Wiener Klassiker

Besonders die Hauptstadtküche ist durch die Zeiten der Donaumonarchie stark geprägt und verändert worden. Wien war der Schmelztiegel verschiedener Kulturen und Nationalitäten und das schmeckt man auch in der abwechslungsreichen Wiener Küche. Besonderen Einfluss nahmen Böhmen, Mähren und Ungarn, nicht zuletzt aufgrund der geografischen Nähe zu Österreich. So zum Beispiel im Paprikahenderl, im Fiaker-Gulasch oder im Wiener Saftgulasch, ursprünglich eine Speise der ungarischen Rinderhirten. Besonders das Rindfleisch bzw. das Kalbfleisch hat es den Wienern angetan und ist deshalb auch in zahlreichen traditionellen Gerichten der Hauptakteur, so wie auch im Original Wiener Schnitzel oder im klassischen Tafelspitz.

Mehlspeisen und Kaffeespezialitäten

Die traditionellen Wiener Mehlspeisen haben ebenfalls ihren Beitrag dazu geleistet, dass sich die österreichische Küche allseits einen Namen gemacht hat und in der ganzen Welt großer Beliebtheit erfreut. Germknödel, Apfelstrudel, Palatschinken und Kaiserschmarrn oder nicht zu vergessen die berühmte Sacher Torte, deren Originalrezept immer noch geheim ist. Aber nirgends schmeckt der süße Apfelstrudel besser als in einem gediegenen Wiener Kaffeehaus, wenn ihn der Kellner mit gewohnt ernster Miene zu einer der zahlreichen Kaffeespezialitäten serviert.

Die Wiener Gemüseproduktion

Mit durchschnittlich etwa 1800 Sonnenstunden* im Jahr liegt Wien in der zugleich wärmsten und trockensten Region Österreichs, beste Voraussetzungen also für den Gemüseanbau. In der Bundeshauptstadt werden auf etwa 870 ha ca. 40 verschiedene Sorten Gemüse angebaut, darunter Tomaten oder - wie der Wiener sagt - „Paradeiser“, Gurken, Paprika und verschiedene Salate. Dadurch wird etwa ein Drittel des Eigenbedarfs innerhalb der Hauptstadt erwirtschaftet – eine durchaus beachtliche Menge von etwa 60.000 Tonnen pro Jahr. Der größte Wiener Landwirtschaftsbetrieb befindet sich im Eigentum der Stadt selbst und wird nach strengen Vorschriften als Bio-Anbaufläche für Gemüse und Rebsorten bewirtschaftet. Insgesamt gibt es in Wien etwa 650 landwirtschaftliche Betriebe und etwa 17 Prozent der Fläche werden für den Anbau von Obst, Gemüse, Wein und Brotgetreide genutzt. 

Quellen:
https://www.wien.info/de/einkaufen-essen-trinken/wiener-kueche/rezepte/fleisch-fisch 23.8.17 12:46
* http://wetter.tv/news/oesterreich/london-vs-wien-ein-wettervergleich/3.058.309 23.8.17 12:47
https://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/projekte/landschaft-freiraum/landschaft/landwirtschaft/gemuese.html 23.8.17 12:48
http://www.genuss-region.at/genussregionen/wien/wiener-gemuese/index.html 23.8.17 12:48