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Sinnvolle Diäten?

Diätologinnen und Diäten: Mehr Feindschaft als Freundschaft 

Nicht ohne Grund steht hier hinter Diäten ein Fragezeichen und eigentlich sind wir als Diätologinnen ganz schön unglücklich darüber. Warum das so ist? Das lassen wir euch in diesem Beitrag wissen und sagen ganz klar, was wir von Diäten halten. 

Das Wort Diät leitet sich aus dem Altgriechischen ab und bedeutet Lebensweise. Demzufolge beschäftigt sich die Diätetik und Diätologie mit der ausgewogenen Lebensweise. Denkt man nun aber daran, wie der Begriff Diät heutzutage verwendet wird, hat dies relativ wenig mit dieser ursprünglichen Bedeutung zu tun. Diäten stehen vielmehr für kurze Episoden, in denen das Ernährungsverhalten geändert wird, um möglichst schnell ein bestimmtes Gewicht zu erreichen. Nach der Diät geht’s aber häufig im alten Trott weiter und die Kilos landen schnell wieder auf den Hüften. Für uns Diätologinnen steht aber die ursprüngliche Bedeutung im Fokus: eine langfristige Ernährungsumstellung hin zu einer dauerhaft ausgewogenen Lebensweise.

 

Was steckt hinter dem Jojo-Effekt?

Gefüllte und gebackene Aubergine auf einem Teller angerichtet

Eine Geschichte die sich wiederholt: Beim Mädelsabend hört man von einer speziellen Diät, die ganz wundersam die Kilos purzeln lassen soll. Voller Motivation startet man darauf mit der Diät und ernährt sich im nächsten Monat fast schon päpstlicher als der Papst, nach sehr strengen Richtlinien und die Kilos purzeln. Mal sind die Kohlenhydrate verboten oder nur Eiweiß beziehungsweise Gemüse ist erlaubt. Mal lediglich Fruchtsäfte oder einfach nur Krautsuppe – wir haben alles schon gelesen. So gern wir Tomaten auch haben: alleine am Teller gefallen sie uns nicht.

Kehrt man nach der Diät zu seinem bisherigen Essverhalten zurück, ist das Gewicht schnell wieder am alten Stand oder tendenziell sogar noch etwas höher: der Jojo-Effekt! In unserem Körper passiert dabei ein grundsätzlich recht sinnvolles Phänomen. Sind wir mit einer starken Kalorienrestriktion konfrontiert, sinkt der Grundumsatz unseres Körpers, d.h. er braucht tatsächlich weniger Energie als zuvor – er ist im „Energiesparmodus“. In Hungerepisoden kann unser Körper so gut überleben. Wird die Diät nun beendet, versucht der Körper nun besonders schnell die Reserven wieder aufzufüllen. Durch den gesunkenen Grundumsatz muss man unter Umständen nach der Diät tatsächlich weniger essen als zuvor um sein Gewicht zu halten. Ein Teufelskreis…

Sind nun alle Diäten schlecht?

 

Nein, auf keinen Fall! Diäten haben einen absolut positiven Aspekt gemeinsam: die gesteigerte Achtsamkeit! Diäten bringen Ernährungsmuffel dazu, sich mit ihrer Ernährung auseinanderzusetzen, die Mahlzeiten bewusst zu gestalten und ihr eigenes Ernährungsverhalten zu beobachten. Es wird am Nachmittag nicht mehr genascht, es gibt keinen Snack vorm Schlafengehen, im Restaurant wird bewusst gewählt und im Supermarkt nicht ferngesteuert zum Gleichen, sondern gezielt zu bestimmten Produkten gegriffen. Das sind tolle Entwicklungen nur meist bewirkt die Radikalität der Diät, dass sie nicht lange durchhaltbar ist und wegen Unpraktikabilität wieder verworfen wird. Und zudem aber leider auch die Achtsamkeit, die eineganz bedeutende Rolle spielt bei einer ausgewogenen Lebensweise.

 

Wie geht’s nun richtig? 

Körper-Waage auf dem Boden

Diäten sind dann sinnvoll, wenn man sie entsprechend der ursprünglichen Bedeutung versteht und umsetzt. Meist ist nicht alles an unserem Ernährungsverhalten „schlecht“, sondern einfach nur einige Aspekte verbesserungswürdig. Die Achtsamkeit, die bei Diäten zu 100 % vorhanden ist, fehlt im Alltag oft zu 100 %. Nehmen wir doch einfach 80 % dieser Achtsamkeit und kombinieren wir sie mit gezielten Änderungen unseres ganz individuellen Ernährungsverhaltens – DAS ist eine ausgewogene Lebensweise, die uns jeden Tag begleiten sollte! Zu einer ausgewogenen Ernährung gehört viel Gemüse, Hülsenfrüchte und Obst, die gezielte Verwendung von Vollkornprodukten und wertvollen Ölen, eine ausreichende Versorgung mit hochwertigem Eiweiß und natürlich genauso auch mal etwas Süßes. Häufig werden wir als Diätologinnen gefragt, ob wir denn gar nichts Naschen. 

Die Antwort darauf: oh doch! Ab und zu etwas Süßes gehört genauso zu einer ausgewogenen Ernährung. Die Dosis macht das Gift – das hat uns schon Paracelsus gelehrt.

Welche Diäten habt ihr schon probiert? 

Liebe Grüße,

Marlene von Ernährungsliebe

Beitrag von Ernährungsliebe

Website: ernaehrungsliebe.at

Instagram: ernaehrungsliebe