Gesunde Ernährung für mein Schulkind – was muss ich beachten und was kann ich tun?

Heutzutage sind Kinder bereits in jungen Jahren einem hohen Leistungsdruck ausgesetzt. Früh aufstehen, sich einen ganzen Schultag konzentrieren müssen und dann warten zu Hause noch die Hausaufgaben. danach steht vielleicht noch das Fußballtraining oder die Saxophonstunde am Programm. Das alles kann man nur bewältigen, wenn der Körper und der Geist laufend Energie bekommt. 

Ernährungsexperten empfehlen, dass Schüler im Laufe eines Tages etwa alle drei Stunden etwas essen. Optimal sind folglich fünf Mahlzeiten pro Tag: Der Tag sollte mit einem Frühstück gestartet werden, vormittags folgt ein Pausenbrot, danach stehen das Mittagessen, eine Zwischenmahlzeit nachmittags und abschließend das Abendessen am Speiseplan.

Falls Ihr Kind, beispielsweise in einer Ganztagsschule, eine (warme) Mahlzeit am Tag in der Schulausspeisung einnimmt, sollten Sie berücksichtigen, dass die anderen Mahlzeiten als Ergänzungen, angelehnt an die „Ernährungspyramide“, dienen. Bestand das Mittagessen aus Fleisch, sollten bei der abendlichen Jause eher Salat oder Rohkost aufgetischt werden.

Das Frühstück

Der Schultag startet früh morgens und beansprucht sofort die volle Konzentration. Wer Kohlehydrathaltiges gefrühstückt hat, ist von Beginn an leistungsfähiger. Im Idealfall stimmen Sie das Frühstück Ihres Kindes gleich mit seinem Pausenbrot ab. Wenn es schon in der Früh ein Müsli gab, freut sich Ihr Kind sicher über Abwechslung beim Pausenbrot. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind für das Frühstück und für alle anderen Mahlzeiten ausreichend Zeit zur Verfügung hat.

Empfehlung:

Wenn Sie den Frühstückstisch schon abends decken und den Wecker um ein paar Minuten vorstellen, können Sie am nächsten Morgen in Ruhe gemeinsam frühstücken. Falls Ihr Kind morgens unter Appetitlosigkeit leidet, sollten Sie es nicht zum Essen zwingen. Damit es aber nicht mit gänzlich leerem Magen in Richtung Schule aufbricht, sollte es zumindest ein Glas Saft, Milch oder (heißen) Kakao trinken und vormittags dann ein etwas üppigeres Pausenbrot verspeisen.

Das Pausenbrot

Das Wichtigste zu Beginn: Egal, wie liebevoll Sie das Pausenbrot Ihres Kind zubereiten, es bringt nur dann etwas, wenn Ihr Kind es auch isst. Deshalb sollten Sie Ihr Kind beim Speiseplan mitentscheiden lassen. Eine gute Grundlage für den Schultag ist z. B. ein Vollkornbrot oder -brötchen mit etwas Butter, leicht mit Käse oder Wurst belegt. Es ist leicht zu verdauen und sättigt, ohne den Körper besonders zu belasten oder zu ermüden.  

Natur- oder Fruchtjoghurts enthalten viel Kalzium und sind deshalb eine passende Pausenbrotergänzung. Auch vorgeschnittene Apfelspalten, eine Banane, Trauben oder auch Gurken- und Paprikastücke eignen sich perfekt als Pausensnack. Bei den Getränken sollten Sie vor allem auf Wasser, ungesüßten Früchte- oder Kräutertee und gespritzte Fruchtsäfte setzen. Jeder freut sich beim Essen über Abwechslung: Mit wechselnden Aufschnitten, frischem Obst und saisonaler Rohkost in der Jausendose gelingt Ihnen das ganz leicht.

Die Zwischenmahlzeit am Nachmittag

Nachmittags werden die Hausaufgaben erledigt, danach hat Ihr Kind endlich auch etwas Freizeit. Für den Endspurt des Tages benötigt Ihr Kind noch einmal einen frischen Energieschub durch eine kleine, leichte Mahlzeit. Zu empfehlen sind hier Joghurt und Topfen, je nach Vorliebe mit Gemüsesticks oder Obst verfeinert. Aber auch mit einem schmackhaften Milchshake treffen Sie eine gute Wahl.

Informieren Sie sich mit unserer „Ernährungspyramide“, was Ihr Schulkind täglich in welchen Mengen essen und trinken sollte.

Quellen: 
https://www.gesundheit.gv.at/leben/lebenswelt/schule/gesunde-jause/inhalt
https://gesund.co.at/kinder-gesunde-jause-11445/