Ein Brett hinter dem ein Maßband, ein Schraubenzieher, ein Schraubenschlüssel, ein Hammer, eine Kombizange, ein weiterer Schraubenschlüssel, ein Zollstock, eine Säge, eine Wasserwaage, eine Kelle und ein weiter Zollstock stecken.

Mehr Sicherheit beim Heimwerken

Der Trend um das Heimwerken läuft gerade wieder zur Hochform auf. Do-It-Yourself-Projekte sind meist sogenannte „Herzensprojekte“, die sich über einen längeren Zeitraum entwickeln und mit viel Liebe zum Detail entworfen werden.

Das Wichtigste beim Streichen, Schleifen, Hämmern und Bohren ist daher konzentriert zu arbeiten. Schutzanzüge, Gehörschutz, Augenschutz, Atemschutz sowie Brillen, Helme und Handschuhe schützen den Körper vor gefährlichen äußeren Einflüssen.

Laut österreichischer Unfallstatistik verunfallen überwiegend Männer zwischen 25 und 64 Jahren beim Heimwerken.

Gefahren einschätzen

Unfälle beim Heimwerken können sowohl mit Messer, Hammer und Säge als auch mit elektronisch betriebenen Geräten passieren.

In einem Haus oder einer Wohnung sieht man sich immer wieder dazu verpflichtet, Tätigkeiten wie den Austausch von Glühbirnen oder die Montage von Lampen, Jalousien und Co selbst zu erledigen. Obwohl diese Tätigkeit für so manch einen eine große Herausforderung darstellt, machen es die meisten schließlich selbst und verletzten sich womöglich. Wer Zweifel daran hat, eine solche Aufgabe eigenständig zu bewältigen, sollte lieber um Hilfe im Bekanntenkreis fragen oder einen Profi engagieren.

Vorsicht ist besser als Nachsicht

Eine Mann hält mit der linken Hand ein Brett. Mit der anderen benutzt er einen Bohrer. Er trägt Arbeitshandschuhe.Anhand einfacher Maßnahmen ist es möglich, beispielsweise Handverletzungen vorsorglich zu vermeiden. Handschuhe sind dafür gut geeignet. Anfänger, die erstmalig ein Werkzeug in der Hand haben, sollten besonders vorsichtig sein und sich gut schützen. Auch Kenner und Profis sollten den passenden Schutz nicht aus den Augen verlieren.

Gründe für Unfälle mit Werkzeugen können Unachtsamkeit und fahrlässige oder falsche Handhabung sein. Hochwertige und moderne Technik bietet oftmals von Haus aus einen guten Schutz. Aber selbst erfahrene Heimwerker können sich verletzen. Achtsamkeit bleibt für jeden wichtig – ob Profi oder Laie.  

Heimwerken im Haus

Statistisch gesehen, passieren die meisten Unfälle im Haus in Verbindung mit einer Leiter. Quetschungen, Prellungen, oder gar ein gebrochener Finger – das sind meist alles Konsequenzen von einem unglücklich gewählten Winkel, einem falsch bedienten Gerät oder einer rutschigen Stelle.

Besonders einfache Dinge werden im Haushalt selbst verrichtet, um Geld und Zeit zu sparen. Aber genau hier liegt die Schwierigkeit: Eine mögliche Gefahr wird unterschätzt und durch Unachtsamkeit oder Leichtsinn kommt es zu einem Unfall.

Selbst wenn nur kurz im Haus geheimwerkt wird, sollten Sicherheitsvorkehrungen (Handschuhe, Helme etc.) getroffen werden. Vielleicht hilft auch der Partner oder ein guter Freund mit. Gemeinsam können Probleme einfacher erkannt und im sicheren Teamwork angegangen werden.

Heimwerken im Freien

Ob Holz sägen, Rasen mähen oder das Haus neu streichen – der Garten ist geradezu prädestiniert für kleine Unfälle, die viel zu oft großen Schaden hinterlassen. Besondere Vorsicht ist beim Hantieren mit elektronischen Geräten im Freien geboten. Ein unüberlegter Handgriff kann große Auswirkungen haben. Der Unterschied zur Arbeit im Haus sind die Witterungsbedingungen.

Elektrische Geräte und Feuchtigkeit vertragen sich nicht gut. Aus diesem Grund sollten bei Nässe nur Werkzeuge verwendet werden, die explizit für den Außenbereich zugelassen sind (gekennzeichnet durch IP-Schutzart).

Welche Sicherheitsbekleidung ist geeignet

In der Mitte liegt ein oranger Bauarbeiterhelm. Kreisförmig darum angeordnet sind gelbe Sicherheitshandschuhe, eine Schutzbrille, eine Kombizange, ein Schraubenzieher, ein Hammer und ein Atemschutz.Wählen Sie jene Schutzkleidung, die Ihrer Tätigkeit entspricht. Bei Unsicherheiten, welche Sicherheitsbekleidung geeignet ist, bietet die Information der Hersteller eine Orientierungshilfe.

Schutzbrille

Ob Sägen, Schweißen, Schleifen oder Hobeln: Eine Schutzbrille ist bei allen Arbeiten mit Maschinen sehr wichtig. Sie schützt die Augen vor gefährlichen Splittern und Funken. Hier gibt es spezielle Modelle für Brillenträger. Um das Gesicht vor der Hitze zu schützen, empfiehlt sich eine Maske.

Staubmaske

Da es sehr ungesund ist, den Schleifstaub einzuatmen, sollte beim Schleifen, Sägen oder Bohren immer eine Staubmaske getragen werden. Sie verhindert zudem das Einatmen von unangenehmen Dämpfen.

Ohrenschutz

Den Schutz der Ohren vergessen viele. Die Lautstärke der Maschinen kann so laut werden, dass ein Gehörschutz dringend notwendig ist. Es lohnt sich daher, Gehörschutzstöpsel dabei zu haben. Eine Beeinträchtigung des Gehöres kann schnell erfolgen, auch wenn es oft erst nach mehreren Jahren bemerkt wird.

Sicherheitsschuhe

Gute Sicherheitsschuhe haben eine Stahlkappe, die dafür sorgt, dass die Zehen geschützt sind. Sie reichen bis zum Knöchel und sind rutschfest. Ihre Sohle ist so robust, dass sie mühelos Nägel in den Boden treten können. Durch ihre robuste Beschaffenheit ist das Fallen schwererer Gegenstände kaum spürbar.

Schnittschutzhose

Der spezielle Stoff der Hose ist sehr widerstandsfähig und kann nicht so schnell reißen. Sobald beispielsweise eine Kettensäge den Stoff berührt, schaltet sich das Gerät automatisch aus, da in der Hose spezielle Fäden eingearbeitet sind, die die Kettensäge bei Kontakt augenblicklich blockieren. Damit diese Wirkung auch wirklich eintritt, sollten sowohl die Schutzhose als auch die Kettensäge von guter Qualität sein. Es ist außerdem ratsam, eine solche Hose nach ein bis zwei Jahren sicherheitshalber auszutauschen.