Richtig grillen: Tipps zu Vorbereitung, Grillgut & gesundheitlichen Aspekten

Grillen gehört für viele Familien in Österreich zum Sommer wie die Sonne selbst. Doch richtig grillen ist je nach Lebensmittel und Grillgerät durchaus eine Herausforderung: Unterschiedliches Grillgut ist mit unterschiedlichen Garzeiten, Temperaturen und Techniken verbunden. Denn ist der Fisch bereits trocken, während das Gemüse noch roh auf dem Rost liegt, ist der Genuss schnell dahin. Doch keine Sorge: Ob Fleisch, Fisch, Grillkäse oder Gemüse: Mit der richtigen Vorbereitung, dem passenden Griller und ein paar grundlegenden Tipps gelingt das Barbecue für alle Gäste.  

Gute Vorbereitung für richtiges Grillen

Die richtige Vorbereitung ist alles – damit wird das Grillen zu einem entspannten Erlebnis ohne Stress und du kannst dich auf das Wesentliche konzentrieren: auf den Genuss mit der Familie. Was ist also zu tun? Prüfe beispielsweise, ob je nach Art des Grillers noch genügend Holzkohle, Anzünder oder Gas vorhanden sind. Auch die Vorlieben aller Beteiligten in Bezug auf das Grillgut sollten schon beim Einkauf berücksichtigt werden.

Bevor der Griller angeheizt wird:

  • Den Vorrat an Holzkohle, Anzünder oder Gas prüfen und ev. nachkaufen
  • Grillzubehör vorbereiten: Kohle, Anzündkamin, Grillbesteck, Grillwannen, Alufolie etc.
  • Griller an geeignetem Platz aufstellen (am besten im Schatten)
  • Grillgut schneiden und nach Belieben marinieren (eventuell bereits am Vorabend)
  • Salate, Beilagen und Grillsaucen vorbereiten und einkühlen

  

Das Grillgut auf den Punkt garen

Welche Lebensmittel auf den Griller kommen, ist sehr unterschiedlich. Viele Österreicher:innen setzen vor allem auf Fleisch und Würstel. Auch Fisch vom Grill ist ein Genuss. Als Grillbeilagen eignet sich Gemüse in vielen Varianten.

HOFER bietet nicht nur saftiges Fleisch, frischen Fisch und knackiges Gemüse für jeden Grill, sondern sorgt für hochwertige Qualität der Lebensmittel und gibt hier praktische Tipps zur Zubereitung. Denn ob das Grillgut besonders schmackhaft wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Fleisch richtig grillen

Bei der Zubereitung von Fleisch am Grill sollte auf die richtigen Temperaturen und Garzeiten geachtet werden, um es saftig auf den Teller zu bekommen. Eine detaillierte Tabelle zeigt die einzelnen Garzeiten nach der Dicke des Fleisches beim Grillen, denn schon wenige Zentimeter Unterschied erhöhen die Grillzeit um mehrere Minuten:

Rindfleisch (Steak)

2 cm dick

4 bis 6 min

Rindfleisch (Steak)

5 cm dick

14 bis 18 min

Lammfleisch (Kotelett)

2 bis 3,5 cm

8 bis 10 min

Schweinefleisch (Kotelett)

2 cm

6 bis 8 min

Bratwurst (gebrüht)

klassisch

10 bis 12 min

Zusätzlich wird empfohlen:

  • Fleisch sollte nie lange direkt über der Glut auf den Grillrost gelegt werden, da es bei starker Hitze schnell schwarz wird und austrocknet. Direktes Grillen sorgt lediglich für Röstaromen.
  • Indirektes Grillen von Fleisch sollte möglichst bevorzugt werden. Dafür wird das Fleisch an den Rand des Grillrosts und der Deckel auf den Griller gelegt. Ein Grillthermometer kann hilfreich sein, um die Kerntemperatur zu überwachen und den optimalen Garpunkt zu erkennen.
  • Fleisch und Fisch bekommen durch eine individuelle Marinade eine besondere Note. Zubereiten lässt sich diese unter anderem mit frischen Kräutern, etwas Chili und Öl.

