Käse

Seine ansprechende gelbe Farbe erhält er durch den im Milchfett gelösten Farbstoff Beta-Carotin. Pro Jahr verzehrt der Österreicher im Schnitt ganze 20 Kilogramm davon.1 Die Rede ist, wie Sie sicher schon vermutet haben, vom Käse. Im Beliebtheitsranking der Österreicher führt mit klarem Vorsprung der Gouda, gefolgt vom Gervais und Emmentaler. Käse steht bereits fast so lange wie Milch auf dem Speiseplan der Menschheit – Wissenschaftler gehen von etwa 5.000 bis 6.000 Jahren aus – und wurde ursprünglich erzeugt, um Milch länger haltbar zu machen.

Von der Milch zum Käse

Um aus Milch Käse zu gewinnen, wird sie zunächst erhitzt und pasteurisiert. Wie auch bei der Erzeugung von Topfen wird der Milch Milchsäure und/oder Lab hinzugefügt, um sie „dickzulegen“, also zum Gerinnen zu bringen. Nach etwa 30 bis 40 Minuten Ruhezeit entsteht ein Produkt, das als „Dickete“ oder „Gallerte“ bezeichnet wird. Es kann nun mit einer sogenannten „Käseharfe“ zerkleinert werden, wobei sich der Käsebruch (Käsekörner) von der Molke trennt. Je stärker der Käsebruch zerkleinert wird, umso härter wird der gewonnene Käse.

Bis zu drei Jahre Reifezeit

Der Käsebruch kommt nach dem Zerkleinern in sortentypische Formen, wodurch sich Käselaibe entwickeln. Die restliche Molke wird abgetropft und der junge Käselaib in einer Salzlake gebadet. Damit wird seinen Rändern weiteres Wasser entzogen und es kann sich eine Rinde ausbilden. Nun kann die Reifezeit des Käses beginnen. Sie dauert je nach Sorte von wenigen Tagen bis zu mehreren Jahren. Weichkäse wie etwa Camembert reift circa zwei bis vier Wochen lang, Schnittkäse wie beispielsweise Tilsiter rund vier bis zehn Wochen. Hartkäse wie etwa Parmesan ruht dagegen bis zu drei Jahre und länger, bevor er in den Handel kommt. Daneben gibt es noch Sauermilchkäse wie Quargel, der meistens einige Tage reift. Es lohnt sich, Käse in den Ernährungsplan zu integrieren, denn er ist ein guter Eiweißlieferant und enthält viel Vitamin A, das unsere Sehkraft sowie unser Immunsystem stärkt und gut für die Haut ist. Kein Käse, Ehrenwort!

1Quelle: www.meinbezirk.at/braunau/wirtschaft/der-pro-kopf-verbrauch-der-oesterreicher-liegt-bei-durchschnittlich-20-kilo-kaese-im-jahr-tendenz-steigend-m2826105,321885.html