Eine Holzkiste mit gelbem und rotem Paprika, eine mit Knollensellerie, eine mit Karotten und eine weitere mit Knoblauch.

Aus der Heimat: Regionale und saisonale Produkte

Was nicht weit von der Haustür wächst, schmeckt nach „daheim“ und kommt ganz natürlich auf die Märkte. Außerdem hat Gutes aus der Region immer Saison und ist durch die kurzen Transportwege sehr frisch und geschmacksintensiv. Nur die Selbstversorgung kann das noch überbieten.

Regionalität ist ein Trend, der durch die Suche nach Wissen und Vertrauen entsteht – Wissen über die Herkunft und Vertrauen in die Qualität der Lebensmittel sowie den Produzenten.

Ab wann gilt ein Lebensmittel als regionales Produkt?

Nur wenige Menschen können ihre Lebensmittel selbst herstellen, wollen aber vielleicht trotzdem nicht auf heimische Produkte verzichten. Der Einkauf regionaler und saisonaler Produkte bietet hierfür eine Alternative. Doch was genau bedeutet „regional“ eigentlich?

Die Verbraucherzentrale erklärt, dass es für den Begriff „Region“ keine gesetzlich geregelte Definition gibt. Interpretationsspielraum ist also durchaus gegeben. Am eindeutigsten und sichersten sind direkte Regionsangaben – wie die Region Steiermark, Südburgenland oder Tirol.

Regional hängt zudem sehr eng mit saisonal zusammen. In Österreich wachsen die Lebensmittel zu bestimmten Zeiten im Jahr und werden somit in der Saison geerntet. Außerhalb dieser Saison werden die Nahrungsmittel oft importiert und sind somit trotzdem auf dem Markt verfügbar – allerdings nicht als regionale Produkte.

Mehrere Erdbeerpflanzen, an denen saftige rote aber auch grüne Erdbeeren wachsen.Ein Beispiel: Erdbeerzeit ist von Mai bis Juli. Regionale Erdbeeren gibt es entsprechend in diesen Monaten auf dem Markt. In den restlichen Monaten stammen sie dann von ausländischen Betrieben.

Für Konsumenten sind Geschmack und Frische die Hauptkriterien beim Kauf regionaler Lebensmittel. Allerdings kritisieren Österreicher die eher schwache Vielfalt – besonders bei Obst und Gemüse. Wir von Hofer nehmen uns diese Wünsche zu herzen. Mit Regionalmarken und Initiativen wie „Zurück zum Ursprung“, „Natur Aktiv“ oder, “FairHOF“ zieht Regionalität, Qualität und Nachhaltigkeit in die österreichischen Märkte. 

Österreichischer Saisonkalender

Obst und Gemüse der Saison sind frisch und schmecken intensiv. Der einzigartige Geschmack von sonnengereiften Tomaten, frischen Eierschwammerln oder aromatischen Feldgurken kommt besonders durch eine natürliche Aufzucht zum Vorschein.

Besonders in Österreich bietet jede Jahreszeit ihre kulinarischen Highlights: frische Radieschen, Salate und Kräuter im Frühling, Erdbeeren, Marillen und Kirschen im Sommer, Steinobst, Kürbis und Schwammerl im Herbst und Wurzelgemüse im Winter.

Die Auswahl der Sorten ist dabei größer als man denkt. Allerdings sind seltene Produkte wie Eierschwammerl, schwarze Ribisel und Zwetschken nicht immer verfügbar oder nur für eine kurze Zeit im Handel. Auch das macht Regionalität aus und fördert automatisch einen abwechslungsreichen Speiseplan.

Ein kleiner österreichischer Saisonkalender:

  • Frühjahr: Kohl, Kräuter, Lauch, Radieschen, Salat, Spargel, Spinat, Zwiebel, Rhabarber
  • Sommer: Äpfel, Birnen, Erdbeeren, Heidelbeeren, Himbeeren, Kirschen, Melonen, Pfirsiche, Weintrauben, Erbsen, Kartoffeln, Fisolen, Gurken, Karfiol, Paprika, Tomaten, Zucchini
  • Herbst: Pastinake, Petersilienwurzel, Kren, Salat, Spinat, Süßkartoffel, Zuckermais, Holunder, Quitten
  • Winter: Kohlsprossen, Salat, Chinakohl, Lagerware

Lebensmittelqualität: Frische und Geschmack

Kurze Transportwege der regionalen Lebensmittel bedeuten auch eine hohe Lebensmittelqualität. Die Zeitpunkte der Ernte, des Verkaufs und Verzehrs liegen nah beieinander. Qualitätsverlust gibt es folglich kaum, da die Produkte im sehr guten Reifezeitraum zum Endverbraucher gelangen.

