Süß-Scharfe Schoten: Die Paprika

Kaum ein Gemüse ist in österreichischen Küchen so oft und so vielfältig vertreten wie die Paprika. Rund 4,9 Kilogramm bunte Paprika verspeist jeder von uns durchschnittlich pro Jahr – und das ganz unabhängig von der Farbe. Grüne Paprika sind ganz einfach die „unreife” Variante der roten, gelben und orangen Schoten und schmecken weniger süßlich, daher sind sie perfekt für deftigere Gerichte. Zum Knabbern mit einem erfrischenden Dip eignen sie sich aber alle hervorragend! Und ebenso als Vitamin-Lieferant, denn Paprika enthalten sehr viel Vitamin C*, sogar mehr als Orangen. 

Auch, wenn man Paprika eher mit ungarischen Gerichten verbindet: Seinen Ursprung hat das farbenfrohe Gemüse in Mittel- und Südamerika, wo es schon um 5.000 v. Chr. von indigenen Völkern angebaut wurde. Mit den Eroberungszügen der spanischen und portugiesischen Konquistadoren kam die Paprika auch zu uns nach Europa und fand hier rasche Verbreitung. Nicht nur als Nahrungsmittel, sondern auch als Gewürz, denn die Urform unserer heutigen Gemüsepaprika war aufgrund ihres hohen Capsaicin-Gehalts vergleichsweise scharf und wurde erst durch gezielte Züchtung zu unserer heutigen, milden Gemüsepaprika.

Am häufigsten im Geschäft anzutreffen sind sicherlich die „Dreier-Kombinationen” aus gelber, roter und grüner Paprika. Aber die vielfältige Welt der Paprika-Schoten hat noch mehr zu bieten: Zum Beispiel schlanke Spitzpaprika oder runde, platte Tomatenpaprika, die zum Ausprobieren und Kosten einladen. Denn ob püriert, überbacken oder als süß-scharfer Akzent in der Sauce: Paprika sind aus unseren Küchen nicht mehr wegzudenken!

* Öffentliches Gesundheitsportal Österreichs www.gesundheit.gv.at