Hofer Nährwert-Lexikon

Sie möchten bewusster auf Ihre Ernährung achten und interessieren sich für die Nährwertangaben auf unseren Produkten? Uns ist es wichtig, dass Sie diese richtig verstehen und für sich nutzen können. Deswegen haben wir alle relevanten Begrifflichkeiten im Hofer Nährwert-Lexikon für Sie zusammengestellt. 

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Ballaststoffe

Unter dem Sammelbegriff „Ballaststoffe“ (Nahrungsfasern) werden Bestandteile pflanzlicher Nahrung zusammengefasst, die von den körpereigenen Enzymen des Magen-Darm-Trakts nicht abgebaut werden können.

Es handelt sich um nahezu unverdauliche Kohlenhydrate, die durchaus nicht wertlos sind, sondern einen wichtigen Beitrag zu einer normalen Darmfunktion liefern.

Ballaststoffe befinden sich überwiegend in Vollwertgetreide, Obst, Hülsenfrüchten, Kartoffeln und anderem Gemüse und sind somit ein wichtiger Bestandteil einer ausgewogenen und gesunden Ernährung.

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Brennwert

Der Brennwert eines Lebensmittels wird maßgeblich durch seine Nährstoffzusammensetzung bestimmt. Er bezeichnet den Energiegehalt eines Lebensmittels und wird in Kilojoule (kJ) oder Kilokalorien (kcal) angegeben. Der Brennwert lässt sich als die Energiemenge definieren, die der Körper beim Abbau der Nahrungsbestandteile gewinnen kann.

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Einfach ungesättigte Fettsäuren

Einfach ungesättigte Fettsäuren kommen vor allem in pflanzlichen Fetten vor. Einen besonders hohen Anteil an diesen Fettsäuren weisen Öle, wie Raps- und Olivenöl, auf. Einfach ungesättigte Fettsäuren gelten im Vergleich zu gesättigten Fettsäuren als gesündere Fette, da sie zur Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels beitragen. Für eine gesunde und ausgewogene Ernährung sollten sowohl gesättigte als auch ungesättigte Fettsäuren auf dem täglichen Speiseplan vertreten sein.

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Eiweiß (Protein)

Proteine und ihre Bausteine (Aminosäuren und Peptide) sind wichtige Bestandteile von Lebensmitteln. Sie liefern die für den Aufbau körpereigener Proteine wichtigen Bestandteile, die sogenannten essenziellen Aminosäuren. Diese können vom Körper nicht selbst hergestellt werden. Proteine sind am Aufbau vieler weiterer wichtiger Körpersubstanzen, wie z. B. Hormone, beteiligt. Sie sind Geschmacksträger für Lebensmittel und Vorläufer von Geruchs-, Geschmacks- und Farbstoffen, die beim Zubereiten (Kochen, Braten, Backen) von Lebensmitteln entstehen können.

Zu den eiweißreichen Lebensmitteln zählen Milch und Milchprodukte, Eier, Fleisch, Nüsse und Hülsenfrüchte.

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Energie und Energiebedarf

Beim Abbau der Nahrungsbestandteile wird Energie im Körper freigesetzt, die alle lebensnotwendigen Funktionen des menschlichen Organismus ermöglicht: Muskelarbeit, Bewegung, Stoffwechsel und Wachstum wären ohne eine ausreichende Zufuhr von Energie nicht möglich. Die Energie ist somit ein Maß für die Fähigkeit des Körpers „zu arbeiten”.

Der Energiebedarf eines Menschen ergibt sich aus dem Grundumsatz (= Energiemenge, die nötig ist, um den Körper in absoluter Ruhe (Schlaf) über einen Zeitraum von 24 Stunden energetisch zu versorgen), dem Arbeitsumsatz (= Muskelarbeit), der Wärmeproduktion nach Nahrungszufuhr sowie dem Bedarf für Wachstum, Schwangerschaft und Stillzeit.

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Fette

Nahrungsfette sind Energielieferanten, die in der menschlichen Ernährung eine bedeutende Rolle spielen. Sie enthalten als wichtigste Komponente Fettsäuren, die gesättigt, einfach ungesättigt oder mehrfach ungesättigt sein können.

Gleichzeitig sind Fette aber auch Träger der fettlöslichen Vitamine, die im Organismus für viele lebensnotwendige Stoffwechselprozesse und Körperstrukturen benötigt werden. Fette sind ebenfalls Träger von Geschmacks- und Aromastoffen, die den Genusswert eines Lebensmittels ausmachen.

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Gesättigte Fettsäuren

Tierische Fette, wie sie in Butter und Wurst enthalten sind, setzen sich vorwiegend aus gesättigten Fettsäuren zusammen. Pflanzliche Fette (pflanzliche Öle und Margarine) dagegen enthalten vorwiegend ungesättigte essenzielle Fettsäuren, die der Körper nicht selbst herstellen kann. Für eine gesunde und ausgewogene Ernährung sollten sowohl gesättigte als auch ungesättigte Fettsäuren auf dem täglichen Speiseplan vertreten sein.

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Kilokalorie/Kilojoule

Kilokalorie (kcal) oder Kilojoule (kJ) ist die physikalische Messeinheit für den Energiegehalt eines Nahrungsmittels – siehe auch unter „Brennwert“. Die drei Hauptbestandteile der menschlichen Nahrung Kohlenhydrate, Eiweiß und Fett liefern unterschiedliche Mengen an Kalorien. So entstehen aus einem Gramm Fett 9 Kilokalorien, aus jeweils einem Gramm Kohlenhydrat oder Eiweiß dagegen 4 Kilokalorien.

