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Bunte Ostereier mit einem Fragezeichen

So viel Eiweiß steckt wirklich im „Eiweiß“

Zugegeben, ernährungstechnisch macht es so gut wie keinen Unterschied, ob es ein normales Hühnerei oder ein Osterei ist. Aber nachdem in kaum einem anderen Zeitraum so viele Eier gegessen werden, wie rund um Ostern, passt es perfekt, euch zu diesem Anlass ein paar Ernährungsfakten diesbezüglich näher zu bringen. 

Rund um die Osterfeiertage essen wir durchschnittlich 12 Eier pro Kopf. Über das ganze Jahr gesehen beträgt der durchschnittliche Eierkonsum etwa 235 Stück pro Person. Ihr seht also, es werden eine ganze Menge an (Oster)eiern gegessen. 

Eiweißgehalt 

Eier sind ein toller Eiweißlieferant in unserer Ernährung, vor allem deshalb, weil das enthaltene Protein eine hohe biologische Wertigkeit besitzt. Das bedeutet, dass unser Körper aus dem enthaltenen Eiweiß im Hühnerei sehr viele körpereigene Eiweiße aufbauen kann. Es wird sozusagen nicht viel „verschwendet“. 

Ein Osterei liefert etwa 8 - 10 g Eiweiß, wobei das Eigelb auf 100 g gerechnet witziger Weise etwas mehr Protein enthält als das „Eiweiß“. Im Eiklar sind pro 100 g etwa 11 g Eiweiß enthalten, im Eidotter ganze 16 g/100 g. Das Weiße bei den Eiern besteht also nicht zu 100 % aus Proteinen, wie manche gerne vermuten. 

Vitamine

Osterei aufgeschnitten mit Kresse auf einem Teller

Die beliebten Ostereier liefern aber nicht nur eine Menge an hochwertigem Eiweiß, sondern auch eine ganze Reihe Vitamine und Mineralstoffe. Dazu zählen vor allem Eisen, Zink, Vitamin A und B-Vitamine. Die enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe sind besonders wichtig für Haut, Haare, Nägel und Augen. Außerdem unterstützen die verschiedenen B-Vitamine die Zellteilung und den Stoffwechsel.

 

Die Sache mit dem Cholesterin

Ganz lange galten Eier als eine richtige Cholesterinbombe. Grundsätzlich stimmt das ja auch, denn der Eidotter enthält ca. 1000 mg Cholesterin pro 100 g. Deshalb wurde die Empfehlung ausgesprochen, maximal 3 Eier pro Woche zu konsumieren. Wer jetzt schon an die ganzen Ostereier denken muss, die er oder sie bereits gegessen hat, keine Sorge! Diese Empfehlung wurde mittlerweile gelockert, weil wissenschaftliche Studien belegt haben, dass der Hauptgrund, warum das Cholesterin im Blut ansteigt, nicht das Cholesterin aus der Nahrung ist.  Unser Körper produziert nämlich bis zu 90 %  des Cholesterins selbst. Für einen erhöhten Cholesterinspiegel im Blut sind hauptsächlich die gesättigten Fettsäuren verantwortlich, die zwar auch in Eiern vorkommen, aber weit nicht in der Größenordnung wie das Cholesterin. Ihr könnt eure Ostereier also ruhig ohne schlechtes Gewissen genießen.  Das ganze Jahr über so einen hohen Eierkonsum zu haben ist aber wahrscheinlich nicht ganz so förderlich, aber irgendwann hat man sich ja ohnehin sattgegessen an den täglichen Jausen Eiern.  

Verdauung

Bunte Eier aufgestellt in einer Reihe von Eierbechern

Wie leicht oder schwer Eier verdaulich sind, hängt ganz von der Zubereitung ab. Je weicher ein Ei gekocht ist, umso bekömmlicher ist es. Ein weiches Ei zum Frühstück ist also weitaus besser verträglich also ein ganz durchgekochtes Ei zur Jause. Auch in verarbeiteter Form, wie z.B. in Kuchen oder Aufläufen, sind Eier ganz leicht verdaulich. Wenn ihr also empfindlich seid, ist es empfehlenswert bei Ostereiern zumindest auf wachsweiche Eier zurückzugreifen (mittlerweile sind das sowieso die meisten Ostereier, die man im Handel bekommt). Und wenn ihr die Ostereier selber färbt und kocht, könnt ihr darauf achten, sie nicht ganz durch zu kochen.

 

Grüner Eidotter – ist das giftig?

Das ist sicher jedem von euch schon mal passiert. Nach dem Eierpecken freut man sich schon darauf das Ei endlich zu essen, schält es und muss dann feststellen, dass der Dotter außen ganz grünlich ist. Da wir die grüne Farbe oft mit schlecht gewordenen Lebensmitteln verbinden, ist die erste Reaktion, dass wir glauben das Ei müsse verdorben sein.  Zum Glück ist die grüne Farbe des Eigelbs aber keineswegs ein Zeichen dafür, dass das Osterei bereits verdorben ist, sondern lediglich dafür, dass das Ei länger gekocht wurde. Durch die lange Kochzeit verbindet sich Eisen aus dem Eidotter mit Schwefel aus dem Eiweiß und so entsteht die grünliche Farbe, die komplett unbedenklich ist. Wenn ihr die Ostereier selber färbt und die grüne Farbe vermeiden wollt, solltet ihr sie einfach etwas kürzer kochen. 

 

Code auf der Eierverpackung

Code auf dem Ei und seine Bedeutung

Wer sich so ein Hühnerei schon mal genauer angeschaut hat, hat wahrscheinlich schon mal den Code auf der Schale oder der Verpackung entdeckt (nicht gefärbte Eier werden auf der Schale gekennzeichnet, gefärbte auf der Verpackung). Die Kennzeichnung besteht aus verschiedenen Buchstaben und Zahlen, die folgendes bedeuten:

  • AT/DE/... steht für das Herkunftsland
  • Die Zahlen 0 – 2 für die Haltungsform
    • 0 = Bio-Haltung
    • 1 = Freilandhaltung
    • 2 = Bodenhaltung
    • Käfighaltung ist nicht mehr erlaubt! 
  • Mehrstellige Nummer = Betriebsnummer
    • Mit dieser Nummer können die meisten Legehennen Betriebe online abgerufen und Informationen eingeholt werden. Wenn euch das interessiert könnt ihr auf www.eierdatenbank.at genauere Infos über die Herkunft eurer gekauften Eier erhalten. 
 
Ihr seht also das Thema „Osterei“ oder allgemein „Hühnerei“ ist auch aus der Sicht der Ernährung sehr interessant und es gibt viele wissenswerte Informationen. Und da ihr nun bestens mit viel Wissen rund um eure bunten Ostereier gewappnet seid, lasst sie euch auch schmecken und genießt die schöne Osterzeit!  
 
Alles Liebe, 
Christina  von  Kitchentherapies

Beitrag von Christina Schierlinger

Website: kitchen-therapies.com

Instagram: kitchentherapies