Multikulti und Landschaftsmix – Die österreichische Küche ist eine Fleckerlspeis

Die österreichische Kulinarik ist ein Potpourri aus unterschiedlichen Kulturen und landschaftlichen Gegebenheiten. Hochalpine Zonen, Voralpenland, pannonische Ebene, hügeliges Waldland und fast mediterraner Süden in Kärnten und der Südsteiermark – unterschiedlicher könnten die klimatischen Bedingungen nicht sein und umso vielfältiger ist auch die jeweilige Küche. In den ländlichen Gebieten und besonders im Alpenraum zeigt sie sich eher deftig-bodenständig-bäuerlich, mit hausgemachten Zutaten und dafür wenig Fleisch, an den schweren Arbeitsalltag der bäuerlichen Kultur angepasst. In den Städten hingegen dominieren aufwändig zubereitete Fleisch- und Fischgerichte  sowie hochwertige Zutaten, die sich historisch bedingt früher nur der Adel und das reiche Bürgertum leisten konnten. Aber nicht nur nationale und regionale Begebenheiten haben Einfluss auf die österreichische Küche genommen. Traditionelle Gerichte aus den ehemaligen Kronländern und Nachbarstaaten wie Böhmen, Mähren, Bayern, Slowakei, Slowenien, Kroatien, Serbien, Ungarn, Italien, Schweiz und sogar Frankreich haben maßgeblichen Anteil daran genommen, so stammen auch österreichische Klassiker wie das Rindsgulasch, die Serviettenknödel oder die Marillenpalatschinken ursprünglich nicht aus Österreich.