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Foto zeigt eine große Garnelenzucht.

Projekt zur ökologisierten Garnelenzucht in Indien

Mit unserem ökologisierten Garnelenzucht-Projekt setzt HOFER einen Gegenpol zu einer aktuellen Entwicklung in der industriellen Garnelenzucht: Die Verfügbarkeit von Garnelen in nachhaltiger und hoher Qualität ist weltweit seit Jahren sehr stark eingeschränkt. Profit aus der Produktion in Aquakulturen schlagen außerdem meist nur einige wenige große Konzerne, nicht jedoch die eigentlichen Produzenten in den Ursprungsländern selbst. Gerade in Teilen Indiens, in denen die Garnelenzucht eine lange Tradition hat und zu einer der wichtigsten Einnahmequellen zählt, stehen die Garnelenbäuerinnen und -bauern häufig am untersten Ende der Wertschöpfungskette.

Um überleben zu können, züchten sie vielfach in zu kleinen Zuchtbecken viel zu viele Shrimps. Auf Dauer bringt diese intensive Bewirtschaftungsform in der konventionellen Garnelenzucht massive Umweltprobleme mit sich: So wird beispielsweise durch die Abholzung von Mangrovenwäldern ein wichtiges Ökosystem für Jungfische zerstört. Auch führen die zur Abwehr von Krankheitserregern vermehrt eingesetzten Chemikalien zu einer erhöhten Belastung der Umwelt.

Foto zeigt Projektteam bei Besprechung zu ökologisierter Garnelenzucht.

HOFER startet Projekt im indischen West Bengalen

Aufgrund dieser prekären Lage bei der Zucht von Garnelen in vielen Teilen der Welt rief HOFER ein für Österreich einzigartiges Projekt ins Leben. Erklärtes Ziel: die Ökologisierung der Produktion von Riesengarnelen im indischen West Bengalen. Unterstützung erhielten wir von unserem langjährigen Lieferanten HMF Food und der Austrian Development Agency (ADA), der Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit. Die ADA unterstützte das Projekt dabei finanziell und mit dem nötigen Wissen.

Erste Projektschritte 2012

Die Vorbereitungen für das Garnelenprojekt begannen bereits 2012, als die Projektregion im indischen West Bengalen erstmalig evaluiert und auf die Möglichkeit einer ökologisierten Garnelenzucht geprüft wurde. Anfangs holten wir gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern Projektmanager mit an Bord, um vor Ort geeignete Garnelenzüchter zu finden. Im Anschluss wurden die ausgewählten Züchter von der Wichtigkeit des Projekts zur langfristigen Sicherstellung ihrer Lebensgrundlage überzeugt.

Foto von zwei Körben voller Garnelen.

Erfolge in der ökoligisierten Garnelenzucht

Rund vier Jahre später konnte das Projekt zur nachhaltigen, ökologisierten Garnelenzucht mit großen Erfolgen abgeschlossen werden:

  • Aufbau der ersten bio-zertifizierten Lieferkette von Garnelen in Indien
  • Import von bisher über 100 Tonnen Garnelen aus dem Projekt nach Europa
  • Wirtschaftliche Vorteile vor Ort für knapp 500 Projektbeteiligte
  • Verbesserung der Sanitär-, Gesundheits- und Medizinversorgung
  • Bau eines Trinkwasserbrunnens
  • Bepflanzung der Deiche mit Obst- und Gemüsepflanzen zum Hochwasserschutz sowie als Nahrungsquelle

Schulungen für Bio-Qualität von Riesengarnelen

Um die Riesengarnelen als Bio-Ware anbieten zu dürfen, wurden die Garnelenzüchter im Sinne der Nachhaltigkeit geschult. Als Anreiz für die Weiterbildung sicherte HOFER den Garnelenzüchtern langfristige Abnahmegarantien zu. So bieten wir die tiefgekühlten Black Tiger Garnelen in unseren Filialen als Bio-Ware unter der Marke „Natur aktiv“ an und sorgen damit für Genuss mit gutem Gewissen.

Die Projektmitarbeiterinnen und -mitarbeiter in Indien führen unsere Arbeit nach Projektabschluss im Rahmen eines eigens gegründeten Unternehmens nun fort. Die Bäuerinnen und Bauern vor Ort profitieren somit auch zukünftig von allen gesetzten Maßnahmen und produzieren weiterhin Garnelen aus ökologisierter Garnelenzucht für HOFER.