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Kräuter für einen selbst gebrühten Tee

Tee - das Lieblingsgetränk in der kalten Jahreszeit

Wenn die Tage wieder kürzer und kälter werden, gibt es fast nichts Besseres als eine gute Tasse Tee. Egal ob zum Frühstück, nach der Arbeit oder zwischendurch – Tee hat einfach eine beruhigende, entspannende Wirkung und tut im Herbst und Winter richtig gut. 

Aber habt ihr gewusst, dass die verschiedenen Teesorten auch unterschiedliche Inhaltsstoffe haben und dadurch immer etwas anders auf unseren Körper wirken? Tee ist nämlich nicht gleich Tee. In meinem heutigen Artikel werde ich versuchen, euch die wichtigsten Unterschiede und auch Wirkungen etwas näher zu bringen. 

 

Zu allererst einmal das Wichtigste: unter dem Begriff „Tee“ versteht man eigentlich nur den Aufguss aus der echten Teepflanze „Camellia sinesis“. Von dieser Pflanze werden sowohl die Blätter als auch die Blüten, Knospen und Stängel verwendet und je nach Verarbeitung als „weißer Tee“, „grüner Tee“ oder „schwarzer Tee“ verkauft. Die drei Teesorten bestehen also genau aus der gleichen Teepflanze. Die unterschiedlichen Geschmäcker entstehen rein daraus, wie die Pflanzenteile nach der Ernte verarbeitet werden. 

Was ist eigentlich Tee und was sind die Unterschiede? 

Tee mit einem Tee-Ei zubereiten  

  • Weißer Tee
    • Weißer Tee besteht aus den ungeöffneten Blattknospen des Teestrauchs. Diese werden nach der Ernte lediglich luftgetrocknet, wodurch der weiße Flaum auf den Knospen erhalten bleibt, wodurch der Tee auch seinen Namen erhält.
  • Grüner Tee
    • Beim Grünen Tee werden die Pflanzenteile nach der Ernte mit Wasserdampf behandelt, damit keine Fermentation stattfinden kann. Dadurch bleiben die grünen Farbstoffe gut erhalten. Die Teeblätter bleiben somit schön grün, wodurch auch der Name „Grüntee“ kommt. Der Aufguss ist wegen der enthaltenen Katechine allerdings eher gelb als grün. 
    • Eine Tasse Tee für das Sofa

  • Schwarzer Tee
    • Beim schwarzen Tee bleibt die Vorbehandlung mit Wasserdampf aus, weswegen die Teeblätter beim Trocknen fermentieren. Die enthaltenen Enzyme reagieren mit den Polyphenolen (= sekundäre Pflanzenstoffe) zu den für den Schwarztee typischen „Theaflavinen“ und den „Thearubiginen“. Diese beiden Stoffe sorgen für die typische orange – rotbraune Farbe des Teeaufgusses. Als Schwarztee wird der Tee ebenfalls wieder aufgrund der Blattfarbe nach der Fermentation bezeichnet. 

Obwohl man als „Tee“ eigentlich nur die Teesorten aus der echten Teepflanze bezeichnen darf, machen diese Sorten bei uns nur etwa ¼ des getrunkenen Tees aus. Viel lieber werden Mischungen aus getrockneten Kräutern, Gewürzen und Früchten getrunken. Umgangssprachlich spricht man zwar auch meistens von „Kräuter- oder Früchtetee“, richtig wäre allerdings die Bezeichnung „teeähnliche Getränke“. Aufgrund der Beliebtheit und auch der tollen Vielfalt, die uns diese Mischungen bringen, dürfen sie in diesem „Tee-Artikel“ auf keinen Fall fehlen. 

Tipp: Meine momentane Lieblingssorte ist der vitalisierende Kräutertee von ZURÜCK ZUM URSPRUNG. Den kann ich auch wärmstens an Herz legen. 

Tee ganz leicht selbstgemacht

ee aus Kräutern neben einem Tee-Ei

 

Aufgüsse aus getrockneten oder frischen Kräutern und/oder Früchten, sowie aus Gewürzen eignen sich ideal zum Selbermachen. Dabei kann man seiner Kreativität freien Lauf lassen und ganz viele verschiedene Geschmäcker kreieren. Wie wäre es zum Beispiel mal mit einer selbstgemachten Kräuter- und Gewürzteemischung als Weihnachtsgeschenk für eure Liebsten? Ihr könnt die getrocknete Mischung perfekt in kleine Beutel abfüllen und nett verpacken. Eine Mischung aus getrockneten Kräutern mit ein paar weihnachtlichen Gewürzen wie z.B. Nelken oder Zimt passt dafür perfekt! 

