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Auf Holz stehen Pflanzentöpfe, eine silberne Gießkanne, sowie verschiedene Topfkräuter.

Gartentipps: Kleine Ideen, große Wirkung

Setzlinge benötigen Wasser und Sonne, der Rasen gehört gemäht, Unkraut gerupft sowie Schädlinge beseitigt – das Grundprinzip eines gepflegten Gartens ist den meisten klar. Mit einfachen Gartentipps ist aber noch viel mehr möglich!

Mit kleinen Tricks blühen Blumen länger, haben mehr bunte Blüten und eine kräftigere Farbe. Auch die Anzahl leckerer Früchte lässt sich mit Hilfe verschiedener Gartentipps erhöhen. Vielleicht ist der Wunsch aber auch vielmehr ein dichter und üppiger Rasen? – Selbst dafür gibt es hilfreiche Anregungen.

Wir wollen mit unseren Gartentipps zeigen, dass bereits kleine Verbesserungen eine große Wirkung haben. Pflanzen sind empfindliche Wesen, die nicht nur sich selbst überlassen werden sollten.

Gartentipps im Frühjahr – die Gartensaison beginnt

Die Gartensaison beginnt im Frühjahr, sobald die ersten Knospen zu sehen sind und Bäume grün zu sprießen beginnen. Mit dem richtigen Vorgehen steht sicher ein gutes Gartenjahr bevor.

Geräte-Check

Die Gartengeräte sind mehrere Monate in der Winterpause gewesen. Kälte oder Nässe können die Materialien angreifen. Damit sicher in die neue Gartensaison gestartet werden kann, sollten diese vor dem ersten Einsatz überprüft werden. Wird Holz morsch? Rostet Metall? Gibt es eine technische Störung? So kann rechtzeitig ein guter Ersatz gefunden werden, der sich ordentlich in die bestehende Kollektion einfügt.

Vorbereitung der Pflanzen

Rechts stehen leere Pflanzentöpfe, einer ist umgefallen und Erde fällt heraus. Dahinter sind die dazugehörigen Blumen, die nach dem Herausnehmen noch in der Erde eingewurzelt sind.

Gartenpflanzen, die überwintern sollen, werden oft mit Mulch oder Laub abgedeckt. Bevor die ersten warmen Sonnenstrahlen den Boden kitzeln, gehören Abdeckungen wieder entfernt. Sie verhindern sonst das Vordringen der Pflanzen nach der Winterruhe. Sollten unerwartet erneut eisige Nächte Einzug halten, ist es wichtig, einen kurzzeitigen Schutz aufzubauen.

Der erste Rasenschnitt

Mit dem ersten Rasenschnitt des Jahres wird dieser durch sich selbst gestärkt. Restliches Laub wird beispielsweise beim Rasenmähen zerlegt. Auf dem Rasen verteilt ergeben diese feinen Mähabfälle einen guten Dünger.

Hinweis: Es empfiehlt sich vor dem ersten Rasenschnitt zu vertikutieren. Durch die Belüftung des Rasens kann dieser die Düngung noch besser aufnehmen.

Gemüsezeit

Im Frühjahr bricht die Zeit für die Aussaat des Gemüsegartens an. Wichtig ist nur, dass die Bodentemperatur mehr als 5 Grad beträgt. Für einen schnellen Keimvorgang ist ein gelockerter und mit Kompost gestärkter Boden hilfreich. Größere Samenkörner sollten übrigens tiefer als kleinere Samenkörner gesteckt werden.

Gießen – Morgenstund' hat Gold im Mund

Gießen ist ein Balanceakt. Manche Pflanzen lieben eine ausgiebige Dusche und andere stehen lieber im Trockenen. Schlecht für alle sind jedoch faulende Wurzeln durch Staunässe. Deshalb wird das Gießen am Morgen (vor 10 Uhr) empfohlen, da die Wurzeln so an Wasser kommen, die Erde an sich jedoch relativ zügig wieder trocknet. Auch Schnecken lassen so rasch wieder ab. Wer später gießt, spielt mit der Problematik der Verdunstung. Oft erreicht das Wasser die Wurzeln dann nicht.

