Gruppe von Leuten mit Grillspießen

"Grillfieber"

Mit den ersten Sonnenstrahlen erwachen nicht nur Frühlings-, sondern auch Hungergefühle. Kaum sind die Gartenmöbel aus dem Winterquartier geholt, werden wir vom „Grillfieber” gepackt. Die „heiße Ware” vom heimischen Feuer gehört zu den Lieblingsspeisen der Österreicher. 

Etwa 70 % der Österreicher besitzen laut Umfragen einen Griller und benutzen ihn in der warmen Jahreszeit mindestens einmal pro Monat. Dabei zeigt sich: Grillen ist Männersache. Nur jede vierte Frau betätigt sich gern als „Grillmeisterin”. Des Österreichers liebste Speisen sind Koteletts und verschiedene Sorten von Würsten. Danach folgen Geflügelteile, Steaks und Fisch. Frauen haben es gern leicht: Etwa 43 % lieben gegrilltes Gemüse, während es bei den Männern nur rund 28 % sind. Zunehmend kommt Ausgefallenes wie Lamm, Reh oder Wildschwein auf den Grill. Auch Vegetarier verzichten nicht auf den Grillgenuss. Für sie gibt es u. a. Sojawürstchen, Grillkäse oder Tofu. Das Angebot ist schier unbegrenzt. Doch ehe man sich mit dem „Was” beschäftigt, ist das „Wie” interessant.

Es ist nicht alles Grill, was raucht

Hierzulande wird mit Abstand am liebsten mit dem Holzkohlegrill gewerkt, denn wie kein anderer vermittelt dieser die typische Lagerfeuer-Romantik. Immer beliebter wird aber auch der Gasgrill, der seine Hitze prompt liefert und exakt gesteuert werden kann. Im urbanen Gebiet (sprich: auf Balkonen) setzt sich eine neue Generation effizienter Elektrogriller durch, die nichts mit den leistungsschwachen Geräten vergangener Tage gemein haben.*

Daneben werden noch andere, teils exotische Methoden praktiziert. Manche schwören etwa auf das besondere Geschmackserlebnis beim „Plankengrillen”. Man benötigt dazu ein dickes, unbehandeltes Hartholzbrett (bevorzugt Rot-Zeder). Das Brett wird nun für einige Stunden in Wasser eingeweicht (je länger es eingeweicht wird, am besten über Nacht, umso weicher ist das Holz). Danach wird es auf der Oberseite eingeölt und kommt im Kugelgrill über die Glut oder beim Gasgrill über die Flamme. Nach einigen Minuten beginnt die Unterseite zu glühen. Nun kann das Grillgut aufgelegt, das Brett von der direkten Glut weggezogen und der Deckel geschlossen werden. Durch den heißen Rauch wird das Grillgut indirekt gegart und erhält ein besonderes Aroma. Kenner schwören auf diese Zubereitungsmethode, etwa für zarten Fisch. 

Der „Barbecue-Smoker” (kurz: BBQ-Smoker) ist die in den USA beliebteste Methode, die zunehmend auch Anhänger in Europa findet. Eigentlich ist es kein „Grillen”, das hier stattfindet, sondern ein Garen oder Räuchern bei niedriger Temperatur. Ein Smoker besteht aus zwei getrennten Behältern. In einem wird ein Feuer entfacht, die Glut am Glühen gehalten. Im zweiten Behälter liegt das Gargut. Hat die Glut die richtige Temperatur erreicht (ca. 90–130 °C), wird ein Ventil geöffnet, das den heißen Rauch in den Garbehälter lässt. Das Garen dauert lange, doch das Warten lohnt sich! Das Gargut wird besonders zart und aromatisch. Zunehmend wiederentdeckt wird eine alte Version des Garens: das Kistenbratl. Es bedient sich der Methode des Garens mit „Oberhitze”. Man benötigt dazu zwei Nirosta-(Edelstahl-)Wannen. Eine Kiste mit glühenden Briketts oder Holzstücken wird auf die Kiste mit dem Gargut gesetzt. Die Schwierigkeit besteht darin, die Temperatur konstant zu halten. Das Feuer darf nicht zu heiß werden, aber auch nicht ausgehen. Gute drei Stunden muss man für ein großes Bratl schon an Garzeit einrechnen, aber das ist es wert: Ein Kistenbratl ist eine äußerst saftige und weiche Spezialität. 

Welche Methode Sie auch wählen – wir wünschen Ihnen zu Ihrem nächsten Grillabenteuer schönes Wetter, nette Gesellschaft und einen unvergleichlichen Genuss!

Alles, was Sie sonst noch dazu brauchen, finden Sie im breit gefächerten Grillsortiment bei Hofer. 

*Quelle: amagrillclub.at, www.ama-marketing.at