Ein großer Teich mit Seerosen wird von pinken und roten Sträuchern umrandet. Der Garten ist sehr gepflegt und doch natürlich.

Naturpool und Schwimmteich: Wasserspaß im Garten

Es gibt kaum etwas Schöneres als den eigenen Pool im Garten, wenn die Sonne heiß vom Himmel scheint. Ohne großartig außer Haus sein zu müssen, kann man jederzeit ins kühle Nass springen und entspannt seine Bahnen schwimmen. Die leichten Wellen schwappen dabei an den Poolrand und laden die ganze Familie zum Plantschen ein. Sommer, Sonne, Badespaß!

Neben dem klassischen Swimmingpool gibt es auch den Naturpool oder Schwimmteich. Sie fügen sich optisch gut in den Garten und die hiesige Pflanzenwelt ein. Der Naturpool ist überwiegend im modernen und der Schwimmteich im eher urigen Stil gehalten.

Ob klassischer oder natürlicher Pool, es gibt einiges zu beachten, damit der Schwimmspaß auch Bestand hat. Nur mit guter Pflege und ausreichend Sicherheitsmaßnahmen hat die ganze Familie Freude daran.

Was macht den Naturpool und Schwimmteich aus?

Wer Natürlichkeit und Wasser mag, kann seine Schwimmfreude in einem Naturpool oder Schwimmteich ausleben. Beide sind chlorfrei und unterscheiden sich vielmehr in der allgemeinen Aufmachung.

Der Naturpool – die moderne Bademöglichkeit

Am Ende eines kleinen Gartens ist ein Naturpool. Die Sicht aus der Terrasse lässt ihn fast wie einen Teich wirken.Ein Naturpool klingt nach Fischen, wilden Pflanzen und trübem Wasser. In Wahrheit ist er vielmehr ein moderner Swimmingpool mit türkis-grüner und kristallklarer Oberfläche. Das natürliche an diesem Pool ist das Wasser, welches ohne Chlor und über eine biologische Selbstreinigung auskommt. Der Naturteich orientiert sich biologisch an Fließgewässern.

Daraus ergeben sich einige Vorteile:

  • modernes Naturerlebnis im Garten
  • komplett ohne Chemie
  • hautfreundlich
  • angenehmer Geruch
  • außergewöhnliche „Wasserfarbe“

Die biologische Selbstreinigung bedeutet aber nicht, dass der Naturpool sich selbst überlassen werden kann. Damit die natürliche Reinigung funktioniert, sollte der Pool regelmäßig gepflegt werden.

Der Schwimmteich – die Urform des Badens

Ein klarer Naturpool, der viele große Steine am Rand des Wassers hat. Die Sonne strahlt von oben glänzend hinein.Ein Schwimmteich ist ein natürliches Badegewässer im eigenen Garten. Ein reichhaltiger Pflanzenwuchs und eine vielfältige Tierwelt können hier angetroffen werden. Dadurch ist es möglich, dass das Wasser gelegentliche Trübungen aufweist. Überwiegend ist es allerdings klar. Der Schwimmteich orientiert sich biologisch an stehenden Gewässern.

Die Besonderheiten des Schwimmteiches:

  • uriges Naturerlebnis im eigenen Garten
  • enthält typische Wasserpflanzen und Tierarten
  • komplett ohne Chemie
  • hautfreundlich
  • ohne Technikunterstützung durch Pflanzenwelt möglich

Der größte Unterschied zum Naturpool ist die Tier- und Pflanzenwelt, welche eine sogenannte Regenerationszone benötigt. In diesem Bereich sollte nicht geschwommen werden. Die Ruhezone nimmt mindestens die Hälfte des kompletten Schwimmteiches ein. Der Rest wird als Nutzzone bezeichnet, welche zum Schwimmen, Plantschen, Spielen und Ausruhen einlädt.

Die Vielfalt von Naturpool und Schwimmteich

Beide Gewässersysteme haben ihren eigenen Charme. Wer gerne chemiefrei aber ohne Pflanzen sowie Tiere schwimmen möchte, also die Grundform eines Pools bevorzugt, fährt mit der Wahl des Naturpools gut. Wer Baden in sehr natürlichen Gewässern liebt, profitiert vom Schwimmteich. Beide lassen sich in verschiedene Teichtypen unterteilen:

Der klassische Schwimmteich: Dieser Schwimmteich reguliert sich über die Ruhezone und der darin enthaltenen Artenvielfalt von selbst. Er ähnelt äußerlich stark einem klassischen Teich. Damit das Biosystem erhalten bleibt, gehört einiges an Pflege dazu. In der Nutzzone schwimmen Tiere und Menschen gemeinsam – die Ruhezone ist ausschließlich für die Tier- und Pflanzenwelt gedacht.

Der moderne Schwimmteich: Die moderne Variante eines Schwimmteiches ist architektonisch mehr am Pool orientiert. Er ist meist rechteckig, hat einen Steg, einen Einstieg und eine weniger natürliche Bewandung. Trotzdem gibt es ringsherum Bereiche für die Ruhezone der Pflanzen- und Tierwelt.

