktionsmengen zuletzt unter Druck geraten und das hauptsächlich aufgrund der sich schnell verändernden klimatischen Bedingungen in den wichtigsten Kaffeeanbaugebieten.

Mehr als die Hälfte des weltweiten Kaffees wird in Brasilien und Vietnam produziert. Dort sichert der Sektor die Lebensgrundlage von Millionen Haushalten. Kaffee wird vor allem in kleinbäuerlichen Betrieben angebaut, in denen die Kaffeekirschen oft von Hand geerntet werden. Viele dieser Kleinbäuer:innen leben unterhalb der Armutsgrenze und haben Mühe, ein existenzsicherndes Einkommen zu verdienen. Sie haben oft nur begrenzten Zugang zu Bildung und Ressourcen, während ihre Ernten Risiken wie Schädlingen, Krankheiten, Bodenverschlechterung und Wasserknappheit ausgesetzt sind.

Sinkende Erträge und Preisschwankungen können den Druck auf die Kleinbäuer:innen erhöhen und in einigen Fällen dazu beitragen, dass landwirtschaftliche Flächen in Waldgebiete ausgedehnt werden. Dies kann zu weiteren ökologischen Herausforderungen wie Entwaldung und dem Verlust der biologischen Vielfalt führen.

Um Veränderungen im Kaffeesektor zu bewirken, unterstützen wir Kleinbäuer:innen dabei, ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber den Klimakrise-Folgen zu stärken und gleichzeitig nachhaltige und existenzsichernde Lebensgrundlagen zu schaffen.

Um die Resilienz der Kaffee-Lieferkette zu fördern, setzen wir auf eine Reihe miteinander verknüpfter Maßnahmen, um diese Herausforderungen aus verschiedenen Blickwinkeln anzugehen. Dazu gehören die Verbesserung der Transparenz- und der Beschaffungspraktiken, gemeinsame Investitionen in Initiativen direkt auf den Farmen sowie die Beteiligung am politischen Dialog zur Förderung geeigneter Rahmenbedingungen.

Frau bei der Kaffee Ernte

Verantwortungsbewusste Beschaffung ist unser Fundament

Wir arbeiten eng mit unseren Lieferanten zusammen, um die Transparenz in der gesamten Kaffee-Lieferkette zu erhöhen. Dadurch können wir die Herkunft der verwendeten Produkte und Rohstoffe zurückverfolgen. Dies hilft uns auch sicherzustellen, dass unsere Anforderungen an eine verantwortungsbewusste Beschaffung, wie etwa unsere Verpflichtung, Entwaldung und Landumwandlung in unseren kritischen Lieferketten zu stoppen, erfüllt werden und potenzielle Menschenrechtsverletzungen sowie Umweltrisiken wirksam angegangen werden.

Die ALDI SÜD Nachhaltigkeitsstandards für Geschäftspartner legen verbindliche Mindestanforderungen für alle unsere Geschäftspartner fest. Sie umfassen grundlegende Normen, darunter Sorgfaltspflichten (Due-Diligence-Prozesse), Umweltschutz, Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie eine Null-Toleranz-Regelung gegenüber Diskriminierung, Zwangs- und Kinderarbeit.

Wir nutzen unabhängige Zertifizierungssysteme, die dabei unterstützen, dass anerkannte und glaubwürdige soziale und ökologische Kriterien in der Kaffeeproduktion erfüllt werden. Der Kaffee, den wir beziehen, ist nach Standards zertifiziert, die wichtige Aspekte in Kaffeeanbauregionen berücksichtigen. Diese betreffen auch Nachhaltigkeitsherausforderungen im Zusammenhang mit biologischer Vielfalt. Seit Ende 2023 ist 100 Prozent unseres Kaffee-Eigenmarkensortiments zertifiziert (Fairtrade, Rainforest Alliance, 4C oder Bio).

Kaffeebohnen

Darüber hinaus haben wir ausgewählte Nachhaltigkeitsprogramme von Händlern analysiert, um zu prüfen, inwiefern sie uns dabei helfen können, unsere Beschaffungs- und Nachhaltigkeitsinitiativen noch gezielter auf spezifische Herkunftsländer und lokale Herausforderungen abzustimmen. Auf Basis dieser Bewertung haben wir mehrere Programme für unsere Beschaffung zugelassen, darunter ofi AtSource, Sucafina Impact und LDC RSP Advanced. Diese Programme werden von der ALDI SÜD Gruppe (darunter HOFER) nur unter der Bedingung genutzt, dass Programmteilnehmer:innen, wie Kleinbäuer:innen, vorab durch eine qualifizierte und akkreditierte, unabhängige Drittorganisation geprüft wurden.

All diese Programme sind von der Global Coffee Platform (GCP) als mit dem Coffee Sustainability Reference Code vereinbar anerkannt und erfüllen die Anforderungen an glaubwürdige, unabhängig geprüfte und verantwortungsvolle Beschaffungspraktiken. Sie sind zudem im Kaffeesektor, auch innerhalb der landwirtschaftlichen Gemeinschaften, weit verbreitet.

