Von der Kuh zum Milchpäckchen

Tiefen- und mikrofiltrieren, homogenisieren und baktofugieren: Bevor die Milch aus dem Kuheuter ins Milchpäckchen gelangt, müssen noch einige Stationen absolviert werden. Machen Sie sich mit uns auf die Reise der Milch von der Kuh bis zum Milchpäckchen! Übrigens: Ein Drittel der in Österreich produzierten Milch stammt aus Oberösterreich.  

1. Melken

Der Weg unserer Milch in den Handel beginnt mit dem Melken. Gemolken wird heute fast ausschließlich mit Melkmaschinen und das zweimal täglich zu festen Zeiten. Schließlich wissen die Kühe genau, wann sie gemolken werden und richten ihre Milchproduktion auch genau danach aus. Am meisten Milch wird von den Konsumenten im Winter nachgefragt – ausgerechnet zu der Zeit, zu der Kühe am wenigsten Milch geben.

2. Abholen der Milch

Jeden oder jeden zweiten Tag sammelt ein Milchtankwagen die gekühlte Rohmilch von den Bauernhöfen ein. Senner und Bauern bringen ihre Milch manchmal auch zu Milchsammelstellen, damit sie von dort abgeholt wird. Bei jeder Abholung nimmt der Tankwagenfahrer eine Milchprobe. So kann bei einer etwaigen Verunreinigung nachverfolgt werden, woher diese stammt. Die Milch wird während der gesamten Fahrt auf 5 °C gekühlt.  

3. Verarbeitung in der Molkerei

Bei der Anlieferung wird die Milch zunächst auf Hemmstoffe getestet. Darunter versteht man Medikamentenrückstände aus der Behandlung von Kühen mit Antibiotika. Findet man solche, muss die gesamte Tankwagenladung entsorgt werden. In der Molkerei wird die Rohmilch anschließend mechanisch gereinigt. Danach folgen noch einige Verarbeitungsschritte, bevor die Milch ins Päckchen gelangt.  

Erhitzen

Nachdem die Milch gereinigt wurde, wird sie je nach der Haltbarkeitsstufe, die erreicht werden soll, erhitzt, um Keime fast vollständig oder für die Verarbeitung in H-Milch komplett abzutöten. Unterschieden wird hierbei zwischen pasteurisieren, hocherhitzen und ultrahocherhitzen.  

Tiefen- und Mikrofiltrieren

Hierbei werden Partikel ab einer bestimmten Größe aus der Milch gefiltert. Die Tiefen- und Mikrofiltration wird angewandt, wenn Länger-Frisch-Milch erzeugt werden soll.  

Homogenisieren

Beim Homogenisieren wird der Rahm von der Magermilch getrennt und die Fettkügelchen in der Milch zerkleinert. Danach werden beide Bestandteile der Milch wieder zusammengeführt. Indem man Milch homogenisiert, wird ein Aufrahmen verhindert.  

Baktofugieren

Durch die Verwendung einer Zentrifuge werden Mikroorganismen wie Bakterien und Sporen aus der Milch abgeschieden. Der Verarbeitungsschritt ist vor allem in größeren Betrieben üblich und sorgt für die längere Haltbarkeit von Milch.  

Abfüllen

Die Abfüllanlagen der Molkereien befüllen im Sekundentakt Milchpackungen. Direkt im Anschluss werden Chargennummer und Mindesthaltbarkeitsdatum aufgedruckt. Auch der Zeitpunkt der Abfüllung wird auf die Minute genau aufgedruckt.

Quelle: www.landschafftleben.at/lebensmittel/milch/lebensmittel