 

Die Wirkung von Tee

Dem Tee werden immer wieder viele verschiedene gesundheitsfördernde Wirkungen zugeschrieben. Einen wirklich aussagekräftigen wissenschaftlichen Nachweis gibt es aber nur für einige wenige Wirkungen. Nichtsdestotrotz enthalten gerade viele Kräuter- und Gewürzteemischungen eine Vielzahl an sekundären Pflanzenstoffen, die sich möglicherweise positiv auf unseren Körper auswirken können. Gerade die momentan sehr beliebten Getränke wie Ingwertee oder goldene Milch, die einen hohen Anteil an Kurkuma hat, liefern besonders viele davon. Aber auch getrocknete Früchte, die dem Tee eine leuchtende Farbe verleihen sind tolle Lieferanten von sekundären Pflanzenstoffen. 

Wirkungen, die definitive nachgewiesen sind, sind die anregende oder auch beruhigende Wirkung von Schwarztee und Grüntee. In diesen Teesorten ist nämlich Koffein enthalten, das unseren Kreislauf anregt.

Beim Schwarztee ist es besonders spannend, dass er nach einer kurzen Ziehzeit eine anregende Wirkung hat, da fast ausschließlich das enthaltene Koffein aus den Blättern gelöst wird. Lässt man ihn länger ziehen, lösen sich auch vermehrt Gerbstoffe aus dem Tee, die eine beruhigende Wirkung auf unseren Körper haben und sich auch positiv bei Durchfall-Beschwerden auswirken können. 

Tees, die einen hohen Anteil an Bitterstoffen haben wie z.B. Wermut-Tee oder Schafgarbentee wirken sich ebenfalls positiv auf die Verdauung aus, da die Bitterstoffe unsere Verdauungsenzyme anregen. Also beim nächsten Mal nach einem schweren Mittagessen eine Tasse Tee mit einem hohen Bitterstoffgehalt, anstatt dem klassischen Verdauungs-Schnaps (der sich übrigens eher negativ auf die Verdauung auswirkt) genießen.

Für Grüntee gibt es außerdem auch einige Studien, die belegen, dass er sich positiv auf die Zahngesundheit auswirkt, weil er zahnschmelzkräftigende Eigenschaften besitzt. 

 

Die richtige Zubereitung

Die Inhaltsstoffe von Tee sind teilweise sehr empfindlich und können durch zu viel Hitze bzw. durch zu lange Ziehzeiten zerstört werden, deswegen ist es bei der Teezubereitung besonders wichtig, auf die Wassertemperatur zu achten.  

  • Schwarztee:
    • Schwarzer Tee wird am besten, wenn ihr das Wasser im Topf oder im Wasserkocher kurz ganz aufkochen lasst und ihr den Tee dann direkt damit übergießt und 1 – 3 Minuten ziehen lasst, wenn ihr eine anregende Wirkung haben wollt. Wollt ihr den Tee eher zur Beruhigung trinken, solltet ihr ihn ca. 5 – 8 Minuten ziehen lassen. 
  • Grüntee
    • Die Inhaltsstoffe von grünem Tee sind besonders empfindlich. Das Wasser zum aufgießen sollte idealerweise eine Temperatur von ca. 70° - 80° C haben. Keine Sorge, ihr braucht dafür nicht unbedingt ein Thermometer. Ein guter Richtwert ist, wenn ihr das Teewasser aufkocht und dann ca. 2 – 3 Minuten abkühlen lasst. Den Tee braucht ihr dann nur etwa 1 – 2 Minuten ziehen lassen. 
  • Kräuter- und Früchtetees
    • Diese Teesorten vertragen ordentlich Hitze. Beim Trocknen können sich nämlich auch immer Bakterien bilden und die werden am besten durch kochendes Wasser abgetötet. Denn Tee könnt ihr unbedenklich 10 Minuten ziehen lassen, um den besten Geschmack zu erzielen und alle unerwünschten Stoffe wirklich zu beseitigen. 

 

Wie ihr also seht, ist Tee ist wirklich nicht gleich Tee. Die Vielfalt an Teeprodukten sind endlos und da ist definitiv für jeden Teegeschmack etwas dabei.  

Ich hoffe ich habe euch ein bisschen in die Welt des Tees mitnehmen können und wünsche euch eine gemütliche Winterzeit mit einer guten Tasse Tee.

 
Liebe Grüße, 

Christina von Kitchentherapies (https://kitchen-therapies.com/)

Quellen:

  • Österreichischer Kaffee- und Teeverband / www.teeverband.at (Zugfriff am 28.10.2019)
  • Bundesministerium für Gesundheit/Tee und teeähnliche Erzeugnisse
  • Österreichisches Lebensmittelbuch (Codex alimentarius): Kapitel B31
  • European Journal of Clinical Nutrition 61 (2007) – Consumtion of black, green and herbal tea

Beitrag von Christina Schierlinger

Website: kitchen-therapies.com

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