>

Änderung der Bestellung Änderung abschließen

Zum Warenkorb hinzugefügt
Bowl mit Gurken, Süßkartoffeln und Tofu

Verdauungsfördernde Lebensmittel

Unsere Verdauung ist ein sehr komplexes System, das über ganz verschiedene Mechanismen verfügt. Das Ziel ist es, dass unser Körper durch diese verschiedenen Wege, Nährstoffe wie Kohlenhydrate, Fette und Eiweiß, aber auch Vitamine, Mineralstoffe und Wasser aus unserer Nahrung aufnehmen kann. Die Verdauung ist etwas sehr Individuelles und ist von verschiedenen Einflussfaktoren abhängig. Stress zum Beispiel oder auch Bewegungsmangel kann sich sehr stark darauf auswirken. Natürlich aber auch die Lebensmittel, die wir täglich zu uns nehmen. Mit ihnen können wir bis zu einem gewissen Grad regulieren, wie schnell oder langsam unsere Verdauung funktioniert. 

 

 Nudeln, Reis, Haferflocken, Hirse und Kürbiskerne in kleinen Schüsseln

Ballast ist gut für den Darm! 

Ballaststoffe habt ihr, wenn ihr meine Beiträge regelmäßig verfolgt, sicher schon oft gelesen. Der Grund dafür ist die vielfältige positive Wirkung auf verschiedene Mechanismen in unserem Körper. Auch für eine funktionierende Verdauung sind Ballaststoffe essenziell. Dadurch, dass sie teilweise unverdaut in unseren Dickdarm gelangen, erhöhen sie das Stuhlvolumen und regen somit die Darmbewegung an. Es gibt auch Ballaststoffe, die zwar nicht unbedingt die Menge an Stuhl erhöhen, dafür aber als Futter für die Darmbakterien gelten und sich somit ebenfalls wieder positiv auf die Verdauung auswirken. 

Ballaststoffe haben auch noch die Fähigkeit Wasser zu binden, das heißt sie halten alles schön geschmeidig - sofern ihr ausreichend trinkt. Ansonsten kann es sein, dass sie eher die gegenteilige Wirkung haben und eine Verstopfung verursachen. Also: wer ballaststoffreich isst, sollte auch immer auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten. 

Wasser mit Zitrone in Gläsern

Ausreichend Flüssigkeitszufuhr

Wie bereits erwähnt, ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr für die Verdauung ebenso wichtig, wie die Ballaststoffe. Als Richtwert gilt eine Menge von ca. 1,5 l/Tag. Wenn ihr allerdings sehr groß seid, ist es empfehlenswert noch etwas mehr zu trinken. Das gleiche gilt natürlich auch, wenn ihr recht klein seid, dann werdet ihr auch mit etwas weniger gut auskommen. 

Günstig ist es natürlich Wasser zu trinken und zuckerhaltige Getränke als Süßigkeit beziehungsweise als Belohnung zu sehen. Wenn ihr häufig unter einer langsamen Verdauung leidet, könnt ihr auch ausprobieren, ob euch kohlensäurehaltiges Mineralwasser hilft. Denn Kohlensäure hat ebenfalls eine verdauungsfördernde Wirkung. Aber Achtung: Wenn ihr empfindlich seid, kann es auch sein, dass durch die Kohlensäure Blähungen, Magen- oder Bauchschmerzen ausgelöst werden. 

Neben Kohlensäure können auch ätherische Öle verdauungsfördernd wirken. Besonders positiv wirken sich zum Beispiel die Öle in Salbei-, Fenchel- oder Pfefferminztee aus.  

Espresso von HOFER

Kaffeeliebhaber aufgepasst

Die gute Nachricht für alle Kaffeeliebhaber (so wie mich): Auch Kaffee wirkt sich positiv auf unsere Verdauung aus, denn durch den Konsum von Kaffee wird die Magensäureproduktion angeregt und die Nahrung somit auch schneller verdaut. Auch die Darmbewegung wird durch das Koffein angeregt und die Nahrung schneller weitertransportiert. Aber auch hier gilt: wenn ihr eher empfindlich seid oder Probleme mit einer chronischen Gastritis oder Sodbrennen habt, dann solltet ihr Kaffee nur in Maßen genießen und auf eine röststoffarme Sorte zurückgreifen. 

Vorsicht bei Abführmitteln

Wenn es um Verstopfung oder eine langsame Verdauung geht kommt man um das Thema Abführmittel nicht herum. Diese sollten allerdings nur wenn unbedingt notwendig und auch auf jeden Fall nur mit ärztlicher Absprache eingesetzt werden. Denn manchmal sind sie zwar notwendig, falsch eingesetzt können sie auf Dauer aber die Verstopfung sogar noch verschlimmern und zusätzliche Beschwerden auslösen. Also bei chronischer Verstopfung, die sich nicht nur durch eine Ernährungsumstellung in den Griff bekommen lässt, unbedingt eine Ärztin oder einen Arzt zu Rate ziehen.

 

Darf’s ein Schnaps zur Verdauung sein?

Eine der wohl bekanntesten Tipps für eine schnellere Verdauung nach einem schweren Essen ist wohl der sogenannte „Verdauungsschnaps“. Dabei handelt es sich hier leider nur um einen reinen Mythos, denn der Alkohol im Schnaps hat genau die gegenteilige Wirkung: er verlangsamt unsere Verdauung sogar noch. Denn wenn Alkohol in den Körper gelangt, ist es für diesen die oberste Priorität diesen abzubauen. Das viele Essen im Magen muss dann erstmal warten. 

Der Grund für das „angenehme“ Gefühl beziehungsweise das Gefühl, dass der Schnaps der Verdauung hilft ist, dass er unsere Muskelzellen im Magen entspannt und wir uns dadurch nicht mehr so voll fühlen. Es ist also eigentlich eine Täuschung des Körpers, die Verdauung wird damit allerdings nicht wie oft angenommen angekurbelt, sondern eher gehemmt. 

 

Laufschuhe auf einem Felsen hochgelegt

Bewegung, Bewegung, Bewegung

Zwar kein Lebensmittel, aber dennoch ein guter Tipp zum Abschluss: Bewegung wirkt sich ebenfalls immer sehr positiv auf unsere Verdauung aus. Das beste Beispiel, finde ich, ist hier immer der Hund. Mit einem Hund muss man täglich Gassi gehen, damit die Verdauung ordentlich funktioniert. Auch bei uns Menschen ist es sehr ähnlich und unser Darm kann am besten arbeiten, wenn wir uns regelmäßig bewegen. 

Liebe Grüße,

Christina von Kitchentherapies (https://kitchen-therapies.com/)

 

Quellen:

  • Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.: „Essen und Trinken bei chronischer Stuhlverstopfung“
  • Heinrich H et al.: Effect on gastric function ans dymptoms of drinking wine, black tea, or schnaps with a Swiss cheese fondue: randomised controlled crossover trial. Brit Med J 341 (2010).
  • Chari S, Teyssen S, Singer MV: Alcohol and gastric acid secretion in humans. Gut 34: 843–847 

Beitrag von Christina Schierlinger

Website: kitchen-therapies.com

Instagram: kitchentherapies