Entwicklung einer Kaffeebeschaffungsstrategie mit der Rösterei NewCoffee

NewCoffee ist die hauseigene Kaffeerösterei von ALDI SÜD und der Hauptlieferant für Kaffee der gesamten Unternehmensgruppe. Diese Partnerschaft ist über die Jahre durch den gemeinsamen Fokus entstanden, eine verantwortungsbewusste Beschaffung zu fördern. Unser gemeinsamer Beschaffungsansatz konzentriert sich darauf, die Beziehungen zu Lieferanten und Genossenschaften in den wichtigsten Ursprungsländern zu stärken: Brasilien, Vietnam, Honduras und Peru.

Indem wir langfristige Beziehungen zu vertrauenswürdigen Kaffeeproduzenten aufbauen, die Abnahmemengen erhöhen und gemeinsam in ausgewählte Initiativen investieren, ermöglichen wir eine höhere Planungssicherheit und Stabilität für die Kleinbäuer:innen. Das fördert stabilere Beschaffungsbeziehungen und kontinuierliche Investitionen in Menschenrechte, Umweltschutz und den Übergang zu stärker regenerativen Kaffeeanbaumethoden.

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Projekte, die positive Veränderungen bewirken

Unsere Partnerschaft mit NewCoffee ist eine von mehreren Initiativen, in denen wir uns gemeinsam mit Lieferanten und anderen Interessensgruppen engagieren, um einen systemischen Wandel in der Kaffee-Lieferkette voranzutreiben. Wir arbeiten eng mit ausgewählten Lieferanten und Industriepartnern an Projekten, die darauf abzielen, die Einführung zukunftsfähiger Anbaumethoden zu unterstützen und die Resilienz der kaffeeproduzierenden Gemeinschaften in unseren Hauptbeschaffungsregionen, wie Brasilien, Vietnam, Honduras und Peru, zu stärken.  

Zu folgenden Projekten haben wir bereits beigetragen bzw. sind in sie involviert:

  • Zwischen 2021 und 2025 hat die ALDI SÜD Gruppe (darunter HOFER) mit ihrem Lieferanten ofi (Olam Food Ingredients) an einem Projekt zusammengearbeitet, das rund 1.000 kaffeeanbauende Haushalte in Honduras umfasste. Ziel war es, die Lücke zu einem existenzsichernden Einkommen für die Kleinbäuer:innen durch Ertragssteigerungen und einen verbesserten Marktzugang zu schließen. Begleitet wurde dies durch Schulungen zu Themen wie Bodengesundheit, Schnitttechniken, Wassermanagement, Gerätenutzung und dem verantwortungsvollen Umgang mit Agrarchemikalien.  
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  • Gemeinsam mit internationalen Händlern und Röstereien wie Sucden, Tchibo und Lavazza sind wir dem Resilient Coffee Programme von IDH in Vietnam beigetreten. Dieses Programm unterstützt Maßnahmen zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen, zur Stärkung der Versorgungssicherheit und zur Einführung regenerativer Landwirtschaftspraktiken in der Kaffeeproduktion.  
      

  • Wir arbeiten mit Partnern wie PUR zusammen, um unser Engagement für umfassendere regenerative Landwirtschaftsansätze zu vertiefen. Der Schwerpunkt liegt zunächst auf den Kaffeeanbauregionen in Brasilien. Ziel ist es, die Wiederherstellung von Ökosystemen zu unterstützen, die Widerstandsfähigkeit der Kleinbäuer:innen zu stärken und langfristig neue Möglichkeiten für die Agroforstwirtschaft und die Kohlenstoffspeicherung zu erschließen.

Zusammenarbeit und politisches Engagement für den Wandel

Eine effektive Abstimmung zwischen den wichtigsten Stakeholdern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ist entscheidend, um systemische Herausforderungen zu bewältigen und branchenweite Lösungen für eine verantwortungsbewusste Kaffeeproduktion und -beschaffung voranzutreiben.

Freiwillige und regulatorische Rahmenbedingungen spielen eine wichtige Rolle bei der Förderung von Praktiken, die eine bessere Lebensmittelproduktion ermöglichen. Wir sind davon überzeugt, dass gesetzliche Maßnahmen gegen Entwaldung, wie die EU-Verordnung für entwaldungsfreie Lieferketten (EUDR), dazu beitragen können, importbedingte Entwaldung zu reduzieren und die Anforderungen an entwaldungsfreie Produkte zu stärken.

ALDI SÜD (darunter HOFER) hat sich öffentlich für die Einführung der EU-Richtlinie zur Sorgfaltspflicht von Unternehmen im Bereich der Nachhaltigkeit (Corporate Sustainability Due Diligence Directive, CSDDD) ausgesprochen und ist während der Verhandlungen zum „Sustainability Omnibus I“ konsequent dafür eingetreten, die Kernprinzipien der Richtlinie zu wahren.    

→ Mehr erfahren: Mitgliedschaften und Partnerschaften

Mann bei Kaffeeernte

Einsatz entlang der Lieferketten

Obst und Gemüse

Obst und Gemüse

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Kühe fressen Heu

Milcherzeugnisse und Rindfleisch

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Fußnoten:

*  International Coffee Organization

**  FAQ