  

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Gemüse am Grill zubereiten

Grillgemüse ist sehr beliebt als Beilage zu Fleisch und Fisch und gehört häufig zu einem gelungenen Barbecue. Wer möchte, verzichtet sogar komplett auf Fleisch und grillt rein vegetarisch, zum Beispiel mit gegrillten Süßkartoffeln mit Erdnuss-Dressing. Damit die Zubereitung von Gemüse am Grill gelingt, gibt es folgende Empfehlungen:

  • Gemüse sollte in möglichst gleichmäßige Stücke, Scheiben oder Streifen geschnitten werden. Durch eine einheitliche Größe wird ein stimmiger Garpunkt möglich.
  • Maiskolben und Kartoffeln sollten vorgegart werden, damit sich die Zubereitungszeit am Grill wesentlich verkürzt.
  • Gemüse sollte mit einem hitzebeständigen Öl eingepinselt werden, um das Ankleben am Rost oder in Grilltassen zu vermeiden.

  

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Fisch vorbereiten und richtig grillen

Je fester das Filet, umso besser eignet sich auch Fisch für die Zubereitung am Grill. Zudem sollte Fisch gut vorbereitet werden, um auf dem Griller ein schmackhaftes Ergebnis zu erzielen. Häufig ist er beim Einkaufen bereits küchenfertig, ausgenommen und entgrätet. Auch Tiefkühlfisch kann gegrillt werden, wenn er zwei Stunden vor dem Grillen aus dem Gefrierschrank genommen wird. Zu beachten ist, dass Fisch in Alufolie gegrillt werden sollte, da das zarte Fischfleisch am Grillrost leicht zerfällt.

Beim Grillen von Fisch ist auch ein Grillthermometer hilfreich, um die Kerntemperatur bestimmen zu können. Folgende Richtzeiten dienen als Orientierung in Hinblick auf den perfekten Garpunkt:

Lachs

60 °C

5 bis 10 min / Seite

Thunfisch

58 °C

4 bis 8 min / Seite

Forelle

60 °C

15 bis 20 min / Seite

  

Ideen für das Marinieren von gegrilltem Fisch:

  • Hochwertige Pflanzenöle (Raps- oder Olivenöl) sorgen dafür, dass Gewürze und Marinaden gut in den Fisch einziehen.
  • Säuren und Salz sollten eine Fisch-Marinade nicht dominieren.
  • Gewürze und frische Kräuter (Dill, Fenchel, Rosmarin und Thymian) bringen die Aromen zur Geltung.

  

Das süße Ende eines gelungenen Grillabends

Für einen süßen Abschluss sorgen frische Früchte – natürlich ebenfalls vom Grill. Auch Obst lässt sich grillen, sollte aber in einigen Fällen in Alufolie oder Grillschalen auf den Grillrost gelegt werden. Schmackhaft sind unter anderem gegrillte Bananen, Ananas, Birnen, Erdbeeren und Pfirsiche sowie Feigen.

Zu den Desserts vom Grill

  

Grillarten: Den richtigen Grill wählen

Ob Gasgrill, Holzkohle, Elektroequipment oder Smoker – die Wahl des Grillgeräts hängt von persönlichen Vorlieben, dem verfügbaren Platz und dem gewünschten Geschmacksergebnis ab. Jede Grillart bringt dabei ihre eigenen Stärken und Besonderheiten mit sich:

Gasgrill

  • Schnelle Inbetriebnahme per elektronischer Zündung
  • Gasflasche vor jeder Nutzung auf Füllstand und Dichtheit prüfen
  • Sowohl direktes als auch indirektes Grillen möglich
  • Deckel für indirektes Grillen nicht vergessen

  

Holzkohle & Kugelgrill

  • Mehr Vorbereitungsaufwand, dafür authentisches Grillaroma
  • Glut am einfachsten mit einem Anzündkamin erzeugen
  • Grillgut nicht direkt über der Glut, sondern seitlich oder erhöht auflegen
  • Indirektes Grillen schont das Grillgut und reduziert Rauchentwicklung

  

Elektrogrill

  • Ideal für Balkon und Terrasse – sicher und unkompliziert
  • Auffangschale vor der Nutzung mit etwas Wasser befüllen, dies erleichtert die Reinigung erheblich

  

Smoker

  • Holz in der separaten Firebox einige Zeit vorab anheizen
  • Erst bei 110 bis 130 °C in der Garkammer das Grillgut auflegen
  • Langsames, indirektes Grillen für intensiven, rauchigen BBQ-Geschmack

Richtig grillen: Das sollten Sie im Hinblick auf Ihre Gesundheit beachten

Immer wieder hört man von gesundheitsschädlichen Substanzen, die beim Grillen durch die hohen Temperaturen entstehen können. Außerdem liest man in dem Zusammenhang recht häufig von „Kalorienfallen“. Damit du Grillabende unbeschwert genießen kannst, haben wir nachfolgend die wichtigsten Infos zusammengefasst, wie potenziell schädliche Substanzen minimiert und das Kalorienkonto im Zaum gehalten werden können.