Selbst wenn das Obst oder Gemüse nicht sofort gegessen oder verarbeitet wird, bleibt es in der Regel noch eine Weile frisch. Lebensmittel vom Ausland, die mehrere Tage anreisen, sind daheim meist schneller schlecht.

Ein weiterer Aspekt ist die Anzahl der Zwischenhändler. Bei kurzen Transportwegen sind auch weniger Menschen für die Verwaltung eingespannt, außerdem bleibt es bei geringen Transport- und Lagerkosten. Somit wird weniger Geld für die gesamte Vermarktung ausgegeben und steht dem Produzenten zur Verfügung. So haben die Bauern mehr finanzielle Mittel für gute Qualität übrig.

Nachhaltigkeit: Ökologischer und sozialer Schutz

Mit saisonalen Produkten, die in der entsprechenden Jahreszeit gekauft werden, wird der Umwelt ein Gefallen getan. Saisonal geerntetes Obst und Gemüse bedeutet weniger Energieaufwand, kürzere Transportwege und in der Regel fördert man dadurch auch noch die regionalen Betriebe. Außerdem bleibt das Geld in der Region und kann neu investiert werden.

Die kürzen Transportwege bringen auch im ökologischen Bereich Vorteile, da die Umwelt viel weniger durch Schadstoffe belastet wird. Es entsteht ein Kreislauf der Achtsamkeit.

Vertrauen: Heimat sorgt für Sicherheit

Eine Jungbäuerin mit zwei Zöpfen, die auf einem Getreidefeld steht. Sie hält einen Korb mit frischem Gemüse hoch.Wie anfangs erwähnt, ist Vertrauen zur Landwirtschaft, dem Produzenten und das Wissen zur Herkunft ein maßgeblicher Faktor für die Beliebtheit regionaler und saisonaler Produkte. Besonders im Aspekt des Tierschutzes sind die regionalen Bauern eine beliebte Anlaufstelle. Selbst Fleischesser achten immer mehr darauf, weniger Fleisch zu konsumieren und dieses mit Bedacht einzukaufen.

Ein weiterer Pluspunkt: Viele regionale Lebensmittel gibt es in Bio-Qualität. Selbst Stiftung Warentest rät in ihrem Test „Regionale Lebensmittel“ zu regionalen Bioprodukten, wenn beispielsweise im Zeichen des Tierschutzes eingekauft wird.

Tradition: Die Heimat unterstützen

Österreicher lieben ihre lokalen Schmankerl. Regionalität und Tradition sind typisch österreichisch. Die Unterstützung der heimischen Landwirtschaft und Produzenten ist vielen Käufern wichtig.

Initiativen wie die „Genuss Region Österreich“ schaffen deshalb auch für kleinere und mittlere landwirtschaftliche Betriebe eine Plattform zur Vermarktung ihrer Erzeugnisse. Diese geschützte Dachmarke bewirbt regionale Spezialitäten und Besonderheiten. Das große Ziel: Den Weg in den Lebensmittelhandel schaffen und sich vergrößern.

HOFER schließt sich dem traditionellen und regionalen Denken an. Entsprechend bieten wir Lebensmittel nach Regionen durch die dort ansässigen Lieferanten an. „Tiroler Graukäse“ oder „Kärntner Nudeln“ gehören zu diesen Spezialitäten und sind nur regional vertreten.

Regionalität im Alltag

Saisonale Produkte sind nicht zu jeder Jahreszeit verfügbar. Manche empfinden das als Einschränkung und wollen auch Sommerfrüchte im Februar in den Obstsalat mischen. Mit heimischen Früchten ist das nicht umsetzbar.

Doch genau hier sollte der Vorteil der regionalen Kulinarik gesehen werden. Statt immer die gleichen Speisen auf den Tisch zu stellen, bringen regionale Lebensmittel-Pausen Abwechslung in die Küche. Alternativen müssen gesucht werden und zeigen völlig neue Wege des Kochens und Backens auf. Dazu gehört auch die Vorfreude auf die nächste Saison und ihre immer wieder wechselnden Highlights.

Frucht-Idee: Lust auf Kirschen zu Weihnachten? Einfach Kirschen zur Saison einlegen und damit haltbar machen. Einkochen ist ideal, um die Abwechslung beizubehalten. Selbstgemachte Marmeladen, Kompott oder eingelegtes Gemüse sind nicht nur daheim lecker. Sie lassen sich auch sehr gut verschenken und sind der Hit auf Familienfeiern. Hier kann man viele verschiedene Rezepte ausprobieren.