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Kohlenhydrate

Kohlenhydrate zählen zu den Grundnährstoffen, die einen großen Anteil an der Gesamtnahrung haben. Sie sind eine wichtige Energiequelle des Körpers und werden unterschieden in Mono-, Di- und Polysaccharide (alle Zuckerarten, Stärke sowie Ballaststoffe zählen zu den Kohlenhydraten). Kohlenhydrate sind vor allem in Obst, Kartoffeln und Getreideprodukten wie Brot und Teigwaren enthalten.

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Mehrfach ungesättigte Fettsäuren

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind vorranging Bestandteil pflanzlicher Fette. Besonders Öle, wie Distel- und Sonnenblumenöl, enthalten diese Art der Fettsäuren. Da der menschliche Körper mehrfach ungesättigte Fettsäuren nicht selber herstellen kann, müssen diese über die Nahrung aufgenommen werden. Wie auch einfach ungesättigte Fettsäuren tragen sie zur Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels bei. Für eine gesunde und ausgewogene Ernährung sollten sowohl gesättigte als auch ungesättigte Fettsäuren auf dem täglichen Speiseplan vertreten sein.

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Mineralstoffe

Mineralstoffe werden in Mengen- und Spurenelemente eingeteilt. Zu den Mengenelementen zählen u. a. Calcium, Natrium, Kalium und Magnesium, zu den Spurenelementen gehören beispielsweise Eisen, Jod, Zink und Selen.

Da Mineralstoffe sehr vielfältige Funktionen im menschlichen Körper übernehmen, ist eine ausreichende Zufuhr von besonderer Bedeutung. Mineralstoffe leisten als Bausteine bestimmter Körpersubstanzen (Knochen und Zähne) für die Wirkung vieler Enzyme oder aber auch als Geschmacksträger wichtige Arbeit und sind in vielen verschiedenen Lebensmitteln in unterschiedlichen Mengen enthalten.

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Nährwert

Der Körper erfordert zur Aufrechterhaltung der Körperfunktionen eine ausgewogene Zufuhr von Nährstoffen. Diese orientiert sich am Bedarf des Organismus sowie an der Menge und der Zusammensetzung der Nährstoffe.

Nährstoffe werden unterschieden in Kohlenhydrate, Fette, Eiweiße, Vitamine, Mineralstoffe (Mengen- und Spurenelemente) sowie Ballaststoffe.

Da Lebensmittel im Allgemeinen komplexe Stoffgemische sind, bestimmt ihre Zusammensetzung, d. h. die Anteile an enthaltenen Nährstoffen, den Nährwert eines jeden Lebensmittels.

Alle Bestandteile der Lebensmittel dienen der Ernährung des Menschen. Sie liefern die lebensnotwendige Energie und sind gleichzeitig Träger weiterer Eigenschaften wie beispielsweise Aussehen, Geruch, Geschmack und Konsistenz eines Lebensmittels. Diese Eigenschaften machen ebenfalls den Genusswert aus.

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Referenzmengen für die tägliche Nährstoffzufuhr

Referenzmengen für die tägliche Nährstoffzufuhr definieren die empfohlenen Mengen an Kalorien, Fett, gesättigten Fettsäuren, Kohlenhydraten, Zucker, Eiweiß und Salz pro Tag. Der Tagesbedarf variiert je nach Geschlecht, Alter und körperlicher Aktivität. Für den durchschnittlichen Erwachsenen gelten folgende Angaben:

Energie oder Nährstoffe Referenzmenge
Brennwert (kJ/kcal) 8.400/2.000
Fett (g) 70
Davon gesättigte Fettsäuren (g) 20
Kohlenhydrate (g) 260
Davon Zucker (g) 90
Eiweiß (g) 50
Salz (g) 6

Quelle: VO (EU) 1169/2011

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Salz

Salz (Kochsalz) ist an einer Vielzahl von Körperfunktionen beteiligt. Es ist in vielen Fertigprodukten in höherer Konzentration enthalten, in unverarbeiteten Lebensmitteln dagegen nur in geringem Maß.

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Vitamine

Vitamine sind lebensnotwendig und für die Aufrechterhaltung vieler Funktionen im menschlichen Körper verantwortlich. So tragen sie nicht nur zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei, sondern sind auch an der Wirkungsweise zahlreicher Stoffwechselprozesse maßgeblich beteiligt.

Man unterscheidet zwischen fettlöslichen (A, D, E und K) und wasserlöslichen Vitaminen (B1, B2, B6, B12, C, Niacin, Pantothensäure, Biotin und Folsäure), die in unterschiedlichen Mengen in der Nahrung vorkommen können.

Vitaminreiche Lebensmittel sollten ein fester Bestandteil eines ausgewogenen Ernährungsplans sein.

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Zucker

Zucker gehört zur Nährstoffgruppe der Kohlenhydrate. Man versteht unter dem Begriff „Zucker“ im Allgemeinen Mono- und Disaccharide (z. B. Glucose und Fructose), die vom Körper schnell aufgenommen werden. Sie gelangen im Vergleich zu den Polysacchariden (Stärke) rasch ins Blut und liefern somit schnell Energie.

Zucker, der dem Körper über den täglichen Bedarf hinaus zugeführt wird, wird in Form von Fett im Körper eingelagert.

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