Der technische Schwimmteich: Ein Schwimmteich kann ohne technische Hilfe betrieben werden, muss es aber nicht. Der technisch unterstützte Schwimmteich kann negative Umwelteinflüsse ausgleichen, die sich nicht gut von selbst regulieren. Die Oberflächenreinigung und Umwälzung sind dabei hilfreiche Methoden.

Der klassische Naturpool: Der Naturpool ähnelt stark dem typischen Swimmingpool. Er hat Filtersysteme, ist modern sowie glatt gebaut und weist klares Wasser auf. Statt den blauen Reflexionen wirkt das Wasser beim Naturpool eher grünlich.

Der urige Naturpool: Um dem Naturpool mehr Natürlichkeit zu verleihen, wird diese Variante weniger gleichmäßig geformt. Er ist meist nicht rechteckig, sondern hat eine allgemein rundere Gestalt. Außerdem sind der Boden und die Wand nicht unbedingt glatt gehalten. Flache, farbige Steinplatten oder klassische Mauerelemente verleihen diesem Naturpool etwas Uriges.

Der Naturpool-Schwimmteich: Die Kombination aus Naturpool und Schwimmteich ist ebenfalls eine Option. Hier wird der Teich um den Pool herumgebaut. Es handelt sich dabei um zwei getrennte Wassersysteme. Man schwimmt lediglich im Naturpool, während der Teich rein der Optik dient. So kann klares Wasser zum Schwimmen gewährleistet werden, obwohl eine natürliche Umgebung herrscht.

 

Individualität macht einzigartig

Wie groß darf ein Schwimmteich sein? Welcher Typ dieser Gewässersysteme passt zu mir? Wie kostspielig ist ein Naturpool? Es gibt viele Fragen, die keine allgemeine Antwort möglich machen. Das ist allerdings etwas Gutes, denn sowohl ein Schwimmteich als auch ein Naturpool können ganz individuell eingerichtet werden.

Es gibt keine eingeschränkte Größe, diese hängt vom persönlichen Platzangebot, den finanziellen Mitteln und eigenen Wünschen ab. Alle Varianten sind sehr flexibel in den eigenen Garten integrierbar. Für ein zufriedenstellendes Ergebnis sollte ein Profi vor Ort die Lage analysieren. Er hat sicher viele Angebote und Möglichkeiten parat, aus denen ausgesucht werden kann.

Die natürliche Reinigung

Eine hölzerne Terrasse mit schwarzen Poolliegen grenzt direkt an einen Naturpool an.Da natürliche Gewässersysteme ohne Chlor auskommen, ist es wichtig, die natürliche Reinigung durch Pflege und Wartung zu unterstützen.

Der Schwimmteich ist mit seiner Artenvielfalt aufwändiger als ein Naturpool. Abgestorbene Pflanzenteile sollten entfernt werden und die Kultivierung der Pflanzen benötigt ein gewisses Know-How. Wenn auf dem Wasser zudem Blätter schwimmen, ist es ratsam, diese herauszufischen. Ein Netz mit langem Führarm kann sehr praktisch sein.

Auch der Naturteich sollte von äußeren Einflüssen wie Laubbefall oder anderem organischem Material bereinigt werden. Besonders nach starkem Wind schwimmen viele ungebetene Dinge auf der Wasseroberfläche herum.

Wer übrigens Fische in seinem Schwimmteich beherbergt, sollte auf die Fütterung dieser verzichtenDurch Fischfutter erhöht sich die Anzahl der Algen und die Fischpopulation steigt unverhältnismäßig an. Die kleinen Tierchen können sehr gut auf sich selbst aufpassen und ohne Hilfe in der Ruhezone überleben.

Sicherheitsvorkehrungen

So schön ein Pool oder Teich im eigenen Garten auch aussehen kann, so gefährlich könnte er besonders für kleine Kinder oder Haustiere werden. Mit einigen Sicherheitsvorkehrungen bleibt der Badespaß ein sicheres Vergnügen:

  • Der Einstieg: Am Pool kann der unerlaubte Einstieg durch entfernbare Sicherheitsleitern verhindert werden.
  • Abdeckung: Für den Pool gibt es spezielle Abdeckungen, die beispielsweise auch im Winter genutzt werden.
  • Sperrzone: Der Schwimmteich kann durch einen hübschen Holzzaun umrundet werden, damit Kinder schauen, aber nicht hineinsteigen können.
  • Bade-Alternativen: Damit Kinder sicher plantschen können, ist eine Gartendusche oder ein Plantschbecken möglich.
  • Aufsichtspflicht: Wer einen Pool oder Teich im Garten hat, sollte stets ein Auge auf seine Kinder und Haustiere haben.
  • Aufklärung: Ist das Kind alt genug, kann ihm erklärt werden, was es tun kann, sollte es ins Wasser fallen. Wo ist der Ausstieg? Wie Ruhe bewahren? Wen rufen?