Wer smart ist, teilt, statt wegzuwerfen

Lebensmittel im Wert von durchschnittlich 300 Euro* wirft jeder österreichische Haushalt pro Jahr in den Müll. Dabei wäre der Großteil davon vermeidbar. Seit einigen Jahren gibt es diverse Initiativen, die der Lebensmittelverschwendung den Kampf angesagt haben. Eine davon ist das Foodsharing. Smart ist nämlich, Lebensmittel zu teilen, anstatt sie wegzuwerfen.

Teilen am Online-Marktplatz

Der Gedanke hinter Foodsharing ist so einfach wie wirkungsvoll: Lebensmittel, die nicht verbraucht werden, gibt man an Menschen ab, die sie verwenden können. Das funktioniert natürlich am besten online und mittlerweile existieren diverse Plattformen, über die man Lebensmittel teilen kann. Der Bedarf ist groß, schließlich ist wohl jeder schon einmal in eine Situation gekommen, in der man Lebensmittel entsorgen musste, beispielsweise wenn von der letzten Party etwas übrig geblieben ist oder der Kühlschrank kurz vor dem Urlaub noch voll war. In diesen Situationen kommen Foodsharing-Plattformen ins Spiel. Sobald man sich registriert hat, kann man seine übrig gebliebenen Lebensmittel online anbieten. Interessierte in der Nähe melden sich daraufhin und man vereinbart Zeitpunkt und Ort der Übergabe. Dabei gilt natürlich ein gewisser Vertrauensgrundsatz. Der verantwortungsvolle Umgang mit Lebensmitteln wird generell vorausgesetzt, sodass man nur hergeben sollte, was man selbst noch essen würde.

Wer sich nicht bei einer bestimmten Plattform registrieren möchte, kann auch in den sozialen Netzwerken nach Foodsharing-Möglichkeiten in der Umgebung suchen. Oft schließen sich nämlich Personen, die in derselben Region wohnen, zu selbst organisierten Foodsharing-Plattformen zusammen, die über öffentliche Gruppen auf Facebook & Co. betrieben werden.

Der Spaß am Selbermachen

Eine andere Form des Foodsharings ist der sogenannte Food Swap. Das bedeutet nichts anderes als „Lebensmitteltausch“. In erster Linie werden hier selbst hergestellte Produkte wie Marmeladen oder Gebäck angeboten. Während das Foodsharing keine Gegenleistung verlangt, ist der Food Swap ein echter Tauschhandel. Wie zu Zeiten, als es noch kein Geld gab, wird mit selbstgemachten Köstlichkeiten „bezahlt“. Brombeermarmelade gegen Mohnstrudel, Bärlauchpesto gegen Senfgurken.

Besonders gesellig und abwechslungsreich wird es beim Blind Cooking. Hierzu vereinbart man mit einer Gruppe von Freunden einen Treffpunkt und eine Speisenfolge, für die jeder die nötigen Zutaten mitnimmt. Per Los wird dann entschieden, wer mit wem welches Gericht zubereitet. Hat man einen kulinarisch sehr kreativen Freundeskreis, so kann man das Blind Cooking auch zur Resteverwertung nützen. Dafür wird im Vorfeld kein Menü vereinbart, sondern jeder nimmt einfach die Lebensmittel von zuhause mit, die verbraucht werden müssen. Dann lässt man sich überraschen, welche Gerichte daraus entstehen – Spaß ist hier vorprogrammiert. Auch Single-Börsen veranstalten gerne Blind-Cooking-Events, denn Liebe geht ja bekanntlich durch den Magen.

Mir schmeckts restlos.

Wir bei Hofer setzen uns mit dem Projekt "Mir schmeckt's restlos." gegen Lebensmittelverschwendung ein. Mehr als 98% unserer Filialen spenden übrig gebliebene Produkte an karitative Organisationen nähere Infos unter www.projekt2020.at.