Seitan
Wer sich mit veganer und vegetarischer Ernährung beschäftigt, stößt früher oder später auf Seitan. Dieses Lebensmittel wird bereits seit Jahrhunderten in der asiatischen, vor allem aber in der japanischen Küche verwendet. Seitan wird auch im europäischen Raum immer beliebter und gerne als Alternative zu Fleisch in verschiedensten veganen Rezepten eingesetzt. Erfahren Sie hier, was Seitan genau ist, was man alles mit ihm machen kann und wie gesund er ist.
Was ist Seitan?
Seitan ist vegan und ein traditionsreiches Lebensmittel. Er besteht, anders als Tofu, nicht aus Soja, sondern aus Weizengluten, dem Klebereiweiß in Weizenmehl. Das ist übrigens auch die einzige Zutat, abgesehen von Wasser, welches für die Herstellung benötigt wird. Er schmeckt also grundsätzlich erstmal nach nichts.
Je nachdem, wie man Seitan weiterverarbeiten möchte, kommen dann noch unterschiedliche Gewürze und Kräuter zum Einsatz. Aufgrund seiner Wandelbarkeit eignet er sich hervorragend als Basis für verschiedene Produkte wie zum Beispiel veganes Gyros, Wurstalternativen oder sogar Braten und Faschiertes. In der Regel kann so gut wie jedes Rezept, das Fleisch beinhaltet, mithilfe von Seitan „veganisiert“ werden.
Was kann man mit Seitan machen?
Mit Seitan kann man fast alles machen, was die Verwendung von Fleischalternativen betrifft. In Supermärkten wie HOFER können Sie verschiedenste Artikel auf Seitanbasis erwerben und abwechslungsreiche Mahlzeiten damit herstellenzubereiten.
Versuchen Sie sich doch an folgenden leckeren Gerichten:
- Veganes Hühnerfrikassee mit Gemüse-Einlage aus Erbsen und Karotten
- Seitan süß-sauer mit Asia-Gemüse
- Seitanrouladen in Soße
- Seitansteaks mit Erdäpfeln und Fisolen
- Veganer Braten mit Knödeln
- Seitanschnitzel mit Risi Bisi
- Vegane Grillwürstchen mit Pommes und Dip
- Burger mit Seitanbratling und selbst gemachten Sesam-Buns
Manche Rezepte sind durchaus aufwendig, belohnen einen dafür aber mit außergewöhnlichem Geschmack und authentischer Konsistenz. Will man nicht auf fertige Produkte zurückgreifen, sondern alles von Beginn an selbst machen, braucht es etwas Übung im Umgang mit Seitan. Ansonsten kann es passieren, dass das Endprodukt zäh und gummiartig wird. Wenn Sie sich gerne kreativ in der Küche austoben, lohnt es sich definitiv, sich an Gerichten mit Seitan als Zutat zu versuchen. Egal ob kochen, braten oder sogar backen: Die Anzahl an Rezepten ist beinahe grenzenlos und bietet für sämtliche Vorlieben das Passende. Lassen Sie sich zum Beispiel von den veganen Gerichten in der HOFER-Rezeptwelt inspirieren!
Kann ich Seitan selber machen?
Ja, Sie können Seitan selber machen. Die Zubereitung des Fleischersatzes ist zwar etwas zeitintensiv, aber die Grundzutaten sind sehr günstig erhältlich. Alles, was Sie benötigen ist Weizenmehl und Wasser - und je nach Geschmack: Gewürze und Kräuter.
Je nach Rezept besteht der Teig aus ca. zwei Teilen Mehl und einem Teil Wasser. Diesen lässt man nach dem Kneten eine Zeit lang in einer Schüssel ziehen. In diese gibt man ausreichend kaltes Wasser, um den Teig damit zu bedecken. Im Anschluss gießt man die jetzt milchige Flüssigkeit ab und mit neuem Wasser auf. Nun den Teig so lange kneten, Wasser abgießen und wieder auffüllen, bis es relativ klar ist. Jetzt ist die Stärke aus dem Mehl gewaschen. Zurück bleibt ein Teig aus reinem Gluten, in den Sie nun Gewürze und Kräuter einarbeiten können. Verarbeiten Sie den Seitan nun so weiter, wie es das von Ihnen gewählte Rezept in seiner Anleitung vorsieht. Man kann ihn sowohl kochen als auch braten oder die Zubereitung im Backrohr fortsetzen. Das hängt unter anderem auch davon ab, wie fleischnah die Konsistenz sein soll.
Wenn Sie bei der Herstellung von Seitan Zeit sparen möchten, können Sie reines Gluten, auch als Fix-Basis bekannt, kaufen. So umgehen Sie das aufwendige Auswaschen des Teiges.
Wie gesund ist Seitan?
Grundsätzlich ist Seitan relativ gesund und eine wahre Protein-Bombe. Da er aber aus reinem Gluten, also Klebereiweiß, besteht, ist er für Menschen mit Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) absolut nicht geeignet. Hier sollte auf andere Fleischalternativen zurückgegriffen werden, zum Beispiel auf Tofu.
Positive Eigenschaften von Seitan sind neben dem hohen Eiweißgehalt auch der geringe Fettanteil, zudem enthält er kein Cholesterin und ist sehr kalorienarm. Je nachdem, wie Sie Seitan weiterverarbeiten, kann sich das natürlich ändern.
Er ist ein unglaublich vielseitiges Lebensmittel und dadurch fixer Bestandteil einer abwechslungsreichen veganen Ernährung und kreativer, moderner Küche.