Welche Schadstoffe entstehen beim Grillen?

Die hohen Temperaturen beim Grillen können chemische Reaktionen auslösen, bei denen gesundheitsschädliche – teils krebserregende – Stoffe entstehen. Das klingt zunächst beunruhigend, lässt sich aber mit ein paar gezielten Maßnahmen gut in den Griff bekommen.

Schadstoff

Entstehung

Risiko

Nitrosamine

Beim Erhitzen von gepökelten Fleisch- und Wurstwaren (Speck, Leberkäse, gepökelte Würste)

Krebserregend

PAK (Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe)

Wenn Fett in die Glut tropft und Rauch entsteht, der sich am Grillgut absetzt

Krebserregend, erbgutverändernd

HAA (Heterozyklische aromatische Amine)

Wenn proteinreiches Grillgut über 150 °C stark gebräunt oder verbrannt wird

Krebserregend, erbgutverändernd

Aluminium

Wenn Aluschalen oder -folie mit Salz oder Säure (z. B. Zitronensaft) in Kontakt kommen – verstärkt durch Hitze

Gesundheitlich bedenklich bei erhöhter Aufnahme

So reduzierst du Schadstoffe beim Grillen

Grillgut & Lebensmittelwahl

  • Gepökelte Wurst- und Fleischwaren (Speck, Leberkäse) möglichst vom Grill fernhalten – stattdessen unverarbeitetes Frischfleisch verwenden
  • Grillgut nicht anbrennen lassen: Je dunkler und verbrannter, desto höher der Schadstoffgehalt
  • Verbrannte Stellen großzügig wegschneiden, bevor das Grillgut serviert wird

  

Grillmethode & Aufbau

  • Glut beim Holzkohlegrill seitlich lagern, nicht direkt unter dem Grillgut – so tropft weniger Fett in die Kohle, die Rauchentwicklung sinkt und das Grillgut gart schonender
  • Grillrost so einsetzen, dass ein ausreichender Abstand zwischen Kohle und Lebensmitteln besteht
  • Indirektes Grillen generell bevorzugen

  

Aluschalen & Grillzubehör

  • Bei Verwendung von Aluschalen oder Alufolie: Grillgut erst nach der Zubereitung mit Salz und Zitronensaft würzen
  • Wer das vermeiden möchte, greift besser zu Grillschalen aus Emaille oder Edelstahl – dort kann das Grillgut ohne Bedenken vorab mariniert und gewürzt werden

  

Der natürliche Schutz: Kräuter & Knoblauch in der Marinade

Eine der wirksamsten und gleichzeitig einfachsten Maßnahmen ist die richtige Wahl der Marinade. Bestimmte Kräuter enthalten hohe Mengen an Antioxidantien, die die Entstehung von HAAs nachweislich reduzieren. Studien zeigen, dass etwa Knoblauch in der Marinade die HAA-Konzentration um bis zu 70 % senken kann.

Besonders empfehlenswerte Zutaten für die Grillmarinade:

  • Rosmarin – höchster Antioxidantiengehalt
  • Oregano, Salbei, Basilikum
  • Knoblauch

  

Eine aromatische Marinade aus Kräutern, Knoblauch und hochwertigem Pflanzenöl ist also nicht nur ein Gewinn für den Geschmack – sie schützt beim Grillen auch aktiv die Gesundheit.

  

Hygiene beim Grillen: Mikrobielle Belastung vermeiden

Neben den chemischen Schadstoffen, die beim Grillen entstehen können, gibt es eine weitere Gesundheitsgefahr, die leicht unterschätzt wird: Krankheitserreger wie Salmonellen oder Campylobacter. Gerade im Sommer – wenn Speisen länger in der Wärme stehen – können sich Bakterien rasch vermehren und zu ernsteren Beschwerden führen. Mit ein paar einfachen Hygienemaßnahmen lässt sich dieses Risiko jedoch zuverlässig minimieren.