Merkliste der Uhrzeiten zum Gießen:

  • 10 bis 19 Uhr eher nicht gießen – zu schnelle Trocknung
  • bis 10 Uhr morgens ist Gießen sehr gut – nass und danach gute Trocknung
  • ab 19 Uhr abends ist Gießen in Ordnung – langsame Trocknung (Pilz- und Schneckengefahr)

Eine alte Gießkanne aus Metall steht neben einer rosa Balkonpflanze auf dem Geländer.Bei starker Trockenheit sollte übrigens häufiger gegossen werden. Besonders junge Obstbäume, Stauden und Ziergehölze – aber auch frisch gepflanzte Setzlinge, leiden bei Austrocknung schleichend, bis sie nicht mehr zu retten sind. Mehrmals die Woche sollten deshalb 20 bis 30 Liter Wasser pro Pflanze vergossen werden.

In größter Notlage bei starker Trockenheit ist allerdings der Zierrasen. Er möchte alle zwei bis drei Tage 15 Liter Wasser pro Quadratmeter, um sein saftiges Grün zu behalten. Weniger bringt keine Erfolge und ist vielmehr reine Wasserverschwendung. Hier gilt: In Wasser investieren oder einen gelblichen Rasen akzeptieren.

Saatgut – penible Bedingungen

Eine allumfassende Gartenpflege bringt nicht viel, wenn das Saatgut in seiner Grundform bereits schlechte Startbedingungen mitbringt. Doch was macht ein gutes und ein schwaches Saatgut aus?

Ein frisches Samensackerl bringt überwiegend gute Samen mit sich. Je länger dieses offen herumsteht, desto mehr sinkt allerdings die Qualität. Deshalb sollen Samenreste in einen gut verschließbaren Behälter umgelagert werden. Eine lange Haltbarkeit wird durch die kühle, trockene und dunkle Lagerung begünstigt.

Mit einer simplen Keimprobe kann man feststellen, ob die Samen noch geeignet sind: Ein Teller wird mit feuchter Küchenrolle ausgelegt. Rund zehn Samen müssen darauf positioniert werden und mehrere Tage in Feuchtigkeit liegen. Keimt die Hälfte, ist die Packung der Samen noch gut für die Aussaat geeignet.

Stellen sich die Samen als brauchbar heraus, bietet frische Aussaaterde die erste Kraft zum schnellen Keimen. Durch regelmäßiges Wässern sind sehr gute Startbedingungen zum Wachsen und Gedeihen geschaffen.

Topfpflanzen – kultivieren mit Schichtsystem

Als Gartendekoration sind Topfpflanzen sehr beliebt. Sie lassen sich schnell neu platzieren, austauschen oder umgestalten. Leckeres Obst und Gemüse, frische Kräuter oder schöne Blumen sind ganz einfach im Topf zu kultivieren.

Topfpflanzen sind auf eine gute Pflege und Ausstattung angewiesen, da sie nicht direkt mit dem Erdboden verbunden sind. Der Topfinhalt gefriert und trocknet beispielsweise schneller als Erde im Beet. Gefährlich ist auch Staunässe, sollte das Wasser nicht gut genug ablaufen können – die Wurzeln schimmeln und die Pflanze stirbt.

Das Schichtsystem für das Anpflanzen im Topf:

  • Wasserablass: Am Boden des Topfes gibt es kleine Löcher, damit Wasser entweichen kann.
  • Bodenschicht: Ein Drittel des Topfes besteht aus Tonscherben, Splitt oder Kies sowie Sand.
  • Schichttrennung: Zwischen der Bodenschicht und Erdschicht wird ein wasserdurchlässiges Vlies gelegt, damit die Schichten sauber getrennt bleiben und nicht verklumpen.
  • Erdschicht: Über dem Vlies werden einige Zentimeter dick Humus und Erde verteilt – angepasst an die Bedingungen der zu setzenden Pflänzchen.
  • Pflanzenschicht: Bei geeigneter Erdhöhe kann der Setzling platziert werden. Weitere Erde füllt die Lücken, stabilisiert die Wurzel und hüllt sie ein.