Die wichtigsten Hygiene-Regeln beim Grillen

Kühlung & Lagerung

  • Salate, Dips, Saucen und verzehrfertige Speisen bis kurz vor dem Servieren im Kühlschrank aufbewahren
  • Rohes Fleisch, Geflügel und Eier stets getrennt von anderen Lebensmitteln lagern und vorbereiten
  • Rohes Grillgut nicht in der Sonne stehen lassen – Wärme ist der ideale Nährboden für Bakterien

  

Zubereitung & Durchgaren

  • Rohes Fleisch und Geflügel immer vollständig durchgaren – Bakterien werden erst durch ausreichende Hitze abgetötet
  • Geflügel ist erst dann sicher, wenn das Fleisch bis in den Kern weiß ist – kein Rosa, kein roter Fleischsaft
  • Separate Utensilien (Messer, Bretter, Zangen) für rohes Fleisch und verzehrfertige Speisen verwenden

  

Dessert & Nachspeisen

  • Bei Desserts auf Zubereitungen mit rohen Eiern verzichten – Klassiker wie Tiramisu oder Mousse au Chocolat bergen beim Grillen im Freien ein erhöhtes Risiko.
  • Eierfreie Alternativen wählen: Fruchtsalat, gegrillte Früchte oder Eis bieten sich als sichere und ebenso köstliche Abschlüsse an.

  

Die Kalorien beim Grillen im Blick behalten

Wer die bisherigen Tipps zu Schadstoffen und Hygiene beherzigt, hat bereits viel für einen gesunden Grillabend getan. Ein letzter Aspekt sei noch erwähnt – ohne dabei den Genuss zu schmälern: Gegrilltes kann, je nach Wahl der Lebensmittel und Beilagen, durchaus kalorienreich sein. Zum Glück bedarf es nur kleiner Anpassungen –und schon schlemmst du ganz ohne schlechtes Gewissen.

  • Mageres Fleisch bevorzugen: Beim Einkauf lohnt es sich, zu magereren Fleischstücken zu greifen. Das kommt nicht nur der Kalorienbilanz zugute, denn weniger Fett bedeutet auch weniger Fettabtropfen in die Glut und damit eine geringere Entstehung von Schadstoffen.
  • Saucen & Dips selbst zubereiten: Fertige Grillsaucen und -dips sind häufig wahre Kalorienbomben. Klassische Knoblauchsauce aus dem Supermarkt beispielsweise enthält meist sehr viel Mayonnaise. Wer sie selbst zubereitet, hat die Kontrolle über die Zutaten: Eine leichte Mayonnaise, mit Joghurt verlängert und frischem Knoblauch verfeinert, schmeckt oft besser als die Fertigvariante und ist deutlich leichter.
  • Gemüse großzügig einplanen: Die einfachste und wirkungsvollste Maßnahme: reichlich Gemüse und Salate auf den Tisch bringen. Gegrilltes Gemüse liefert Vitamine, Ballaststoffe und Farbe – bei sehr wenigen Kalorien. Es sättigt, bereichert das Grillbuffet und sorgt für Abwechslung neben Fleisch und Fisch.

  

Die wichtigsten Tipps nochmal zusammengefasst:

  • Mageres Fleisch verwenden
  • Keine gepökelten Fleisch- und Wurstwaren auf den Grill legen
  • Nichts anbrennen lassen – das Grillgut sollte auf keinen Fall irgendwelche schwarzen, verbrannten Stellen aufweisen! Im Notfall großzügig wegschneiden
  • Fleisch immer gut durchbraten
  • Saucen, Dips und Beilagen erst kurz vor dem Essen aus dem Kühlschrank nehmen
  • Frische Kräuter und Knoblauch für die Grillmarinaden verwenden
  • Wenn du Aluschalen benutzt: unbedingt erst danach mit Salz und Zitronensaft würzen!
  • Es muss nicht immer Fleisch sein: buntes Gemüse kann ebenfalls mariniert und auf den Grill gegeben werden, oder als Beilage und Salat zum Gegrillten gereicht werden

Häufig gestellte Fragen zum richtigen Grillen:

Aufgeschnittener Frisch wie Lachs und Thunfisch liegen auf einem Holzschneidebrett. Ganzer Fisch liegt gekühlt auf Eiswürfeln. Zitronen und Gewürze runden das Bild ab.

Fisch grillen

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Auf einem großen Holzbrett liegen gegrillte Melanzani, Zucchini, Pilze, Paprika, Bohnen, Maiskolben und Rispentomaten. Daneben stehen ein Salz- und Pfefferstreuer.

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